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Befragung der DATEV

Immer mehr Betriebsaufgaben im Mittelstand

Die Zahl der Betriebsaufgaben im Mittelstand ist deutlich gestiegen, wie eine aktuelle Umfrage der Datev zeigt. Was sind die Gründe?

1 Min.13.02.2026, 16:27 Uhr
Von
Jörg Wiebking
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Die Zahl der geplanten Betriebsschließungen im Mittelstand ist um 56 Prozent gestiegen.
Die Zahl der geplanten Betriebsschließungen im Mittelstand ist um 56 Prozent gestiegen. Markus Bormann - stock.adobe.com

Zitiervorschlag

Immer mehr Betriebsaufgaben im Mittelstand. In: /betriebsfuehrung/immer-mehr-betriebsaufgaben-im-mittelstand, 13.02.2026, /betriebsfuehrung/immer-mehr-betriebsaufgaben-im-mittelstand (abgerufen am: 05.11.2026)

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Jörg Wiebking
Jörg Wiebking

Freier Autor für Betriebsführung, Recht und Steuern & Finanzen

Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland schließen. Zu diesem Schluss kommt das Softwarehaus Datev nach einer Befragung von über 500 Steuerkanzleien im Herbst 2025. Die Ergebnisse:

  • Die Quote der geplanten Betriebsaufgaben betrug 1,51 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 0,97 Prozent.
  • Ungeplante Geschäftsaufgaben betrafen 0,73 Prozent der Mandate (Vorjahr: 0,54 Prozent).

Oft haben die Inhaber nicht nur einen Grund, zu schließen:

  • Bei geplanten Aufgaben standen persönliche Gründe wie Krankheit, berufliche Neuorientierung oder Renteneintritt mit 55 Prozent an erster Stelle. 51 Prozent der Befragten nannten zudem fehlende Nachfolgelösungen, 43 Prozent mangelnde Rentabilität.
  • Bei ungeplanten Aufgaben nannten 68 Prozent Liquiditätsengpässe als Grund, gefolgt von mangelnder Rentabilität (54 Prozent) und persönlichen Gründen (53 Prozent).

Als weitere Ursachen nannten die Befragten häufig Fachkräftemangel, Marktveränderungen, rechtliche Vorgaben und Konkurrenzdruck.

„Der Mittelstand zieht sich zurück“, sagt Datev-CEO Robert Mayr. „Es ist keine Schockwelle, sondern ein schleichender Rückzug, getrieben von hohen Kosten, schwacher Nachfrage, erdrückender Bürokratie und dem Mangel an Nachfolgelösungen.“ Besonders besorgniserregend sei der Anstieg der geplanten Schließungen um 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so Mayr.

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