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Handwerker kämpft erfolgreich gegen falsche Google-Bewertungen

Ein paar gefälschte Ein-Stern-Rezensionen genügten, um die Google-Bewertung von Hannes Liebenow herunterzuziehen. So hat sich der Handwerker dagegen gewehrt.

3 Min.02.04.2025, 15:19 Uhr (Aktualisiert am 28.10.2026, 14:49 Uhr)
Von
Jörg Wiebking
Jörg Wiebking
Jörg Wiebking
Foto von Hannes Liebenow, der ein Smartphone hochhält.
„Vielleicht waren die Fake-Rezensionen ein Versuch, mich unter Druck zu setzen“, vermutet Hannes Liebenow. Jörg Wiebking

Zitiervorschlag

Handwerker kämpft erfolgreich gegen falsche Google-Bewertungen. In: /it/handwerker-kaempft-erfolgreich-gegen-falsche-google-bewertungen, 02.04.2025, /it/handwerker-kaempft-erfolgreich-gegen-falsche-google-bewertungen (abgerufen am: 05.11.2026)

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Jörg Wiebking
Jörg Wiebking

Freier Autor für Betriebsführung, Recht und Steuern & Finanzen

An einem Abend Anfang Februar piepte das Handy von Hannes Liebenow im Minutentakt: „Da kam plötzlich eine schlechte Google-Bewertung nach der anderen“, berichtet der Geschäftsführer der L&S Autowerkstatt in Oldenburg. Gute Google-Bewertungen sind für seinen Betrieb wichtig – und die hatte Liebenow bis dahin auch: 4,7 Sterne waren es bis zu diesem Abend.

Dann sank der Wert innerhalb weniger Minuten auf 4,4 Sterne. Der Grund: sechs neue Bewertungen mit jeweils nur einem von fünf Sternen. Dazu immer ein bis zwei Sätze wie „Leider sehr unzufrieden“, „Schlechter Service“ oder „Leider wenig Kompetenz in der Beratung ziehen ein über den Tisch. Hätte auch weniger als ein Stern gegeben wenn das möglich wäre“ (Rechtschreibfehler wurden übernommen). 

„Ich habe richtig Panik bekommen“, erinnert sich der Handwerker. „Ich ärgere mich schon über eine schlechte Bewertung und versuche, auf solche Kunden einzugehen.“ Das war diesmal nicht möglich. Denn anders als in früheren Fällen konnte Liebenow diese Bewertungen keinem Kunden in seiner Datenbank zuordnen.

Unseriöse Anbieter im Spiel? 

Liebenow hat eine Vermutung, wer dahintersteckt: „Ich erhalte regelmäßig Anrufe von irgendwelchen Firmen, die mir die Löschung schlechter Google-Bewertungen anbieten“, berichtet der Handwerker. Meistens habe er solche Anrufer schnell abgewimmelt, doch Anfang Februar sei er bei einem besonders hartnäckigen Anrufer „richtig sauer“ geworden und habe ihm die Meinung gesagt. Wenige Tage später habe er die schlechten Bewertungen erhalten – und kurz darauf den nächsten Anruf eines solchen Anbieters. 

„Vielleicht waren die Fake-Rezensionen ein Versuch, mich unter Druck zu setzen“, vermutet Liebenow. Diesem letzten Anrufer habe er mit einer Strafanzeige gedroht, berichtet der Handwerker. Auch die falschen Bewertungen hat er online mit einem Hinweis auf die Staatsanwaltschaft beantwortet. Seitdem habe es keine mit schlechten Fake-Bewertungen mehr gegeben. 

Google löscht Fake-Bewertungen 

Gleichzeitig meldete Liebenow die falschen Bewertungen bei Google und forderte deren Löschung. Rund vier Wochen musste sich der Unternehmer gedulden – dann löschte Google diese Bewertungen aus seinem Online-Profil und verschaffte ihm so wieder die 4,7 Sterne. 

Deutlich schneller reagierten einige von Liebenows Kunden: Als sie von dem Problem erfuhren, konterten sie auf Google mit ihren eigenen Erfahrungen. „Bin seit Jahren Kunde bei LuS, sehr netter Service, kompetent und auch mit durchdachten Lösungen. Preislich korrekt“, schreibt einer. Ein anderer kommentiert: „Ich habe meinen Anhänger kaputt gemacht, musste ihn in diese Werkstatt bringen und war anschließend sehr begeistert, weil sie ihn in kürzester Zeit repariert haben, sodass ich ihn für die Baustelle weiter nutzen konnte.“  

Insgesamt 18 neue Bewertungen mit viel Lob und jeweils fünf Sternen kamen so zusammen. Über die Solidarität seiner Kunden habe er sich „sehr gefreut“, sagt Liebenow. Und natürlich auch darüber, dass die Fake-Bewertungen dadurch schnell in den Hintergrund gerückt sind. 

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