Die Tarifpartner im Dachdeckerhandwerk haben sich auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Was die Einigung im Detail vorsieht und warum das Ergebnis bislang nur vorläufig ist.
Die Tarifverhandlungen im Dachdeckerhandwerk sind beendet: In der dritten Verhandlungsrunde erzielten die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) eine Einigung.
Diese sieht laut Gewerkschaft für die rund 100.000 Dachdecker in Deutschland Folgendes vor:
Was bedeutet das konkret für Beschäftigte? Der Gesellenlohn steigt über die gesamte Laufzeit von jetzt 21,12 Euro auf 23,28 Euro pro Stunde, sagt die IG Bau.
Die Gewerkschaft teilt zudem mit, dass die Ausbildungsvergütungen in ähnlicher Weise stufenweise angehoben werden, wie die Löhne und Gehälter: Demnach bekommen Nachwuchskräfte ab 1. Oktober 2026 im ersten Lehrjahr 1.050 Euro, im zweiten 1.200 Euro und im dritten 1.460 Euro.
Die Einigung sehe außerdem vor, dass das 13. Monatseinkommen der Dachdecker angehoben wird. So wurde für Beschäftigte im Westen eine Sonderzahlung um 8 Stundenlöhne vereinbart – bislang sind es dort 81. Für Beschäftigte im Osten soll das 13. Monatseinkommen um 18 Stundenlöhne angehoben werden – bislang sind es 71. Laut IG Bau bedeutet das, dass künftig bundesweit einheitlich 89 Stundenlöhne extra gezahlt werden.
Bislang ist das Tarifergebnis nur vorläufig, wie IG Bau und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerk übereinstimmend mitteilen. Schließlich haben die jeweils zuständigen Gremien der Tarifvertragsparteien bis zum 26. November Zeit, das Ergebnis anzunehmen oder abzulehnen.
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