Hungerland Sanitär- und Heizungstechnik schließt jeden Sommer für drei Woche. Chef Thorsten Hungerland sieht darin nur Vorteile.
Sommerzeit ist Urlaubszeit – auch bei Hungerland Sanitär- und Heizungstechnik in Springe. Drei Wochen Betriebsferien gibt es, das hat der Handwerksbetrieb vor sechs Jahren eingeführt. „Das bringt uns große Vorteile“, sagt Meister Thorsten Hungerland, der das Unternehmen seit 2005 leitet. „Wir haben das begonnen, weil sonst immer irgendwer im Urlaub war.“ In dem kleinen Betrieb mit 13 Mitarbeitern fehlte dadurch ständig jemand.
Der zweite Vorteil: „Auch ich habe jetzt Urlaub“, sagt Hungerland. Früher klingelte ständig das Telefon, weil Fragen zu klären oder Probleme zu lösen waren. Einmal fuhr er sogar aus den Ferien in den Niederlanden zurück nach Springe. „So etwas passiert jetzt nicht mehr. “ Im Betrieb bleibt eine „Stallwache“: die Büromitarbeiterin, ein Geselle und vielleicht ein Azubi. So stellt der Betrieb den Notdienst sicher. Der Chef kann dann komplett abschalten: „Kontakt ins Büro gibt es nicht. Da sitzt eine erfahrene Mitarbeiterin, die weiß, was sie tut.“
So hält sich auch die Vor- und Nachbereitung des Urlaubs in Grenzen. „Wir setzen uns vorab zusammen und sprechen durch, was während der Zeit ansteht“, beschreibt der Chef. Zugleich ist alles vorbereitet, wenn er wieder zurückkommt.
Dritter Vorteil: „Es ist immer schon mal ein Riesenbatzen Urlaub der Mitarbeitenden weg“, sagt der Chef. Gibt es Probleme, weil jemand nicht im Sommer Urlaub machen möchte? „Nein, eigentlich finden es alle gut. Schließlich gibt es auch nicht in jedem Betrieb drei Wochen Urlaub am Stück.“ Besonders Mitarbeitende mit Schulkindern profitieren davon.
Wann die Betriebsferien stattfinden, klärt das Team gemeinsam. „In der Regel sind das die ersten oder die letzten drei Wochen der Sommerferien“, sagt Hungerland. In diesem Jahr lief es etwas anders, weil nicht alle gleichzeitig Urlaub nehmen wollten. Doch der Handwerksmeister ist sicher: „Nächstes Jahr machen wir wieder alle gleichzeitig Urlaub.“
Nicht nur im Sommer, auch zu Weihnachten schließt der Betrieb. Zuerst prüft das Team die Feiertage, legt dann den Zeitraum fest und verteilt den Bereitschaftsdienst, der die Notfälle übernimmt.
Und wie sehen es die Kunden? Die Stammkunden wissen längst, dass der Betrieb im Sommer und zu Weihnachten schließt und sind darauf eingestellt. Zudem informiert Hungerland alle rechtzeitig: „Dann läuft es auch.“

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