Im September werden wichtige politische Weichen gestellt. Diese Forderungen stellt das Handwerk an die Politik und fordert zum Wählen auf.
Der September steht im Zeichen von Wahlen und damit vor politischen Entscheidungen, die auch das Handwerk betreffen werden. Den Auftakt macht Sachsen-Anhalt: Am 6. September 2026 wird in dem Bundesland ein neuer Landtag gewählt. Zwei Wochen später, am 20. September, wählen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ihren neuen Landtag.
Auch auf kommunaler Ebene werden die Bürger an die Wahlurne gebeten: In Niedersachsen findet am 13. September die Kommunalwahl statt. Und in Berlin steht am 20. September die Wahl zum neuen Abgeordnetenhaus an.
Die Wirtschaftskammern Sachsen-Anhalts rufen Unternehmerinnen und Unternehmer, ihre Beschäftigten und alle Wahlberechtigten dazu auf, bei der Landtagswahl am 6. September von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Sachsen-Anhalt braucht gute Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum, Investitionen, Ausbildung, Beschäftigung und unternehmerisches Engagement. Wir stehen vor einer richtungsweisenden Wahl. Bitte, nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr und gehen Sie wählen“, erklären die vier Präsidenten Andreas Dieckmann (Handwerkskammer Magdeburg), Thomas Keindorf (Handwerkskammer Halle), Klaus Olbricht (IHK Magdeburg) und Sascha Gläßer (IHK Halle-Dessau).
Bereits im Frühjahr hatte der Handwerkstag in Sachsen-Anhalt die Wahlprüfsteine des Handwerks veröffentlicht. In vier Themenbereichen sehen die Handwerkskammern besonderen politischen Handlungsbedarf: Fachkräfte, Kostenbelastung, Infrastruktur und Verwaltungshandeln
Dazu steht Folgendes in den Wahlprüfsteinen:
Das Handwerk hat zentrale Fragen aus den Wahlprüfsteinen an die Parteien geschickt, die in Sachsen-Anhalt zur Wahl antreten. Hier auf der Website der Handwerkskammer Magdeburg finden Sie die Antworten auf folgende Fragen:
“Populismus sucht sich einen Schuldigen für jedes Problem und tut dann so, als seien damit die Probleme gelöst. Das sind sie aber nicht. Große Sorgen bereitet mir, dass die zunehmende Unzufriedenheit in der Gesellschaft diesen Trend offenkundig eher noch verstärkt.”

Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt ist in seiner heißen Phase. Im Zuge dessen sieht Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) eine „generelle Gefahr im Populismus“. „Populismus sucht sich einen Schuldigen für jedes Problem und tut dann so, als seien damit die Probleme gelöst. Das sind sie aber nicht. Große Sorgen bereitet mir, dass die zunehmende Unzufriedenheit in der Gesellschaft diesen Trend offenkundig eher noch verstärkt“, sagte er gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
Gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich laut Dittrich auch im Handwerk wider. Daher schließe er nicht aus, dass es auch im Handwerk Wähler populistischer Parteien gibt. Eine mögliche Begründung für die Unzufriedenheit in Deutschland hat der Handwerkspräsident auch: „Im Handwerk gibt es ein feines Gespür für Leistungsgerechtigkeit, und viele haben den Eindruck, dass davon etwas abhandengekommen ist.“

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