Wechsel beim Zentralverband der Friseure: Im September 2026 löst Fred Schumacher den bisherigen Hauptgeschäftsführer Holger Stein ab.
Gewählt wurde Fred Schumacher auf der Bundesverbandstagung des Zentralverbands der Friseure (ZV) in Würzburg. Der neue Hauptgeschäftsführer ist Betriebswirt mit berufspädagogischem Schwerpunkt und derzeit noch beim Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk tätig. Schumacher soll seine neue Aufgabe zum 1. September 2026 antreten, teilte der Verband mit.
Fred Schumacher folgt auf Holger Stein, der sich mehr als zwei Jahrzehnte im Verband tätig war. Seit dem Frühjahr 2023 hatte er die Funktion des Hauptgeschäftsführers inne. Stein scheidet bereits Ende Juni 2026 aus dem Amt aus, wie der Verband bereits im März 2026 per Pressemitteilung bekannt gegeben hat. Demnach sei der Schritt im Einvernehmen erfolgt.
Schumacher skizzierte im Anschluss an die Wahl seine Ziele für die kommende Zeit: „Der Zentralverband lebt vom Engagement seiner ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter sowie seiner Mitarbeitenden. Mir ist wichtig, diese wertvolle Arbeit sichtbar zu machen, den Dialog innerhalb der Organisation weiter zu stärken und gemeinsam neue Impulse für die Zukunft unseres Handwerks zu setzen. Respekt vor der Aufgabe und ein offener Austausch werden dabei die Grundlage meiner Arbeit sein."
Auch ZV-Präsidentin Manuela Härtelt-Dören würdigte auf der Tagung das Engagement der Delegierten und betonte die Bedeutung einer starken und geschlossenen Interessenvertretung für das Friseurhandwerk. Mit Blick auf die Herausforderungen der Branche hob sie die Erfolge der vergangenen Monate hervor. Dazu zählte für sie beispielsweise die Aufnahme des Friseurhandwerks in den Katalog des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes. Denn dieser Schritt sei das Ergebnis einer gemeinsamen und konsequenten Verbandsarbeit.
Im Mittelpunkt der inhaltlichen Beratungen des Verbandes standen die politische Interessenvertretung, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Betriebe, die Fachkräftesicherung sowie die strategische Weiterentwicklung des Verbands. Vor allem im Bereich der digitalen Kundenansprache und Informationsvermittlung im Friseurhandwerk wurden neue Projekte angeschoben. Zudem soll der Zentralverband Lösungen für einen digitalen Kanal entwickeln, der Mitgliedsbetrieben einen einfachen Zugang zu den Angeboten, Dienstleistungen und Informationen ermöglicht.
Eine klare Botschaft brachte auch Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) mit nach Würzrterburg: „Man kann Dinge beeinflussen, aber nur gemeinsam“, betonte Dittrich und warb damit einen starken Schulterschluss innerhalb der Organisationen.
Er machte deutlich, dass die Herausforderungen des Handwerks seit langem bekannt seien. Umso wichtiger sei es, dass die Politik „verlässliche Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland“ umsetze. Im Mittelpunkt stünden Themen wie steigende Lohnzusatzkosten, Sozialabgaben, Fachkräftesicherung und die Entlastung mittelständischer Betriebe.

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