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Trübe Aussichten

Arbeitsmarkt 2040: Noch weniger Fachkräfte im Handwerk?

Prognosen gehen von einer Spreizung des Arbeitsmarktes aus: Mehr Studierte, mehr Unqualifizierte und weniger Berufsabsolventen. Experten fordern entschlossenes Gegensteuern.

1 Min.10.12.2024, 11:00 Uhr
Von
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Eine leere Werkstatt, Tageslicht durchflutet.
Die Arbeit ist da – aber kein Tischler! Der Fachkräftemangel könnte weiter zunehmen, warnen Experten. mavoimages - stock.adobe.com

Zitiervorschlag

Arbeitsmarkt 2040: Noch weniger Fachkräfte im Handwerk?. In: /politik-und-wirtschaft/arbeitsmarkt-2040-noch-weniger-fachkraefte-im-handwerk, 10.12.2024, /politik-und-wirtschaft/arbeitsmarkt-2040-noch-weniger-fachkraefte-im-handwerk (abgerufen am: 04.11.2026)

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Katharina Wolf
Katharina Wolf

Freie Autorin für Betriebsführung und Politik & Wirtschaft

Fachkräfte und Selbstständige im Handwerk könnten künftig noch knapper werden. Eine aktuelle Prognose geht davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt polarisiert, wenn nicht aktiv entgegengesteuert wird. 2040 werde es mehr Hochschulabsolventen geben, aber auch mehr Menschen ohne Berufsabschluss, heißt es in den aktuellen Qualifikations- und Berufsprojektionen (QuBe-Projekt) des Instituts für Berufs- und Bildungsforschung (BIBB).

Die Zahl der Personen mit beruflichem Abschluss, Aufstiegsfortbildung oder Bachelor werde hingegen sinken, ebenso wie die Zahl der Selbstständigen. Zudem könnten die Chancen für Geringqualifizierte aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Helfertätigkeiten schlechter werden.

Gleichzeitig werde die Zahl der Arbeitskräfte insgesamt trotz Zuwanderung abnehmen, selbst wenn zwischen 2024 und 2040 rund 4,6 Millionen Menschen zuwandern. Davor  warnt der Bericht und wertet die Entwicklung als bedrohlich für das Wachstum und damit den Wohlstand in Deutschland.

Um diesen Trend zu brechen, seien dringend Gegenmaßnahmen erforderlich. Vor allem müsse die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss deutlich gesenkt werden, fordern die Autoren der Studie. Ein besonderes Augenmerk solle dabei auf Kindern mit Migrationshintergrund liegen, da sie überproportional häufig die Schule ohne Abschluss verließen. „Eine gelungene Integration kann die Zahl der zukünftigen Fachkräfte erhöhen und damit auch einen Wachstumsimpuls darstellen“, betonte BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser.

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