Die Fehlerquote von Künstlicher Intelligenz ist stark gestiegen. Woran liegt das – und wie können Nutzer die Zuverlässigkeit verbessern? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Eine Studie von Newsguard zeigt, dass große KI-Modelle zunehmend mehr Falschbehauptungen verbreiten. Newsguard bewertet die Glaubwürdigkeit von Nachrichtenseiten. Die Studie untersuchte die Antworten von zehn führenden KI-Modellen zu aktuell kontroversen und durch Desinformation beeinflussten Themen. In 35 Prozent der Fälle gaben die Chatbots falsche Informationen wieder. Im August 2024 lag dieser Anteil noch bei 18 Prozent.
Noch höher ist der Wert der Fehler laut einer im Oktober veröffentlichten Studie der Europäischen Rundfunkunion (EBU): 45 Prozent aller Antworten zu aktuellen Ereignissen wiesen demnach mindestens ein bedeutendes, irreführendes Problem auf. Dazu zählen auch veraltete Angaben, erfundene Quellen und sogar erfundene Links zu Quellen.
Falschbehauptungen können jederzeit auftreten, nicht nur bei aktuellen Nachrichtenthemen. Dafür gibt es verschiedene Gründe:
Nein. Christel Schmuck vom Mittelstand-Digital Zentrum Berlin erklärt, dass KI zwar Ideen liefern, Formulierungen verbessern und wissenschaftliche Quellen recherchieren kann. Nutzer müssten jedoch selbst Fakten prüfen, Argumentationen hinterfragen und bei wichtigen Entscheidungen die Verantwortung übernehmen.
Schmuck rät, Antworten verschiedener KI-Modelle zu vergleichen, Quellen kritisch zu hinterfragen und Abfragen zu wiederholen: „Bewusstes Hinterfragen reduziert das Risiko von Fehlinformationen und sorgt für fundierte Entscheidungen.“
Ja, bis zu einem gewissen Grad ist das möglich. Was Sie tun können, um Ergebnisse zu verbessern:
Eine Garantie für wahre Antworten bieten aber auch diese Maßnahmen nicht. Für verlässliche Daten oder aktuelle Informationen empfiehlt Christel Schmuck „klassische Suchmaschinen, Nachrichtenportale und wissenschaftliche Quellen“. Dort ließen sich die Angaben leichter überprüfen und mit Belegen absichern.

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