15.11.2011
3 Bewertung(en) Rating
Schriftgröße

Kritik an der Ausbildung im Handwerk

Zahlt das Handwerk einfach zu wenig?

Stimmt etwas nicht mit der Ausbildung im Handwerk? Zwei Ex-Azubis klagen an: harte Arbeit, miese Löhne, unbezahlte Überstunden! Dann doch lieber gleich zu Lidl oder Aldi, da stimme wenigstens das Geld! Kann man das auch anders sehen?

Liegt das nur am Geld?
 - 
Foto: Bilderbox.de

Bei Aldi Süd verdienen angehende Verkäufer 850 Euro im ersten Ausbildungsjahr. Bei Lidl bekommen sie sogar bis zu 1000 Euro monatlich während der Ausbildung. Damit werden die Discounter auch 2012 wieder leichtes Spiel im Kampf um die Bewerber haben.

Doch warum zahlen die Discounter so viel? Weil man sich in dieser Branche für 850 Euro im Monat Azubis kaufen kann, die schnell voll mitarbeiten und wenig über ihre Zukunft nachdenken.

"Lidl, lass die Finger von den Azubis" haben wir darum schon Anfang des Jahres gefordert - und zur Ausbildung im Handwerk geraten. Das hat uns seitdem einige böse Kommentare eingebracht - auch von ehemaligen Handwerks-Azubis. Und die machen klar: Es liegt nicht nur an der Ausbildungsvergütung, wenn Handwerker keine Azubis finden.

Nächste Seite: Ex-Azubi beklagt niedrige Löhne und unbezahlte Überstunden

 
1 | 2 ... | 5
Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?

13 Kommentare zu "Zahlt das Handwerk einfach zu wenig?"

  1. NURICH - 08.02.2012, 20:24 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo Anonym,
    man kann dass nicht pauschalisieren, weder die Arbeit in einer Fabrik, noch die im Handwerk. Es liegt nicht an der Branche, genauso wenig wie an der Größe einer Firma. Entscheidend ist, wer leitet sie, welche Ziele werden verfolgt, mit welchen Mitteln und unter welchen Bedingungen. Was für ein Führungsstil wird angewandt, wie sind die Hierarchiestrukturen u.u.u. Für viele kleine Handwerksbetriebe ist es zudem schwer geworden, sich am Markt zu behaupten. Einige Branchen werden vermutlich sogar ganz von der Bildfläche verschwinden, weil viele Produkte so günstig verkauft werden, dass sich eine Reparatur oftmals nicht lohnt. Große Konzerne bieten Waren zu Bedingungen an, mit denen kleine Unternehmen nicht mithalten können.
    Mittlerweile findet man in allen Bereichen der Wirtschaft Arbeitgeber die schlecht zahlen und ihre AN massiv unter Druck setzen. Du findest sie überall, selbst im öffentlichen Bereich. Gemeinden arbeiten mit Sub-Unternehmern um Personal zu sparen und ihnen ist es ziemlich egal, wie die AN dort bezahlt werden. Man hat fast den Eindruck die Ausbeuter werden immer mehr und die „guten“ Arbeitgeber immer weniger…

  2. Anonym - 26.01.2012, 22:42 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo, erstmal, schön das Ihr mal dieses Thema anspricht! Ich kann hier allen recht geben die gegen das Handwerk sind! Ich habe keine festen Arbeitszeiten,kein Weinachtsgeld oder Bonuszahlungen und verdiene,naja! Ein kumpel von mir hat den gleichen Beruf wie ich gelernt hat aber aufgehört und arbeitet in einer Fabrik! Er sagt das ist dort so toll man fühlt sich garnet wie auf der Arbeit und ich buckle den ganzen Tag und die Kunden sind heut zutage...ohne kommentar! Mein Kumpel hat feste arbeitszeiten,weinachtsgeld und verdient brutto mehr als 1000€ mehr als ich! Dann lese ich immer im Handwerk fehlen leute,kein wunder das will sich auch keiner mehr antun! Ich rate jeden, lernt was anderes aber nichts was mit Baustelle zu tun hat!!! Macht euch nicht kaputt! so schafft ihr es nicht bis 67 zu arbeiten!

