Geförderte Altersvorsorge

Riester-Reform beschlossen: Das Altersvorsorgedepot kommt

Grünes Licht für die Reform der privaten Altersvorsorge: Nun gibt es ein Nachfolgemodell für die Riester-Rente, das auch Selbstständige berücksichtigt.

2 Min.12.05.2026, 16:29 Uhr (Aktualisiert am 12.05.2026, 16:40 Uhr)
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Alter Mann sitzt auf einem Münzstapel und diversen Euro-Scheinen
Reform der privaten Altersvorsorge: Anders als bisher sollen nun auch alle Selbstständigen einbezogen werden. Alexander Paul Thomass - stock.adobe.com
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Der Bundesrat hat der neuen privaten Altersvorsorge zugestimmt, die die immer unbeliebter werdende Riester-Rente ablöst. Die Bundesregierung will mit den staatlich geförderten Möglichkeiten erreichen, dass mehr Menschen privat Geld für die Rente zurücklegen.

Neben einer Altersvorsorge, bei der 100 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert ausgezahlt werden, soll es künftig auch eine Variante mit 80-prozentiger Garantie und ein Altersvorsorgedepot ohne Garantien geben. Dadurch lassen sich höhere Renditen am Kapitalmarkt erzielen. Geplant ist auch ein von einem öffentlichen Träger angebotenes Standarddepot. Anders als bisher sollen zudem alle Selbstständigen einbezogen werden.

Maximale jährliche Zulage beträgt für Kinderlose 540 Euro

Bei einem Sparbetrag bis zu 360 Euro im Jahr gibt der Staat pro eingezahltem Euro 50 Cent dazu. Für Sparbeträge von 360 bis 1.800 Euro wird jeder privat eingezahlte Euro staatlich um 25 Cent aufgestockt. Damit ist eine maximale Grundzulage von 540 Euro jährlich möglich. Dazu kommt für Familien ein Kinderzuschlag: Ab einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro kann man den vollen Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr erhalten.

Der Bundestag hatte während seiner Beratungen noch Forderungen der Länder in den Gesetzentwurf der Bundesregierung aufgenommen. Der Bundesrat bat die Bundesregierung nun in einer Entschließung zu prüfen, ob die Deutsche Bundesbank die Vermögensverwaltung für das staatliche Standardprodukt übernehmen könne. Auch sollte dieses möglichst so ausgestaltet werden, dass die Anleger auch eine Variante wählen können, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt.

Altersvorsorgedepot: Wie es weiter geht

Das vom Bundesrat beschlossene Gesetz wird in großen Teilen am Tag nach der Gesetzesverkündung in Kraft treten. Zuvor muss es aber noch von der Bundesregierung gegengezeichnet und vom Bundespräsidenten ausgefertigt werden. Die neuen Altersvorsorgeprodukte sollen laut Bundesregierung dann ab dem 1. Januar 2027 auf den Markt kommen. (dpa/aml)

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