Bäckerhandwerk

Katarina Barley ist Brotbotschafterin 2026

Die Europaabgeordnete Katarina Barley will das Bäckerhandwerk in Europa stärker vertreten und die deutsche Brotkultur sichtbarer machen.

2 Min.20.05.2026, 11:34 Uhr
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Katarina Barley ist die offizielle Brotbotschafterin 2026
Katarina Barley wurde am Tag des Deutschen Brotes zur Brotbotschafterin für das Deutsche Bäckerhandwerk 2026 ernannt. Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks
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Am Tag des Deutschen Brotes Anfang Mai ist die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, zur Brotbotschafterin 2026 ernannt worden. Unter großem Applaus nahm die SPD-Politikerin das Ehrenamt des Deutschen Bäckerhandwerks an. In ihrer Antrittsrede betonte sie die besondere Bedeutung des Deutschen Bäckerhandwerks – und kündigte an, deren Anliegen künftig auch in Brüssel stärker einbringen zu wollen.

„Ich möchte dazu beitragen, dass das Bäckerhandwerk auch in Europa mit seinen Forderungen gehört wird“, sagte Barley. Bäckereien wolle sie immer wieder zum Thema machen und ihre Interessen vertreten.

Bäckerhandwerk in Europa sichtbarer machen

Für Barley ist das Bäckerhandwerk ein wichtiger Teil deutscher Kultur. Die Vielfalt und Qualität der Brotspezialitäten seien weltweit einzigartig. „In der ganzen Welt spricht man vom deutschen Brot“, sagte sie im Interview mit dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Als Beispiel nannte sie einen Marktstand direkt vor dem Europäischen Parlament in Brüssel, an dem deutsches Brot besonders gefragt sei.

In ihrem neuen Amt als Brotbotschafterin will Barley auf diesen guten Ruf aufbauen. Gleichzeitig möchte sie den Austausch mit Bäckerinnen und Bäckern suchen, um ihre Anliegen in die europäische Politik zu tragen.

Zu den Themen, die viele Betriebe bewegen, gehörten etwa Bürokratie, Energiepreise und Planungssicherheit. Das Bäckerhandwerk gilt als energieintensive Branche. Deshalb seien stabile und bezahlbare Energiepreise besonders wichtig.

Die Europäische Union arbeite derzeit daran, den Energiebinnenmarkt weiter auszubauen, erklärte Barley. Die Idee: Die unterschiedlichen Energiequellen der Mitgliedstaaten besser miteinander verbinden. So könnten Schwankungen ausgeglichen und Preise langfristig gesenkt werden.

Ich möchte dafür werben, dieses so wichtige Handwerk zu erlernen.

Brotbotschafterin Katarina Barley

Regionales Anliegen

Auch die Zukunft inhabergeführter Bäckereien liege ihr am Herzen. Viele Betriebe finden keine Nachfolge und müssen schließen. „Ich möchte dafür werben, dieses so wichtige Handwerk zu erlernen“, betont Barley.

Zugleich ruft sie Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, bewusst beim regionalen Handwerksbäcker einzukaufen. Regionale Wirtschaftskreisläufe stärkten nicht nur Betriebe, sondern auch Arbeitsplätze und Ausbildung vor Ort. Zudem bleibe so ein Stück Alltagskultur erhalten. Denn mit jeder geschlossenen Dorfbäckerei verschwindet auch ein Treffpunkt des lokalen Lebens.

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