Unsichtbare Möbelverbinder, schnelle Montage, hochwertige Optik: Warum Tischler auf Clamex P von Lamello setzen und wo das System an seine Grenzen stößt.
Fabian Dietz setzt auf das Clamex P-System des Herstellers Lamello. Die unauffällige Optik des Verbinders habe ihn überzeugt. „Die Verbinder verschwinden komplett im Bauteil und es bleibt lediglich eine Sechs-Millimeter-Bohrung, um dann den Beschlag mit dem Inbusschlüssel verriegeln zu können“, erläutert der Tischlermeister und Geschäftsführer des Betriebs Pura - Die Tischler aus Föhren. Es gebe zum Beispiel auch andere Schrankverbinder, die groß im Durchmesser und dadurch auffällig seien. „Wenn ich dann noch eine Abdeckkappe darauf stecke, sieht es schnell nach Massenware in herkömmlichen Möbelhäusern aus“, so Dietz. Die Schreinerei fokussiert sich neben dem Innenausbau und Möbelbau auf die Treppenrenovierung.

Bei nahezu allen Möbelverbindern wird eine Verbinderhälfte in die Seite und die andere Hälfte in den Deckel/Boden eingelassen. „Bei dem P-System sehe ich allerdings außer dem Sechs-Millimeter-Loch jedoch nichts, bei anderen Herstellern schon“, so Dietz. Darüber hinaus spiele die schnelle Lösbarkeit des Verbinders für den Tischlermeister eine zentrale Rolle. Seit mehr als zehn Jahren setzen Dietz und sein Team auf den Verbinder. „Vorher haben wir oft mit Leim und Dübeln gearbeitet“, sagt er. Der Tischlermeister empfiehlt jedoch, zusätzlich zum P-System Dübel einzusetzen, um mehr Stabilität zu erreichen. „Wenn man den Verbinder nur klemmt, lässt er sich zum Teil verschieben“, betont Dietz.
Die Vorteile des Verbinders scheinen zu überwiegen. Dennoch sind die Grenzen des Produkts nicht von der Hand zu weisen. Der Hersteller selbst weist auf die Präzision bei der Bearbeitung hin und dass der Verbinder nur in einer formschlüssigen Nut sitzt. Auch für Dietz zeigen sich bei der Anwendung die Grenzen des P-Systems.„Bei ungewöhnlichen Winkel- und Gehrungsverbindungen wird es schwieriger“, sagt Dietz. Die P-System-Nut kann laut Hersteller entweder mit der Zeta P2 Nutfräsmaschine oder auf einem CNC-Bearbeitungszentrum hergestellt werden. „Wenn ich keine CNC-Fräse habe, muss ich diese Spezialfräse nutzen, da ich sonst das System nicht nutzen kann“, so Dietz.
Im Vergleich zu einer CNC sei die Spezialfräse für die Verbinder allerdings preisgünstig. Für die tägliche Arbeit wie die Treppenrenovierung nutze der Betrieb allerdings noch weitere Verbinder, um flexibel zu bleiben.

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