Verschlafen kleine Betriebe die Digitalisierung?
Eine aktuelle Studie zeigt: Digitalisierung im Handwerk ist oft Sache der größeren Unternehmen. Dabei können auch die kleinen profitieren.
Fast 80 Prozent der Betrieb im Handwerk sind Kleinstunternehmen – und gerade sie sind bei der Digitalisierung besonders schlecht aufgestellt. Wie eine aktuelle Umfrage des Software-Anbieters Hero und Statista unter 300 Betrieben ergab, haben in den letzten fünf Jahren 100 Prozent der großen Betriebe (mehr als 50 Mitarbeitende) in Digitalisierung investiert. Bei Kleinstbetrieben mit zwei bis fünf Mitarbeitenden sind es dagegen nur 16 Prozent. Von den kleinen Betrieben mit sechs bis zehn Mitarbeitenden sind es 57 Prozent.
Gleichzeitig sind die „analogen Betriebe“ nicht unbedingt zufrieden: 41 Prozent berichten in der Befragung von Fehlern durch manuelle Abläufe, ein Viertel kämpft mit besonders zeitaufwendiger Verwaltung und 12 Prozent der Befragten verlieren regelmäßig den Überblick über laufende Projekte.
Im Gegensatz dazu profitieren Betriebe, die Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen. So verzeichneten alle befragten Betrieb Umsatzwachstum. Zudem konnten sie Zeit in der Verwaltung und Organisation einsparen: Je nach Aufgabe bei zehn bis 20 Stunden pro Woche, in einzelnen Bereichen wie der Angebotserstellung berichten Betriebe sogar von mehr als 20 Stunden Zeitgewinn. Passend dazu sahen 90 Prozent der Betriebe ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis ihrer Investitionen.
Zu hohe Kosten hingegen befürchten diejenigen, die nicht investierten: 51 Prozent gaben dies als Hindernis an. 70 Prozent nannten hingegen als Grund, ihnen fehle es an Fachkräften mit digitalem Know-how.
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