  3. NURICH - 07.01.2012, 23:34 Uhr (Kommentar melden)

    http://mediathek.viciente.at/2011/11/thrive-what-on-earth-will-it%EF%BB%BF-take-deutsch/

  4. NURICH - 07.01.2012, 23:12 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo Iverson,
    es ist bedenklich, wenn sich alles nur über Geld und materielle Werte definiert. Die Kritik an Discountern richtet sich gegen die herrschenden Arbeitsbedingungen, wobei der gezahlte Stundenlohn, insbesondere bei Aldi und Lidl zwar für Einzelhandelsverhältnisse recht hoch ist, aber durch unbezahlte Überstunden wieder relativiert wird. Das ist von Filiale zu Filiale unterschiedlich und ist bedingt durch die Leistung, die pro geleisteter Arbeitsstunde erbracht werden muss ( z. B. 5oo€/h).
    Der Arbeitsalltag einer Verkaufskraft und auch der Filialleiter ist extrem stressig, ich habe selbst über 3 Jahrzehnte im EZH gearbeitet und kann mit anderen Geschäftsmodellen im EZH gut vergleichen, da ich in Familienbetrieben, in zentral geführten Supermärkten und auch bei Lidl gearbeitet habe. In allen aufgeführten Geschäftssystemen ist harte körperliche Arbeit angesagt, aber nirgends ist es so unbefriedigend und Mitarbeiter verschleißend, wie bei Lidl oder anderen Discountern. Jeder der mit offenen Augen dort einkauft, nimmt wahr, wie wenig Personal dort ist und wie gehetzt sie oft wirken, trotz aller Freundlichkeit, die nicht darüber hinwegtäuschen sollte. Aber, und dass ist der zentrale Kern meiner Kritik, viel schlimmer sind die ökologischen Folgen der Billigwaren, egal wo immer sie auch verkauft werden, sie sind Verursacher von Elend und Armut, Monokulturen, Massentierhaltung und anderen umweltzerstörerischen und auch Menschen ausbeutenden Arbeitsbedingungen, denn überall wo extrem kostengünstig produziert werden muss, bleiben all jene auf der Strecke, die in diesem Prozess der Gütererstellung involviert sind. Da gibt es nichts zu beschönigen –auf den Punkt gebracht bedeutet dies, Menschen werden von Menschen die nur auf Profit aus sind als Lohnsklaven benutzt. Der Planet und alles was darauf ist, wird für Geld immer mehr geschädigt, es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange er noch standhält. Noch nie war das Artensterben so hoch, wie zurzeit. Ursache ist unser Verhalten! Wir lassen uns einreden, wir müssen arbeiten, konsumieren und wir sind tatsächlich so dumm und glauben, je mehr wir besitzen, desto glücklicher wird unser Leben, steigt unsere Lebensqualität, das ist falsch. Es gibt einen beeindruckenden Film -Thrive -von Gamble (Sproß aus der Procter&Gamble Dynastie, der sich jedoch offensichtlich gegen die Mächtigen der Großkonzerne gerichtet hat?! Kann man nur noch in einer österreichischen Mediathek ansehen, auf youtube wurde er entfernt.
    Aber, auch du hast Recht, arbeiten muss man überall und auch die „kleinen Handwerksbetriebe“, würden gerne mehr Profit machen , wenn sie wüssten wie sie es bewerkstelligen könnten. Aber – und dass muss man auch sehen, vielleicht schaffen sie es nicht, weil sie nicht so skrupellos agieren, wie ihre „großen Vorbilder“, dem entgegen, gibt es auch diejenigen die sich ganz bewusst gegen Expansion um jeden Preis gerichtet haben - so wie z. Bsp. Grupp mit Trigema oder wen ich ganz toll finde, dem ich als Kind mehrmals begegnete, ist K.L. Schweißfurth, er hat alles verkauft (heute Herta unter Nestle), als er bemerkte wohin die Richtung geht…. Durch und durch ein Charakterkopf. Wir brauchen mehr davon....


