Mehr Umsatz, mehr Auszubildende: Das Friseurhandwerk zieht Bilanz für das Jahr 2025. Warum der Zentralverband sorgenvoll auf die Zukunft blickt.
Das Friseurhandwerk hat sich 2025 trotz schwacher Konjunktur stabil entwickelt. Diese Bilanz zieht der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) für das vergangene Jahr und verweist auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. So habe die Statistikbehörde ermittelt, dass die Umsätze der Branche im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen sind. Bereits 2024 hatten die rund 53.500 umsatzsteuerpflichtigen Friseurunternehmen in Deutschland einen Branchenumsatz von rund 7,7 Milliarden Euro erzielt, teilt der ZV demnach mit.
Professionelle Friseurdienstleistungen bleiben nach Angaben des Verbandes gefragt. Viele Betriebe investierten weiter in Service, Beratung und hochwertige Leistungen. Kundinnen und Kunden honorierten diese Entwicklung zunehmend.
Gleichzeitig sei die wirtschaftliche Lage vieler Salons angespannt. Steigende Personalkosten, höhere Ausgaben für Produkte und Materialien sowie hohe Energie- und Betriebskosten belasten die Unternehmen laut ZV weiterhin. Viele Betriebe hätten deshalb ihre Preise anpassen müssen. 2025 stiegen die Preise für Friseurdienstleistungen nach Angaben des Verbandes im Jahresdurchschnitt um 3,6 Prozent. Die allgemeine Inflationsrate lag im Jahr 2025 laut Statistischem Bundesamt bei plus 2,2 Prozent.
Auch die Zahl der Betriebe sei leicht zurückgegangen. Laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) waren Ende 2025 bundesweit 80.119 Friseursalons in die Handwerksrolle eingetragen. Das entspricht einem Minus von 245 Betrieben gegenüber dem Vorjahr mit insgesamt 80.364 Betrieben.
Die Ursache für diese Entwicklung sieht der ZV unter anderem im zunehmenden Wettbewerbsdruck. Kritisch bewertet er zudem vor allem die ausgeweitete Kleinunternehmerregelung. Diese könne den Wettbewerb für ausbildungsbereite Betriebe mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nachteilig verzerren.
Positiv entwickelte sich dagegen die Ausbildungssituation. Hier verweist der Zentralverband des Friseurhandwerks auf Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) sowie den ZDH:
Für das Jahr 2026 bleibt der Zentralverband mit seinem Ausblick verhalten: Der ZV rechnet weiterhin mit steigenden Kosten, unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Betriebe und einem anhaltenden Fachkräftemangel im Handwerk. Die Branche werde sich laut Verband daher weiter auf wirtschaftliche Stabilität, Nachwuchssicherung und Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren müssen.

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