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Lieblingsprojekt: Neue Lackierung für historischen Rennwagen

Mit dem BMW M1 Procar durfte Fahrzeuglackierermeisterin Elena Pape ein seltenes Rennauto Instandsetzen. Hier berichtet die Handwerkerin von dem Projekt und was es ihr bedeutet.

2 Min.07.05.2026, 10:14 Uhr (Aktualisiert am 13.05.2026, 12:59 Uhr)
Von
Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold
BMW M1 Procar von der Seite
Seltenes Rennauto: Der BMW M1 Procar  in der Werkstatt von Fahrzeuglackierermeisterin Elena Pape. Feinschliff

Zitiervorschlag

Lieblingsprojekt: Neue Lackierung für historischen Rennwagen. In: /gewerke/lieblingsprojekt-neue-lackierung-fuer-historischen-rennwagen, 07.05.2026, /gewerke/lieblingsprojekt-neue-lackierung-fuer-historischen-rennwagen (abgerufen am: 04.11.2026)

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Anna-Maja Leupold
Anna-Maja Leupold

Redakteurin für Recht, Politik & Wirtschaft und Steuern & Finanzen

Der BMW M1 Procar gilt unter Motorsportfans als Ikone des Rennsports: Fahrzeuglackierermeisterin Elena Pape durfte ein solches Fahrzeug nach einer Kollision bei einem Oldtimer-Rennen wieder Instandsetzen. „Das war etwas ganz Besonders für mich“, sagt die Unternehmerin, die die Lackiererei Feinschliff in Uslar führt. „Das große, flache Auto sticht auch heute noch unter den Rennfahrzeugen hervor.“

Was das Besondere am BMW M1 Procar ist

Pape hätte nicht gedacht, dass sie mal an so einem Auto arbeiten darf. „Der BMW M1 Procar ist ganz seltenes Rennauto, das Ende 1970er bis Anfang der 1980er Jahre gebaut wurde“, berichtet die Handwerkerin. Von dem Modell gebe es rund 460 Stück und der Preis pro Fahrzeug liege etwa zwischen 400.000 und 500.000 Euro.

„Es ist eine ganz schöne Verantwortung ein solches Fahrzeug in der Werkstatt zu haben. Deshalb hatte ich Respekt vor dieser Arbeit“, sagt Pape.

Eine neue Fahrzeugfront für den Rennwagen

Insgesamt drei Wochen war der BMW M1 Procar bei ihr in der Werkstatt und die Arbeiten hat die Unternehmerin alle selbst durchgeführt: „Ich habe eine neue Fahrzeugfront aus Glasfaserkunststoff eingesetzt, laminiert, gespachtelt und anschließend weiß lackiert“, berichtet die Fahrzeuglackierermeisterin. Außerdem habe sie den neu eingebauten Stoßfänger lackiert und sich bei dem Fahrzeug um die Radlaufverbreiterung gekümmert.

Als Betriebsinhaberin steht Pape nach wie vor gerne in der Werkstatt: Sie kümmert sich dann um Oldtimer und Motorsportprojekte wie zum Beispiel den alten BMW. „Da arbeitet man mit ganz anderen Materialen und die Arbeitsschritte sind anders als bei Unfallschäden an normalen Pkws“, erläutert die Handwerkerin. Damit meint sie vor allem Glasfaserkunststoff (GFK). Das ist ein Material, was besonders leicht ist und bei Rennautos wie dem BMW anstelle von Blech verwendet wird: „Man kann damit alles formen und modellieren, das gefällt mir.“

BMW M1 Procar von vorne
BMW M1 Procar nach Kollision bei einem Oldtimer-Rennen
BMW M1 Procar in Folie
Lancia Delta HF
Wieder Instand gesetzt: Hier wird der BMW M1 Procar wieder in Uslar abgeholt. Feinschliff

Und wie funktioniert das? Bei Glasfaserkunststoff handle es sich um Matten, so Pape. Diese müssten zunächst getränkt werden und könnten dann modelliert werden. Sobald das Material ausgehärtet ist, geht die Arbeit weiter: „In der Regel wird GFK dann durch Schleifen in Form gebracht“, erläutert sie. Wenn es schlecht laufe und das Material nach der Aushärtung nicht richtig sitzt, müsse der Glasfaserkunststoff wieder entfernt werden. „Das ist mir aber zum Glück noch nicht passiert“, sagt die Meisterin.

Projekt bringt weiteren Neukunden mit exquisitem Rennwagen

Den BMW M1 Procar konnte Pape nach drei Wochen wieder an den Kunden übergeben: „Er fährt jetzt wieder Oldtimer-Rennen.“ Die Unternehmerin ist immer noch dankbar, dass sie ein solches Fahrzeug wieder Instandsetzen durfte. „Das war eine große Chance für uns“, sagt sie im Rückblick. „Durch dieses Projekt konnten wir noch einen Kunden mit einem exquisiten Rennwagen für unseren Betrieb gewinnen. Kunden, die solche Autos haben, gibt es nicht an jeder Straßenecke.“

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