Welche Jugendwörter nutzen Auszubildende und wie werden sie verwendet? Zwei Azubis aus dem Metallbauhandwerk finden Beispiele aus dem Arbeitsalltag.
„Ragebait“ ist ein aktuelles Jugendwort, das beide Azubis nutzen. Im Betriebsalltag würde Julius es so beschreiben: „Wenn jemand beispielsweise einen Spitznamen hat, den er selbst nicht mag, dann sagt man ihn trotzdem und „ragebaitet“ ihn damit.“ Es sei also eine Art, jemanden zu sticheln.
„Crashout“ würde Robert nutzen, „wenn was nicht klappt, beispielsweise ein Winkel an der Kantbank“. Wenn schon mehrere Anläufe nichts geworden sind beim Azubi, „dann sagt der Geselle vielleicht irgendwann „Man, ich geh gleich Crashout““, erklärt der 16-Jährige. „Dann ist das ein Ausruf der Verzweiflung.“
Der Verlag PONS Langenscheidt kürt seit 2008 regelmäßig das Jugendwort des Jahres. Ende Juli hat das Unternehmen die zehn Begriffe bekannt gegeben, die 2026 ins Voting gehen.
Sie lauten:
Was diese Begriffe bedeuten, erfahren Sie im handwerk.com-Beitrag „Jugendwörter 2026: Diese Begriffe sind in den Top 10“.
Anfang August startete der 16-jährige Robert Reßler ins zweite Lehrjahr als Metallbauer. Die Bedeutung der Top 10 Jugendwörter des Jahres 2026 kennt er. Doch nicht alle von ihnen verwendet er regelmäßig. „Ich nutze oft „Peak, Ragebait oder Crashout – und unglaublich oft „Digga“ “, sagt er.
Die Wörter kürzen vieles ab, deshalb seien sie aus seinem privaten- und auch dem beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Hier sind Roberts Favoriten und die Bedeutung der beiden Begriffe:
Auch Julius Casper Wadewitz kennt sich mit den Begriffen aus. Er erklärt die Bedeutung von „Peak“: „Das kann zum Beispiel eine Abkürzung sein für 'Das ist super oder das finde ich toll'“, sagt der Auszubildende im Metallhandwerk, der wie Robert bei Metallbau Burckhardt im niedersächsischen Isernhagen lernt. Sein Kollege Robert ergänzt: „Das ist der ‚Peak of Life‘ – der höchste Punkt des Lebens.“

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