Wie könnte eine Reform der Erbschaftsteuer Handwerksbetriebe treffen? Eine anonyme ZDH-Umfrage soll Daten für die politische Debatte liefern. So nehmen Sie teil.
Das Bundesverfassungsgericht verhandelt aktuell über die Erbschaftsteuer. Zugleich gibt es politische Überlegungen für eine Reform. Der Ausgang der Debatte dürfte auch für das Handwerk von großer Bedeutung sein: In vielen Betrieben steht in den kommenden Jahren die Übergabe an die nächste Generation an. Sollte sich die steuerliche Belastung bei der Übergabe spürbar erhöhen, könnte das laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zahlreiche Betriebe unmittelbar betreffen.
Deshalb führt der ZDH aktuell eine Betriebsumfrage zur Erbschaftsteuer durch, um sich ein realistisches Bild von Vermögensstruktur, Ertragslage und Nachfolgesituation im Handwerk zu machen. Die Teilnahme ist bis zum 8. Dezember 2026 unter folgendem Link möglich:
zdh-umfragen.de/erbschaftsteuer
Die Ergebnisse der Betriebsumfrage sollen anschließend vom Deutschen Handwerksinstitut (DHI) wissenschaftlich aufgearbeitet werden. „Nur mit belastbaren Daten können wir gegenüber Politik und Öffentlichkeit mit einer gestärkten Position auftreten“, teilt der ZDH mit.
Die Umfrage zur Erbschaftsteuer richtet sich an Betriebsinhaber oder geschäftsführende Personen. Laut ZDH dauert die Beantwortung etwa 15 bis 20 Minuten. Empfohlen wird die Teilnahme am PC, Laptop oder Tablet.
Um die Fragen beantworten zu können, benötigen Handwerkerinnen und Handwerker Unterlagen aus der Buchhaltung. Laut ZDH sind das:
Der Verband weist ausdrücklich darauf hin, dass Umfrageteilnehmer keine exakten Beträge nennen müssen – gefragt wird ausschließlich nach groben Wert- und Größenspannen.
Die Teilnahme ist anonym. Laut den Angaben zur Umfrage werden keine personenbezogenen oder unmittelbar identifizierbaren unternehmensbezogenen Daten erhoben. Eine Rückverfolgung einzelner Betriebe sei nicht möglich.
Die Ergebnisse sollen laut ZDH dazu diesen, die Folgen möglicher Erbschaftsteuerreformen auf Betriebe sachlich einzuschätzen und die Interessen des Handwerks in der politischen Debatte zu vertreten.

Wir filtern für Sie die wichtigsten Themen: Unser Newsletter bringt Klarheit – praxisnah und regelmäßig ins Postfach.