  5. Iverson - 06.01.2012, 12:50 Uhr (Kommentar melden)

    Zu einigen Kommentaren die sich an meinen ehm. Kommentar richten. Ich gehöre definitiv nicht zur Sparte Menschen, denen man boulevardartige Schwarzmalerei unterstellen kann. Das es überall schwarze Betriebe gibt, ist wohl so logisch, wie das es nachts dunkel ist. Das aber pauschal in einem Bericht das Handwerk (ohne die Probleme die es hat) ,als der goldene Weg in den Arbeitsmarkt beschrieben wird und der EH, speziell Lidl, Aldi was auch immer, so einseitig deffamiert wird, ist einfach nicht okay! Ich sehe beide Seiten und kann mir daher sicherlich eine relativ realistische Meinung dazu bilden. Und sorry, ich rede nicht nur von meinem Betrieb, sondern von einer kompletten Branche in einer Region! Die Leute in meiner damaligen Stufe (ca. 100) kamen ja nicht alle von Onkel Werners Werkstatt aus Buxtehude! Natürlich gab es auch hier Azubis (gerade im öffentl. Dienst) die wenig zu Mäkeln hatten. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, nieee Überstunden(!) und zudem ein besseres Ausbildungsgehalt. Die haben teilweise hämisch gelacht bei dem was wir da in unseren Betrieben am schuften waren, während bei denen lt. eigenen Angaben, befohlenes Rumhängen angesagt war. Sicherlicher hatte ich Pech, nur habe ich das Pech bei zu vielen anderen gesehen, um es als Einzelfall zu werten. Da spielen die marktwirtschaftlichen Interessen von Aldi und Co und deren Ziele zur Profitsteigerung auch überhaupt keine Rolle. Glaubt irgendjemand, der gute liebe Chef der Handwerksfirma würde nicht gern mehr Profit rausholen? Im Endeffekt schafft doch nur das Wachstum und sichere Arbeitsplätze. Ich bin bei weitem keiner, der nicht gelernt hat, für sein Geld hart zu arbeiten. Gearbeitet werden muss überall. Zeit wird überall mehr und mehr gepresst und der Druck steigt, aber die Rahmenbedingung haben sich bei mir durch den Wechsel in den EH erheblichst verbessert.
    Kleine Info am Rande. Ich kenne Leute, die verdienen bei Discountern durch einen Teilzeitjob,* soviel wie ein bekannter Mechatroniker von mir in Vollzeit (!!!), inkl. Überstunden^^. Den StdLohn will ich mir da lieber nicht runterrechnen...
    Im Endeffekt ist Geld nicht alles, wem der Job Spaß macht, der soll ihn doch bitte machen. Aber dann bitte auch die Arbeiter beim Discounter nicht als arme Opfer hinstellen.
    *weil das hier oftmals wieder als Kriterium No.1 genannt wurde

