Wie arbeiten Handwerker ergonomisch und gesund in der Werkstatt? Diese Frage will das Innovationsprojekt „Ergonomie der Werkstatt“ beantworten – mit der Musterwerkstatt in Löningen.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung von Tischler Schreiner Deutschland (TSD) wurde ein bedeutender Meilenstein des Innovationsprojektes „Ergonomie der Werkstatt“ von TSD in Zusammenarbeit mit Buckoptimal erreicht: Am 12. Juni eröffnete der Bundesverband gemeinsam mit seinen Projektpartnern feierlich den ersten Showroom im Kompetenzzentrum des Projektpartners Remmers in Löningen. Die Musterwerkstatt macht praxisnahe Lösungen für ergonomisches und gesundes Arbeiten im Tischler- und Schreinerhandwerk erlebbar.
Den symbolischen Auftakt bildete das gemeinsame Durchschneiden des Eröffnungsbandes durch TSD-Präsident Thomas Radermacher und Roland Brinkmann, Market Director DACH der Remmers Gruppe. Im Anschluss erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mitgliederversammlung Einblicke in die verschiedenen ergonomischen Lösungen und Konzepte der weiteren beteiligten Projektpartner Zehnder Clean Air Solutions, Nicocyl GmbH, Berliner Lichtwerkstatt, JOWI, Beck Maschinenbau, Woelm GmbH und Mafell AG.
Die Realisierung der Musterwerkstatt ist das Ergebnis einer starken partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Gemeinsam mit dem Premiumpartner IKK classic aus dem Bereich Gesundheitsförderung bringt das Projekt vielfältige Kompetenzen zusammen – von Maschinen- und Materiallösungen über Licht- und Luftqualität bis hin zu gesundheitsbezogenen Aspekten der Arbeitsplatzgestaltung.
Ergonomie in der Werkstatt ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks. Eine durchdachte Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsabläufen kann dazu beitragen, körperliche Belastungen zu reduzieren, die Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels gewinnt die Frage, wie Arbeitsplätze leistungsfähig, sicher und attraktiv gestaltet werden können, immer mehr an Bedeutung.

„Mit der Musterwerkstatt machen wir sichtbar, wie moderne Ergonomie im Tischler- und Schreinerhandwerk aussehen kann. Unser Ziel ist es, den Betrieben konkrete und praxistaugliche Lösungen an die Hand zu geben, die den Arbeitsalltag erleichtern und gleichzeitig die Attraktivität unserer Werkstätten als Arbeitsplatz steigern“, erklärt TSD-Präsident Thomas Radermacher.
Auch die Hauptgeschäftsführerin von Tischler Schreiner Deutschland, Dr. Katharina Gamillscheg, betont die Bedeutung des Projektes: „Die Ergonomie der Werkstatt ist weit mehr als eine Frage des Komforts. Sie ist ein wichtiger Baustein, um die Gesundheit unserer Beschäftigten zu schützen, Fachkräfte langfristig zu binden und unser Handwerk zukunftssicher aufzustellen. Die enge Zusammenarbeit mit unseren engagierten Projektpartnern zeigt, wie viel Innovationskraft entsteht, wenn unterschiedliche Perspektiven und Fachkompetenzen zusammenkommen.“
Die Musterwerkstatt im Kompetenzzentrum von Remmers wird künftig Mitgliedsbetrieben als Anlaufpunkt dienen, um sich über moderne ergonomische Lösungen in der Praxis zu informieren. Interessierte Betriebe können sich für weitere Informationen und Besuchsmöglichkeiten an den Bundesverband wenden. Darüber hinaus stehen auch die Projektpartner für Fragen und Beratungen rund um die ergonomische Gestaltung von Werkstätten zur Verfügung.

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