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Rente: So schätzen Selbstständige ihre Absicherung ein

Weniger als die Hälfte der Selbstständigen hält ihre Altersvorsorge für ausreichend, so das Ergebnis einer Umfrage. Doch es gibt einen Faktor, der das Sicherheitsgefühl erhöht.

2 Min.29.09.2025, 15:04 Uhr
Von
Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold
Verkauf des Betriebs: Sieben Prozent der Selbstständigen planen das laut einer Umfrage des ifo-Instituts als Teil der Altersvorsorge ein.
Verkauf des Betriebs: Sieben Prozent der Selbstständigen planen das laut einer Umfrage des ifo-Instituts als Teil der Altersvorsorge ein. jackson - stock.adobe.com

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Rente: So schätzen Selbstständige ihre Absicherung ein. In: /steuern-und-finanzen/rente-so-schaetzen-selbststaendige-ihre-absicherung-ein, 29.09.2025, /steuern-und-finanzen/rente-so-schaetzen-selbststaendige-ihre-absicherung-ein (abgerufen am: 05.11.2026)

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Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold

Redakteurin für Recht, Politik & Wirtschaft und Steuern & Finanzen

Eine Rentenversicherungspflicht, die alle Selbstständigen zur Altersvorsorge verpflichtet, gibt es bislang nicht. Die neue Bundesregierung hat sich vorgenommen, das Thema in dieser Legislaturperiode anzugehen. Laut Koalitionsvertrag will Schwarz-Rot, „Selbstständige besser fürs Alter absichern“. Wie das gelingen soll, steht ebenfalls in dem Papier. So sollen „alle neuen Selbstständigen, die keinem obligatorischen Alterssicherungssystem zugeordnet sind, gründerfreundlich in die gesetzliche Rentenversicherung“ einbezogen werden.

Umfrage unter Kleinunternehmern und Solo-Selbstständigen

Doch wie genau sorgen Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige aktuell für das Alter vor und wie gut schätzen sie ihre Absicherung ein? Das Münchener ifo-Institut hat dazu knapp 900 Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer mit weniger als neun Mitarbeitenden befragt. Demnach sind sich viele Selbstständige nicht sicher, ob ihre Altersvorsorge den aktuellen Lebensstandard im Ruhestand sichert: Mit 46 Prozent schätzt weniger als die Hälfte der Kleinstunternehmenden und Solo-Selbstständigen ihre Vorsorge als ausreichend ein.

Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Befragten geht davon aus, dass die eigene Altersvorsorge nicht reicht. Weitere 22 Prozent sind unsicher. „Die Antworten unterstreichen die Bedeutung einer gezielten Altersvorsorgestrategie bei Selbstständigen, auch wenn viele Selbstständige umfangreich und eigenverantwortlich vorsorgen“, sagt Katrin Demmelhuber vom ifo-Institut.

Wie Selbstständige für das Alter vorsorgen

Allerdings zeigt die Umfrage auch, dass Selbstständige in vielen Fällen breit und intensiv vorsorgen: So verfügen 97 Prozent der Befragten über mindestens eine Vorsorgeoption. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) kombinieren sogar mehrere Modelle.

Selbstständige haben in Deutschland grundsätzlich verschiedene Optionen zur Altersvorsorge. Laut ifo-Institut nutzen zwei Drittel der Kleinunternehmenden und Solo-Selbstständigen kapitalbasierte Vorsorgeformen wie Investmentfonds oder Wertpapiere. Mehr als die Hälfte der Befragten setzt auf versicherungsbasierte Lösungen – zum Beispiel private Renten- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen. Zudem hat knapp die Hälfte der Selbstständigen Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung, weil sie früher pflichtversichert waren.

Es gibt aber auch Selbstständige, die aktuell noch Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung erwerben – sechs Prozent der Befragten sind freiwillig versichert und 12 Prozent pflichtversichert. Auch den Verkauf des Betriebs planen einige (sieben Prozent) als Teil der Altersvorsorge ein – allerdings gibt es hier deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Unter denjenigen, die den Verkauf als Teil der Versorge sehen, sind 88 Prozent Männer und elf Prozent Frauen. Der Frauenanteil bei der Umfrage lag nach Angaben des ifo-Instituts allerdings bei 24,3 Prozent.

Überhaupt keine Altersvorsorgeoption nutzen etwa drei Prozent, so ein weiteres Umfrage-Ergebnis.

Wer mehr als eine Vorsorgeoption nutzt, fühlt sich sicherer

Laut den Forschern des ifo-Instituts weisen die Umfrageergebnisse auf einen klaren Zusammenhang zwischen der Vielfalt der Vorsorgeoptionen und der wahrgenommenen finanziellen Sicherheit hin. „Selbstständige, die mehrere Vorsorgeformen kombinieren, fühlen sich häufiger ausreichend abgesichert“, erläutert Demmelhuber.

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