RFID-Technologie von Wattro soll die Geräteverwaltung im Handwerk vereinfachen. Laut Hersteller stehen dabei nicht die Ortung, sondern die Verantwortung im Fokus.
RFID-Technologie ist aus Logistik und Einzelhandel längst bekannt. Jetzt soll sie auch die Geräteverwaltung im Handwerk vereinfachen. Das Heidelberger Unternehmen Wattro setzt dafür auf RFID-Tags und QR-Codes, um Werkzeuge und Betriebsmittel digital zu erfassen. Im Mittelpunkt steht laut Hersteller nicht die permanente Ortung einzelner Geräte, sondern die Frage, wer ein Werkzeug zuletzt genutzt oder mitgenommen hat.
Gerade in Maler-, SHK- oder Bauunternehmen verschwinden laut dem Unternehmen Geräte häufig nicht durch Diebstahl, sondern bleiben auf Baustellen liegen oder landen im falschen Fahrzeug. Für Betriebe ist es demnach oft wichtiger, Verantwortlichkeiten nachvollziehen zu können.
Nach Angaben von Wattro erhält jedes Betriebsmittel ein Kombi-Label aus RFID-Tag und QR-Code. Beim Verlassen des Lagers erkennt ein RFID-Terminal mehrere Werkzeuge gleichzeitig und ordnet sie automatisch einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter zu. Ein manuelles Scannen einzelner Geräte ist demnach nicht nötig.
„Wir haben in Gesprächen mit Handwerksbetrieben immer wieder festgestellt, dass zwei Fragen entscheidend sind: Wer hat das Werkzeug mitgenommen und wer hatte es zuletzt, wenn es defekt im Lager liegt?“, erklärt Pius Warken, Gründer und Geschäftsführer von Wattro. Genau diese Verantwortung solle das System automatisch dokumentieren.
Passive RFID-Tags arbeiten laut Unternehmensangaben ohne eigene Batterie. Sie würden erst durch das Funksignal des Lesegeräts aktiviert. Dadurch eignet sich die Technik besonders für größere Werkzeugbestände ab etwa 50 bis 100 Geräten.
Die verschiedenen Technologien sollen laut Hersteller dabei unterschiedliche Aufgaben übernehmen. RFID dient demnach vor allem der schnellen Erfassung vieler Werkzeuge am Lagerausgang. Der QR-Code kommt dann zum Einsatz, wenn ein bestimmtes Gerät per Smartphone einem Projekt, Standort oder Mitarbeitenden zugeordnet oder ein Defekt dokumentiert werden soll.
Damit wird RFID im Handwerk laut Hersteller weniger zur Ortungstechnik als zu einem Werkzeug für klare Zuständigkeiten im Lager und auf der Baustelle.

Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung: Unser Newsletter zeigt Trends, Tipps und Entwicklungen aus der Holzbranche.