  6. NURICH - 22.12.2011, 10:03 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo kennmichaus, hier : http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Q6RJ9ugFxP8# ist ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierender, dokumentarischer Beitrag. Der ist unglaublich in seiner Aussage. Mich würde es sehr freuen, wenn du ihn bis zum Ende anschauen würdest. Vielleicht begreifst du dann, warum ich auf andere Werte und Wege setze. Es ist wichtig und jeder sollte erfahren, wie uns die Mächtigen der Welt betrügen, um das große Geld zu machen. Das Vorgehen der Discounter ist schlimm, aber dass was dieses Video zeigt ist so perfide und zeigt, wie lebensfeindlich das Streben nach Profit und macht ist… Und…es gibt mehr als wir erfassen können - mit Verstand kommst du da nicht weiter ( da uns keine Methoden zur Verfügung stehen, um alles zu finden, was es zu finden gibt), du musst es „fühlen“ und darauf vertrauen, dass es wesentlich mehr gibt, als wir erahnen.... Ich finde es sehr schade, dass du dich anscheinend dagegen innerlich sperrst, mehr wahrzunehmen, als dass, was gelehrt wird. Es ist keine Spinnerei, viele Wissenschaftler haben mittlerweile erkannt, dass es ein steuernde Größe gibt, die sie noch nicht vollends „entschlüsselt“ haben. Aber sie arbeiten daran und öffnen sich, gehen selbst „abstrusen“ Vorstellungen nach..Sie entdeckten, dass alte Kulturen (dank ihrer Spiritualität?) scheinbar mehr wussten, als wir mit unseren technischen Geräten messen können. Auch wenn es hier nicht herpasst- je mehr sich darauf einlassen, desto mehr werden begreifen, das wir von den Mächtigen, tatsächlich wie Sklaven unterworfen werden... Stell dir mal vor, alle wären darüber informiert und würden sich dagegen wehren. Mit diesem Wissen könnte alles Elend auf dieser Welt beseitigt werden. Kennst du Zieglers Rede. Er hat recht! Jedes Kind, dass an Hunger stirbt, wird ermordet! Milliardäre, die ihr Geld horten sind die wahren asozialen Subjekte, nicht die vielen kleinen Hartz IV-Empfänger. Es ist einfach nur absolut pervers, was fürs Geld gemacht wird. Reichtum ist das Schlimmste auf diesen Planeten, es zerstört ihn.
    Ich wünsche dir und deiner Familie schöne Feiertage. Allen anderen die hier lesen ebenfalls. Herzliche Grüße NURICH PS: Ich weiß dass es nicht "richtig" zum Thema passt, aber alle sollten es sehen und sich eine Meinung bilden ... wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir erst einmal begreifen, wogegen wir überhaupt ankämpfen müssen. In erster Linie die eigene Opferhaltung und Bequemlichkeit, das Unvermögen, bei sich selbst anzugfangen... Die anderen kann man nicht ändern, nur sich selbst. Es geht nicht darum Schuldige zu suchen, sondern sich selbst weiter zu entwickeln und zu erkennnen welchen Anteil man am Ganzen hat. Jeder KONSUM HAT AUSWIRKUNGEN AUF DIE UMWELT JEDE TRAGETASCHE JEDE WEGWERFFLASCHE JEDES UNNÖTIG GEKAUFTE DING!

