4 Prompts zum Testen: So sparen Sie Zeit im Handwerksbüro
Keine Angst vor der KI! Wir haben für Sie vier einfache Beispiele zusammengestellt, mit denen KI Ihre Kommunikation erleichtert.
Auf einen Blick
Egal ob ChatGPT, Bing Copilot oder Google Gemini: Wer mit einer KI kommuniziert, muss sich so ausdrücken, dass sie es versteht. Der Schlüssel dafür sind die so genannten Prompts, also die Anweisungen, die die intelligenten Bots von Ihnen bekommen. „Gute Ergebnisse erzielen Sie nur, wenn der Prompt präzise formuliert ist“, sagt Handwerksberaterin Andrea Eigel. Mehrdeutige Begriffe und ungenaue Angaben kann eine KI missverstehen, entsprechend mau sind dann die Ergebnisse.
Um einen guten Prompt zu formulieren, sollten Sie daher Ihr Ziel so klar und detailliert wie möglich beschreiben. Damit Sie gleich loslegen können, haben wir vier einfache Aufgaben zum Thema „Text im Handwerksbetrieb“ zusammengestellt. Zu jeder Aufgabe liefern wir den passenden Prompt. Viel Spaß beim Testen!
Test 1: Texte korrigieren lassen
Sie haben einen Brief oder einen längere E-Mail geschrieben und sind sich unsicher, ob alle Rechtschreib- und Grammatikregeln eingehalten wurden? Außerdem liest sich der Text ein bisschen holprig. „Das ist eine Aufgabe für die KI-Helfer“, so Eigel.
Beispiel für den Prompt: „Du bist Textprofi. Bitte korrigiere Rechtschreib- und Grammatikfehler im folgenden Text. Gib mir außerdem Tipps, wie ich den Text umformulieren kann. Es ist eine Einladung per Mail an alle Mitarbeitenden zum Betriebsfest. Wir duzen uns. Der Ton sollte deshalb freundlich sein.“
Laden Sie Ihren Text in das Eingabefeld und innerhalb von Sekunden hat die KI ihn überarbeitet. „Wenn Sie nicht zufrieden sind, können Sie präzisere Anfragen stellen und um weitere Überarbeitung der ersten Version bitten“, sagt Eigel.
[Tipp: Sie wollen mehr über künstliche Intelligenz im Handwerk erfahren? Mit dem handwerk.com-Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden. Jetzt anmelden!]
Test 2: Leichte Texte schreiben lassen
Sie haben nur Stichworte und brauchen einen ausformulierten Text? Dabei kann KI helfen. „Ob es ein Protokoll zu einem Kundengespräch ist, ein Begrüßungsbrief für Azubis oder eine Mail-Abwesenheitsnotiz: Die KI funktioniert als guter Ideengeber“, sagt Eigel.
Beispiel für den Prompt: „Du bist Mitarbeiter im Sekretariat. Bitte schreibe mir aus meinen Notizen ein ausformuliertes Protokoll, das ich meinem Kunden übergeben kann.“ Dann geben Sie Ihre Notizen ein.
„Das funktioniert genauso gut für die Formulierung von Social-Media-Posts oder Stellenanzeigen“, sagt Eigel. „Dafür sollten Sie allerdings komplexere Prompts nutzen, bei denen Sie unter anderem auf die Zielgruppe eingehen.“
Wichtig: „Sie sollten unbedingt die Fakten zu checken und nicht einfach den Text ungeprüft zu übernehmen“, betont die Beraterin. Nicht immer erfasse die KI alle Stichpunkte korrekt.

Test 3: Texte zusammenfassen lassen
Sie haben eine unübersichtliche Mail mit Daten, Zahlen und vielen komplizierten Sätzen bekommen? Dann lassen Sie sich von der KI helfen. „Die Bots fassen Texte zusammen und können Zahlen in Tabellen auflisten“, beschreibt Eigel.
Beispiel für den Prompt: „Bitte fasse folgenden Text zusammen und liste die wichtigsten Punkte auf. Die Zahlen fasse in einer Tabelle zusammen.“
Das geht auch, wenn Sie komplizierte Fachtexte für Kunden umformulieren wollen. „Dann muss der Prompt entsprechend ergänzt werden: Formuliere so, dass es ein Laie versteht“, sagt die Handwerksberaterin. Gut funktioniere auch die Formulierung: „Formuliere so, dass es ein Zehnjähriger versteht.“
Test 4: KI als Sparringspartner
Sie gehen ein Projekt zum ersten Mal an? Dann können Sie die Chat-KI als Sparringspartner nutzen. „Ganz egal, ob Sie eine Marketingkampagne für ein neues Produkt planen oder eine Kundenbroschüre verfassen wollen – die intelligenten Chatbots können Ihnen helfen, indem sie Ihnen Fragen stellen“, sagt Eigel.
Beispiel für den Prompt: „Du bist Projektmanager. Bitte stell’ mir alle erforderlichen Fragen, um mich bei meinem Projekt XY strukturell und inhaltlich optimal zu unterstützen. Stell’ mir alle Fragen einzeln. Nach meiner Antwort stell’ die nächste Frage.“
„So können Sie eine Unterhaltung mit dem KI-Bot starten, die Ihnen Struktur für Ihr Projekt gibt“, nennt Eigel einen wichtigen Vorteil.
Grenzen der KI-Helfer
Ob Sparringspartner oder Schreiberling – jede KI hat ihre Grenzen. Denn so überzeugend die Antworten auch klingen, Sie sollten Daten und Fakten immer überprüfen. Chatbots sind keine Lexika! Auch sollten Sie keinesfalls sensible Daten oder gar Betriebsgeheimnisse hochladen.
Und noch eine Einschränkung gibt es: „Die Bots funktionieren als Ideengeber und Helfer“, betont Eigel. „Wenn ich aber keine Strategie im Hinterkopf habe und nicht weiß, was für ein Ergebnis ich brauche, dann helfen sie mir nicht weiter.“
Tipp: Sie wollen keine wichtigen Infos zum Thema Künstliche Intelligenz verpassen? Dann abonnieren Sie hier den handwerk.com-Newsletter. Jetzt hier anmelden!
-square.jpg&w=1080&q=75)



