Verschattung, Trinkwasser, Pausen: Die BG BAU gibt Tipps, wie Betriebe ihre Beschäftigten bei Hitze schützen und Risiken minimieren.
Die hohen Temperaturen im Juni 2026 haben viele Beschäftigte auf Baustellen stark belastet. Darauf weist die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hin. „Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen sich für die nächsten Hitzeperioden wappnen und Vorkehrungen zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen“, sagt Björn Kass, Präventionsleiter der BG BAU. Zu den möglichen Vorkehrungen gehören laut Kass:
Technische Maßnahmen haben laut BG beim Hitzeschutz Vorrang, da sie die Belastungen möglichst direkt an der Quelle reduzieren. Zu den technischen Maßnahmen gehören zum Beispiel:
Hinzu kommen laut Berufsgenossenschaft noch organisatorische Maßnahmen wie angepasste Arbeitszeiten, zusätzliche Pausen und feste Trinkregeln. Außerdem könnten persönliche Schutzmaßnahmen diese Punkte noch ergänzen. Mögliche Maßnahmen seien:
Allerdings weist die BG ausdrücklich darauf hin, dass die persönlichen Schutzmaßnahmen keine technischen und organisatorischen Lösungen ersetzen.
Es gibt Warnzeichen, die auf eine hitzebedingte Überlastung hindeuten. Der Berufsgenossenschaft zufolge gehören dazu:
Sie empfiehlt Baubeschäftigen, bei der Arbeit nicht nur auf den eigenen Gesundheitszustand zu achten, sondern auch auf Kolleginnen und Kollegen.
Und wie sollten Beschäftigte reagieren, wenn die entsprechenden Beschwerden auftreten? Laut BG muss die betroffene Person aus der Hitze gebracht werden und Erste Hilfe geleistet werden. Bei schweren oder anhaltenden Symptomen müsse der Rettungsdienst gerufen werden.
Tipp für Betriebe: Wenn Notfallabläufe klar geregelt und allen Beschäftigten bekannt sind, kann im Ernstfall schnell reagiert werden.
Investitionen in Sonnen- und Hitzeschutz können Betriebe teilweise fördern lassen. Die BG BAU unterstützt unter anderem den Kauf von Kühlwesten, UV-Schutzkleidung und geeigneten UV-Schutzbrillen.
Damit sollen Unternehmen motiviert werden, Schutzmaßnahmen frühzeitig umzusetzen und den Arbeitsschutz im Betrieb zu stärken. Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden Baubetriebe unter www.bgbau.de.

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