Logo handwerk.com
Logo handwerk.com
MediadatenÜber handwerk.com Unser TeamNewsletterKontakt
Logo
ImpressumDatenschutzAGB
Fachkräfte

Und nach der Schule? Ein Jahr ins Handwerk!

Mehr Azubis fürs Handwerk: Ein Freiwilliges Handwerksjahr gibt Schülern und Studienzweiflern die Möglichkeit, bis zu vier Berufe kennenzulernen – und so einen Ausbildungsplatz zu finden.

2 Min.22.08.2024, 11:18 Uhr
Von
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Eine junge Frau mit blonden kurzen Haaren und einem gelben Oberteil, sieht zu wie ein Handwerker zwei Holzelemente eines Tisches verbindet.
Wer einen Beruf im Praktikum kennenlernen kann, muss bei der Wahl des Ausbildungsplatzes nicht raten. Monkey Business - stock.adobe.com

Zitiervorschlag

Und nach der Schule? Ein Jahr ins Handwerk!. In: /politik-und-wirtschaft/und-nach-der-schule-ein-jahr-ins-handwerk, 22.08.2024, /politik-und-wirtschaft/und-nach-der-schule-ein-jahr-ins-handwerk (abgerufen am: 05.11.2026)

Infos zum Zitiervorschlag

Hinweis: Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie handwerk.com als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Fügen Sie handwerk.com hier als bevorzugte Quelle hinzu.

Anzeige

Auf einen Blick

Frische Idee, um Azubis ins Handwerk zu locken: Seit Juli organisiert die Handwerkskammer Lübeck das Freiwillige Handwerksjahr.

Die Praktikanten können bis zu vier dreimonatige Praktika in unterschiedlichen Betrieben absolvieren. Die Organisation übernimmt die Handwerkskammer, die Betriebe zahlen den Jugendlichen eine Aufwandsentschädigung.

Auch anderswo locken Prämien: Schon seit 2020 gibt es beispielsweise in Sachsen-Anhalt eine Praktikumsprämie für Schüler. Und was machen andere Bundesländer?

Relevante Themen

BildungFörderungenGesellschaft
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Katharina Wolf
Katharina Wolf

Freie Autorin für Betriebsführung und Politik & Wirtschaft

Das Ausbildungsjahr hat begonnen und noch immer sind zahlreiche Ausbildungsplätze im Handwerk offen. Ein Grund: Viele Jugendliche haben in der Schulzeit wenig Kontakt zum Handwerk und kennen nur wenige der mehr als 130 Ausbildungsberufe.

Doch wie lässt sich dieses Problem angehen? Eine Idee kommt jetzt aus der Handwerkskammer Lübeck: das Freiwillige Handwerksjahr (FHJ). Angelehnt an das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr gibt es Jugendlichen die Möglichkeit, in bis zu vier verschiedenen Betrieben dreimonatige Praktika zu absolvieren und dabei – im besten Fall – den künftigen Beruf oder sogar schon den Ausbildungsbetrieb kennenzulernen. Die Handwerkskammer fungiert dabei als „Jobbörse“, berät die Jugendlichen und vermittelt sie an interessierte Betriebe im Kammerbezirk. 450 Euro monatlich erhalten die Praktikanten als „Aufwandsentschädigung“ von den Betrieben.

Die ersten FHJler starten im September

„Die Resonanz ist groß“, sagt Andrea Scheffler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des im Juli gestarteten Projekts. „Mehr als 100 Betriebe haben sich gemeldet und wir hatten schon 60 Jugendliche in der Erstberatung.“ Im September starten die ersten FHJler ins Praktikum.

Die Vorteile für die Betriebe seien zahlreich, meint Scheffler: Die Handwerkskammer kümmert sich um die Werbung für das FHJ, stellt den Kontakt zu den Betrieben her, vermittelt Kennenlerntermine und unterstützt beim Onboarding oder der Gestaltung des Praktikums.

Einen großen Vorteil sieht die HWK Lübeck auch mit Blick auf Ausbildungsabbrüche: Die Praktika vermittelten Schulabsolventen oder Studienabbrechern einen realistischen Blick auf den Beruf. „Statt blind zu raten, welcher Beruf der richtige sein könnte, können sich Jugendliche und Studienzweifler während des FHJ ausprobieren“, heißt es auf der Homepage. Finanzielle Unterstützung für das Projekt kommt vom Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung (SHIBB).

[Tipp: Weitere Tipps zur Azubi-Gewinnung für Ihren Betrieb liefert der kostenlose handwerk.com-Newsletter: Jetzt anmelden!]

Sachsen-Anhalt: Erfolg mit der Ferien-Praktikumsprämie

Doch nicht nur Schulabsolventen, sondern auch Schülerinnen und Schüler sollen über ein Praktikum ins Handwerk gelockt werden. So bietet beispielsweise Sachsen-Anhalt bereits seit 2020 Schülern 120 Euro Prämie, wenn sie in den Ferien ein Praktikum von mindestens einer Woche Dauer absolvieren. Mit Erfolg: Seit Mitte 2020 bis Mitte 2024 hätten rund 2.500 Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt die Praktikumsprämie erhalten. Ein Drittel habe anschließend eine Ausbildung im Handwerk begonnen, heißt es in einem Faktencheck der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN), wo man sich ebenfalls eine solche Prämie wünscht. Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein haben sie jüngst eingeführt, in Brandenburg wird sie diskutiert.

Die Kosten seien überschaubar, betont die LHN. Lege man die Zahlen aus Sachsen-Anhalt zugrunde und rechne sie auf Niedersachsen hoch, ergebe dies jährlich 276.000 Euro Förderung. „Für alle Schülerinnen und Schüler ist das freiwillige Schnuppern in der Praxis von unschätzbarem Wert.“

Tipp: Sie wollen alle wichtigen Meldungen zum Thema Azubi-Gewinnung erhalten? Dann abonnieren Sie den handwerk.com-Newsletter. Jetzt anmelden!

Empfohlene Artikel

Anna Hüllner, hier mit Holger Jentz dem Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bundesverband Farbe zu sehen, ist 2025 Vize-Europameisterin der Maler und Lackierer geworden.
Wettbewerb für den Nachwuchs

EuroSkills 2027: Design für die offiziellen Medaillen gesucht

EuroSkills-Medaillen aus Gold, Silber und Bronze mit dem eigenen Entwurf versehen und 1.000 Euro gewinnen. Wer mitmachen kann und welche Voraussetzungen gelten.

Bildung
Laufsteg mit Models. Eine von ihnen im Ballettkostüm.
Maßschneider-Nachwuchs in Hannover

Mit Herz, Handarbeit und großen Träumen auf den Laufsteg

Drachenrücken, Corsagen und Lampenfieber: Beim Bundeskongress begeistert der Maßschneider-Nachwuchs aus Hannover. Ein Blick hinter die Kulissen.

Gesellschaft
Ein Stapel mit Bierdeckel liegt auf einer Oberfläche - im Hintergrund Bier mit einer Schaumkrone - auf einem Bierdeckel steht "Bierdeckel-Kalkulation".
Bierdeckelkalkulation

Webinar: Mit drei Zahlen unrentable Aufträge erkennen

Welche Aufträge lohnen sich wirklich? Das kostenlose Webinar zur Bierdeckelkalkulation zeigt, mit welchen drei Kennzahlen Betriebe rentabler kalkulieren. Jetzt anmelden!

Management