Brauchen Handwerker derzeit Auftragsportale wie Myhammer, Blauarbeit oder Homify? 7 Tipps verraten, ob sich der Einstieg lohnt – und bei wem.
Was sind die Chancen und Risiken der Nutzung solcher Online-Auftragsportale? Sascha Krummeich, Leiter der Fachgruppe Marketing und Vertrieb beim KMU-Beraterverband hat selbst ein Portal mitaufgebaut und weiß Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Einstieg in Auftragsportale.
„Grundlage für jeden, der sich im Internet um Aufträge bemüht, ist eine aktuelle und mobil optimierte Website“, sagt der Experte. Sie sei für jeden Betrieb der „virtuelle Vertriebler“, der Aufträge generieren kann, einen guten Ruf aufbauen kann und etwas für die Positionierung in den Suchmaschinen tut.
Ob sich für einen Betrieb die Nutzung eines Online-Auftragsportals lohnt, hängt laut Krummeich weniger von Faktoren als von der Größe des Betriebs ab oder den Jahren, seitdem der Betrieb besteht. Handwerksbetriebe sollten folgende Aspekte beachten, bevor Sie sich registrieren:
„Jeder Betrieb sollte anhand seines Auftragsbestands sehen können, ob und wann sich in der Planung Auftragslücken ergeben“, sagt Sascha Krummeich. Er rät dazu, sich regelmäßig einen Überblick zu verschaffen und langfristig zu planen.
Wer sich mit Online-Auftragsportalen beschäftigt, findet eine breite Angebotspalette – von der kleinen Anzeige bis hin zur großen Auftragsbeschreibung. „Überlegen Sie sich genau, was und wen Sie erreichen wollen“, sagt Sascha Krummeich. Folgende Auswahlkriterien empfiehlt er:
Bei der Vielfalt der Online-Auftragsportale fällt es Neulingen nicht leicht, die Seriosität der Angebote zu bewerten. Um vorab ein Gefühl zu bekommen, wie etabliert und renommiert ein Portalbetreiber ist, könnten Betriebe auf Anraten von Sascha Krummeich so vorgehen:
Handwerksbetriebe, die sich für die Nutzung von Online-Auftragsportalen entscheiden, haben laut Marketing-Experte Sascha Krummeich folgende Chancen:
Folgende Risiken sind laut KMU-Berater Sascha Krummeich möglich:
Sascha Krummeich empfiehlt, vor der Nutzung auch über eine Strategie nachzudenken, wie Betriebe Portale gewinnbringend nutzen wollen. „Hinter jedem Portal steckt ein anderer Such-Algorithmus“, sagt er.
Beispiel: In manchen Online-Auftragsportalen würden unter den Suchbegriffen zuerst Betriebe angezeigt, die die meisten/besten Bewertungen haben. In anderen Portalen stehen Handwerker oben, die zuletzt einen Auftrag erledigt haben. „Diese Algorithmen sind schnell nachzuvollziehen“, betont er. Sein Tipp: „Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre Angebote weit nach vorn bringen können.“
Manchmal sei es sinnvoll, nur das Angebot zu aktualisieren und abzuspeichern und schon rücke man wieder auf einen der oberen Suchplätze. Wer nur auf den hinteren Seiten der Suchergebnisse zu finden sei, bekomme in der Regel weniger Aufträge, sagt Krummeich.
Tipp: Sie wollen mehr zum Thema Marketing & Werbung erfahren? Mit dem handwerk.com-Newsletter versorgen wir Sie regelmäßig mit interessanten Infos. Hier geht es zur Anmeldung!

