Logo handwerk.com
Logo handwerk.com
Logo
MediadatenÜber handwerk.com Unser TeamNewsletterKontakt
ImpressumDatenschutzAGB
Urteil

Parkplatzunfall: Wer im Weg steht, trägt Teilschuld

Auch auf Parkplätzen müssen Autofahrer Rücksicht nehmen. Wer Durchfahrten zuparkt, kann nicht mit einer vollen Erstattung von Unfallschäden rechnen.

1 Min.24.03.2026, 09:47 Uhr
Von
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Katharina Wolf
Auf einem vollen Parkplatz kommt es leicht zu Rangierunfällen.
Auf einem vollen Parkplatz kommt es leicht zu Rangierunfällen. Animaflora PicsStock - stock.adobe.com

Zitiervorschlag

Parkplatzunfall: Wer im Weg steht, trägt Teilschuld. In: /recht/parkplatzunfall-wer-im-weg-steht-traegt-teilschuld, 24.03.2026, /recht/parkplatzunfall-wer-im-weg-steht-traegt-teilschuld (abgerufen am: 04.11.2026)

Infos zum Zitiervorschlag

Hinweis: Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie handwerk.com als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Fügen Sie handwerk.com hier als bevorzugte Quelle hinzu.

Anzeige

Relevante Themen

Fuhrpark
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Katharina Wolf
Katharina Wolf

Freie Autorin für Betriebsführung und Politik & Wirtschaft

Der Fall: Eine Autofahrerin stellte ihren Wagen auf dem Parkplatz eines Schwimmbads so ab, dass er die Durchfahrt zur nächsten Parkreihe blockierte. Bei Rangieren streifte dann ein anderer Wagen ihr Auto. Die Versicherung des Unfallverursachers weigerte sich, den kompletten Schaden in Höhe von fast 6.300 Euro zu bezahlen. Die Frau trage eine Mitschuld am Unfall, argumentierte der Versicherer. Deshalb zahlte sie nur gut 4.100 Euro.

Die Autofahrerin klagte. Sie habe ordnungsgemäß geparkt, da auf dem Parkplatz keinerlei Linien existierten und man daher auf dem gesamten Gelände habe parken dürfen.

Das Urteil: Das Amtsgericht München gab der Frau nur teilweise Recht. Sie habe an einer Stelle geparkt, die für die Durchfahrt vorgesehen sei und so den Verkehr behindert. Die Parkreihen seien durch einen mittleren Grünstreifen markiert. Ein aufmerksamer Fahrer habe erkennen können, dass die nicht bepflanzten Flächen als Durchfahrt gedacht seien. Weitere Markierungen seien nicht erforderlich.

Das falsch abgestellte Auto habe eine Sackgasse verursacht, andere Autofahrer hätten daher 30 Meter rückwärtsfahren müssen. Wer am Verkehr teilnehme, habe sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Daher trage die Autofahrerin 20 Prozent der Schuld und somit auch der Kosten. (Urteil vom 12. Februar 2026, Az. 344 C 8946/25)

Empfohlene Artikel

Ein Zapfhahn liegt auf mehreren Euro-Scheinen
Tankrabatt-Monitor

Tankrabatt: Wie viel kommt bei den Kunden an?

Um 17 Cent pro Liter Kraftstoff soll die erneute Senkung der Mineralölsteuer Autofahrer entlasten. Ob das funktioniert, zeigt ein neuer Tankstellen-Monitor des DIW Berlin.

Fuhrpark
VW ID.Buzz Cargo
Rückblick IAA Transportation 2026

Diese neuen E-Transporter sollten Handwerker kennen

Neue E-Transporter, mehr Reichweite und kürzere Ladezeiten: Auf der IAA Transportation 2026 präsentierten die Hersteller zahlreiche Neuheiten für Handwerksbetriebe.

Fuhrpark
Eingang zur IAA Transportation
IAA Transportation 2026

Das sind die IAA-Highlights für Handwerker

Neue Elektrotransporter, flexible Kastenwagen, Pick-ups und mobile Werkstätten: Auf der IAA Transportation 2026 zeigen die Hersteller, was Handwerksbetriebe künftig erwarten können.

Messen