Private Altersvorsorge: „Nicht auf eine Anlageform verlassen“
Unternehmer sollten sich rechtzeitig um ihre private Altersvorsorge kümmern. Malermeister Thomas Hinze setzt auf mehrere Vorsorgeformen. Warum sich das lohnt.
Dass die Regierung die private Altersvorsorge jetzt auch für Selbstständige fördern will, findet Malermeister Thomas Hinze grundsätzlich positiv. „Die Menschen müssen verstehen, dass die Rente wirklich nur als Basisvorsorge dienen kann“, sagt er. Mit Beginn seiner Selbstständigkeit musste sich der Unternehmer entscheiden, wie er sich beim Thema Altersvorsorge aufstellen will. „Für mich war von Anfang an klar, dass ich privat vorsorgen möchte“, sagt der Malermeister und Geschäftsführer der Malerwerkstatt Hinze in Wunstorf.
Wichtig sei ihm gewesen, sich nicht nur auf eine Art der Vorsorge zu beschränken. „Ich wollte ausloten, was im betrieblichen Bereich möglich ist und gefördert wird und wie ich zudem privat sinnvoll vorsorgen kann“, betont der Unternehmer. Die Wahl sei damals auf eine Direkt- und Lebensversicherung gefallen sowie auf Anlagen am Kapitalmarkt. Zusätzlich setzt er auf private und Mietimmobilien, weil diese inflationsneutral seien. Sich auf mindestens drei Anlageformen festzulegen, sei genau richtig gewesen – das würde er anderen Handwerkskollegen ebenso empfehlen.
„Jetzt, mit 60 Jahren, stelle ich fest, dass das eine gute Entscheidung war“, sagt Hinze. Was er bisher an Vorsorge angespart habe, hätte er mit gesetzlichen Alternativen nie erreichen können, berichtet er. Seine Strategie habe er immer von unabhängigen Finanzberatern begleiten lassen. „Sie schauen genau hin, was zu wem passt, wo die Interessen liegen und wer welche finanziellen Möglichkeiten hat“, sagt der Handwerksmeister. Wer sich rein auf die Beratung von Versicherungen oder Banken verlasse, vergebe seiner Meinung nach wichtige Chancen in der Altersvorsorge. Zudem sei es ohne professionelle Unterstützung schwer, die Komplexität des Themas wirklich zu erfassen.
„Mitarbeitende zu überzeugen ist schwer“
Nicht nur für sich will Thomas Hinze vorsorgen, auch seinen Mitarbeitenden bietet er bereits eine betriebliche Altersvorsorge an. Die neuen Fördermöglichkeiten wolle er künftig in die Gespräche einbeziehen. „Ich verstehe aber nicht, warum sich die Mehrzahl der Angestellten mit dem Thema nicht beschäftigt“, sagt er. In Mitarbeitergesprächen informiere er darüber, dass Betrieb und Staat finanziell unterstützen und weise auf die Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge hin. Aber: „Lange nicht alle nehmen dieses Angebot an“, bedauert Hinze.
Gerade jüngeren Mitarbeitenden versuche er zu vermitteln, was sie verschenken, wenn sie sich nicht frühzeitig um ihre Altersvorsorge kümmern. „Die Zeit ist der entscheidende Faktor“, weiß der Unternehmer aus Erfahrung. Der Beweis seien die Summen, die langjährige Mitarbeitende ansparen würde. „Da kommen mittlere fünfstellige Summen zusammen“, sagt Hinze. Für ihn sei die betriebliche Altersvorsorge deshalb ein lohnendes Instrument zur Mitarbeiterbindung.

Ihr Wissensvorsprung
News & Tipps für Chefs im Handwerk
Mit dem handwerk.com-Newsletter erhalten Sie 2x wöchentlich Praxiswissen zur Betriebsführung direkt in Ihr Postfach.
-1-square.jpg)

-teaser-medium.jpg)
-teaser-medium.jpg)



