Hilti erweitert die Zulassung des Injektionssystems HIT-RE 500 V4 für tragende Holzbau-Anwendungen mit eingeklebten Gewindestangen.
Hilti hat die Einsatzmöglichkeiten seines Injektionssystems HIT-RE 500 V4 im Holzbau erweitert. Grundlage dafür seien eine Europäische Technische Bewertung (ETA 20/0834) sowie eine allgemeine Bauartgenehmigung (Z-9.1-902) für tragende Anwendungen mit eingeklebten Gewindestangen. Das System soll hochbelastbare Verbindungen bei reduzierten Querschnitten ermöglichen.
Laut Hersteller liegt ein Vorteil in der kurzen Aushärtezeit von rund 3,5 Stunden bei 20 Grad Celsius. Dadurch könnten Bauabläufe beschleunigt und Standzeiten reduziert werden.
Das System besteht laut Hilti aus Injektionsmörtel und eingeklebter Gewindestange. Damit sollen sich hohe Lasten zuverlässig übertragen lassen. Gleichzeitig könnten schlankere Anschlussdetails umgesetzt werden.
Eine verbundlose Hülse soll geringere Rand- und Achsabstände ermöglichen. Nach Angaben des Herstellers wird die Last dadurch tiefer in den Querschnitt eingeleitet, was die Gefahr von Spalten im Holz reduzieren soll.
Auch gestalterisch eröffne das System zusätzliche Möglichkeiten. Die Verbindung lasse sich nahezu unsichtbar integrieren. Das biete Vorteile bei Holz-Stahl-Anschlüssen oder Hybridlösungen im Holz-Beton-Verbund.
Für die Bemessung stellt Hilti die kostenfreie Software Ingtools bereit. Damit lassen sich Verbindungen laut Hersteller normgerecht dimensionieren und Nachweise automatisch erstellen. Demnach greifen Planung, Dokumentation und Nachweisführung dabei ineinander. Das reduziere den Aufwand in der Arbeitsvorbereitung.
Zusätzlich bietet Hilti Engineering Services an. Ingenieurinnen und Ingenieure unterstützen dem Unternehmen zufolge von der Vorbemessung bis zur Detailplanung komplexer Projekte.
Hilti setzt bei HIT-RE 500 V4 auf einen durchgängigen Systemansatz. Alle Komponenten sind demnach aufeinander abgestimmt und sollen eine reproduzierbare Verarbeitung ermöglichen. Das reduziere Fehlerquellen und vermeide entsprechende Nacharbeiten.
Zum System gehören unter anderem das Akku-Auspressgerät HDE 500-22 sowie Zubehör zur Positionierung der Gewindestangen. Zentrierringe sollen eine gleichmäßige Verteilung des Injektionsmörtels unterstützen.
Nach Angaben des Herstellers kann das System zudem zu ressourcenschonendem Bauen beitragen. Durch hohe Tragfähigkeiten lassen sich demnach Materialien effizienter einsetzen und Querschnitte reduzieren.

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