Logo handwerk.com
Logo handwerk.com
MediadatenÜber handwerk.com Unser TeamNewsletterKontakt
Logo
ImpressumDatenschutzAGB
Schlappe für die Bundesregierung

Entlastungsprämie scheitert im Bundesrat

Die Länderkammer lehnt die umstrittene Prämie ab. Die Begründung: Die Mindereinnahmen belasten zum großen Teil Länder und Kommunen, ohne dass der Bund gegenfinanziert.

2 Min.08.05.2026, 12:07 Uhr (Aktualisiert am 11.05.2026, 10:38 Uhr)
Von
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Außenansicht des deutschen Bundesrats an der Leipziger Straße – Sitz Bundesrats Berlin
Die Länderkammer stimmte gegen die steuerfreie Mitarbeiterprämie. Sergey Kelin - stock.adobe.com

Zitiervorschlag

Entlastungsprämie scheitert im Bundesrat. In: /politik-und-wirtschaft/entlastungspraemie-scheitert-im-bundesrat, 08.05.2026, /politik-und-wirtschaft/entlastungspraemie-scheitert-im-bundesrat (abgerufen am: 05.11.2026)

Infos zum Zitiervorschlag

Hinweis: Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie handwerk.com als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Fügen Sie handwerk.com hier als bevorzugte Quelle hinzu.

Anzeige

Relevante Themen

PersonalManagementArbeitsrecht
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Katharina Wolf
Katharina Wolf

Freie Autorin für Betriebsführung und Politik & Wirtschaft

Die steuerfreie Entlastungsprämie kommt vorerst nicht. Der Bundesrat verweigerte seine Zustimmung zu den Plänen der Bundesregierung, Arbeitgebern die Möglichkeit zu geben, bis zu 1.000 Euro abgabenfrei an ihre Mitarbeitenden auszuzahlen.

Die Länder kritisierten, dass sie und die Kommunen einen Großteil der Mindereinnahmen von geschätzt 2,8 Milliarden Euro tragen müssten, ohne dass der Bund dies ausgleiche. Der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) monierte, dass der Bund mit der Erhöhung der Tabaksteuer nur für sich eine Gegenfinanzierung geschaffen habe. Mindestens sollte er für einen Ausgleich für die klammen Kommunen sorgen. Hier gehe es um 700 Millionen Euro.

Die im April vom Bundestag beschlossene Regelung sollte dazu beitragen, Arbeitnehmer von hohen Energiekosten durch den Krieg im Nahen Osten zu entlasten. Diese Idee war bei den Arbeitgebern angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht gut angekommen.

Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH), begrüßte denn auch die Entscheidung des Bundesrates als Korrektur einer gravierenden Fehlentscheidung. „Es war nicht hinnehmbar, in einer anhaltenden Energiepreiskrise ausgerechnet jene Betriebe und Unternehmen zur Kasse zu bitten, die selbst unter hohen Kosten, unsicheren Rahmenbedingungen und wachsendem wirtschaftlichem Druck leiden“, so Dittrich. Er forderte stattdessen strukturelle Entlastungsmaßnahmen, wie etwa eine Reform des Einkommensteuertarifs, die auch Personenunternehmen entlaste.

Die Bundesregierung hat jetzt die Möglichkeit, den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anzurufen, um einen Kompromiss zu finden.

Entlastungsprämie: „Für viele Betriebe nicht finanzierbar“
Kritik an Plänen der Regierung

Entlastungsprämie: „Für viele Betriebe nicht finanzierbar“

1.000 Euro Entlastungsprämie für Beschäftigte, das will der Bund einführen. Arbeitgeber sollen das Geld freiwillig zahlen können. Von Handwerksverbänden gibt es massive Kritik.

Märkte
Würde die Entlastungsprämie  aus verschiedenen Gründen nicht zahlen können und wollen: Melanie Kahle, Inhaberin von Stolberg Bedachungen in Göttingen.
Kritik an Plänen der Regierung

Entlastungsprämie ist ein „Nackenschlag für die Betriebe“

Unternehmerin Melanie Kahle würde die Prämie nicht zahlen. Sie und zwei Handwerks-Kollegen sind entsetzt über den Vorschlag der Regierung – und machen Gegenvorschläge.

Branchenstimmen
Der Bundestag in Berlin.

Aktuelle Meldungen

Nicht alles ist relevant – aber manches entscheidet über Ihren Alltag.

Wir filtern für Sie die wichtigsten Themen: Unser Newsletter bringt Klarheit – praxisnah und regelmäßig ins Postfach.

frank peters - stock.adobe.com

Empfohlene Artikel

Abflussrohr mt Geld
SOKA BAU

Urteil: Rohrreiniger muss SOKA-BAU-Beiträge nachzahlen

Das Bundesarbeitsgericht entscheidet: Ein Rohrreiniger soll fast 100.00 Euro an die SOKA BAU nachzahlen. Für wen gilt das – und wie viel kostet es?

Arbeitsrecht
Ein Friseur schneidet einer Kundin die Haare.
Zoll-Kontrollen

Schwarzarbeit: Mehr Verstöße im Friseurhandwerk

Die erste Schwerpunktkontrolle des Zolls nach der Gesetzesänderung zeigt einen massiven Anstieg der Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Personal
Ein Tischler oder Bestatter kleidet einen Sarg ein
Wachsende Branche

Bestatter-Ausbildung boomt: So viele Azubis wie nie

Immer mehr junge Menschen werden Bestatter. Die Azubi-Zahl hat sich in zehn Jahren mehr als verdoppelt. Doch auch bei den Kosten tut sich einiges.

Personal