  7. NURICH - 14.12.2011, 21:40 Uhr (Kommentar melden)

    Kennmichaus, Der Bewusstseinssprung. 2012 ist eine Fiktion, von der niemand weiß, ob sie tatsächlich eintritt - zumindest nicht zu diesem Fixdatum. Aber der Gedanke der dahinter steht ist die Rettung für uns und die Lösung unserer Probleme. Eine Veränderung im menschlichen Bewusstsein, dass ein Umdenken und eine Rückkehr zur Menschlichkeit und Nächstenliebe auslösen muss und kann. Das wäre die Alternative für eine dauerhafte Wende im Miteinander – auch in der Arbeitswelt. Ja ich will Harmonie - auch mit dir, sogar insbesondere mit dir - weil mir alle Menschen wichtig sind, manche aber ein wenig wichtiger. Aber du hast recht, ich glaube an eine höhere Instanz, von uns Gott genannt, die uns irgendwann die Augen öffnen wird, uns klar macht wie frevelhaft wir mit der Welt und unseren Mitbürgern umgegangen sind ( als hätten wir einen Ersatzplaneten). Glaubst du tatsächlich, das ganze Universum wurde für einen Hauch von Lebenszeit geschaffen, das unwiederbringlich vergeht? Ich nicht! In der Natur gibt es keine Verschwendung - auch nicht für Lebensenergie. Es tut sich etwas- merkst du es nicht, das immer mehr Menschen sich diesen und anderen Themen widmen, die unser Dasein hinterfragen mit allen Aspekten des Lebens - auch den Sinn der Arbeit und dem trachten nach Geld Luxus usw. http://faszinationmensch.wordpress.com/2011/12/12/steht-die-menschheit-vor-einem-bewusstseinsprung/#comments Zurück zum eigentlichen Thema Schlecker hat zu spät auf Modernisierung gesetzt, dabei auch noch die falsche (unmenschliche) Vorgehensweise angewandt. Zudem erzielt er mit 50.000 Angestellten und ca. 15.000 Filialen 7 Milliarden Jahresumsatz, Lidl mit unter 10.000 Läden und 60.000 Mitarbeitern aber 60 Milliarden. Lidl fährt 3 stellige Millionengewinne ein, Schlecker mittlerweile rote Zahlen. Bei Lidl rennen die Kunden die Türen ein, trotz aller Skandale, bei Schlecker laufen sie davon- aber bestimmt nicht wegen der Skandale - eher wegen der unschmucken älteren Läden die nicht mehr „zeitgemäß“ sind und schmuddelig wirken. Mir ist auch aufgefallen, der ist im Preisgefüge beachtlich angestiegen und mittlerweile teurer als die wesentlich besser ansprechenden moderneren Großdrogerien. Nicht die Skandale waren das Problem, sondern das fehlende Ambiente und die unangemessene überstürzte Vorgehensweise beim Versuch sich der Konkurrenz zu stellen. Traurig aber wahr- siehe den Erfolg bei Lidl- trotz aller skandalösen Vorfälle. Das einzig tröstliche ist, dass Lidl im besser gestellten Ausland wie in der Schweiz und Norwegen auf Widerstand seitens der Verbraucher und Arbeitnehmer stößt. Auch in einigen osteuropäischen Ländern sind die Zahlen eher rot als schwarz - liegt dort aber wohl mehr an der schwachen Kaufkraft. Und noch mal auf das Handwerk zurück schauend - ich denke nicht, dass man Lidl eine Schuld am Fachkräftemangel im Handwerk zuweisen kann- das finde ich doch - trotz aller berechtigten Kritik - mehr als an den Haaren herbeigezogen. Und das ich mit Lidl oder anderen Ausbeutern eine „Friedenspfeife“ geraucht hätte - glaubst du doch nicht allen Ernstes? Ich habe das Tal der Tränen verlassen und du kannst mich nicht mehr mit Worten „verprügeln“ Das Handwerk muss erst mal sehen, dass es in den eigenen Reihen sucht, etwa tatsächlich bei der Bezahlung - nicht während der Ausbildung - sondern danach. Auch andere Modalitäten, wie Arbeitszeit, Arbeitsorte, Arbeitsmittel, Sozialleistungen, Aufstiegsmöglichkeiten und vor allem der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Größere Unternehmen haben da Standards, kleinere jedoch sind nur so gut, wie der eigene Chef. Andererseits haben große Unternehmen auch den Profit im Hintergrund und setzten immer mehr auf voll automatisierte Fertigungsstraßen und setzen das Personal unter Termindruck / Zeitdruck.
    Sicher liegst du mit deiner Kritik richtig - im Grundsatz wurde das von mir auch niemals angezweifelt. Da standen andere Dinge im Raum - dass weißt du nur allzu genau. Du bist klug- klüger als ich. Trotzdem schreibe ich nochmals, dass es andere (bessere) Wege geben muss, um ein für alle Mal diesen Konzernen einen Strich durch die Rechnung zu machen - zum Wohle derer, die unter ihnen leiden müssen. Das sind mehr, als diejenigen die von diesen Systemen (scheinbar) profitieren. Ich glaube ohnehin, dass dieses (Euro) System kippen wird, Rettungsschirm hin oder her. Dann wird dass, was wir hier beanstanden, gegenstandslos sein. Wir werden ganz andere elementare Probleme bewältigen müssen. Und glaube mir, da werden noch ganz andere große “Sauereien“ aufgedeckt werden- nicht nur Discountern beuten aus, nein, die Politiker mischen mit und zwar ganz heftig. Schau mal bei Gert Flegel.de – hast du eigentlich mitbekommen was bei dem los war? Ich war ziemlich geschockt! Ausgerechnet der, den empfand ich immer als eine Art Bastion ? Ich bin zwar Idealistin, habe Visionen einer besseren Welt- aber sehe trotzdem die Realität und ich laufe auch nicht weg - ich gehe nur andere Wege, die, die ich mit meinen Fähigkeiten bewältigen kann - aber mit dem gleichen Ziel - mehr Gerechtigkeit! Liebe Grüße NURICH
    PS http://federleicht-leben.de/10-wir-texte/10-startseite-wir/index.html

  8. Kennmichaus - 12.12.2011, 23:30 Uhr (Kommentar melden)

    @ NurIch- habe Deine „Message“ vernommen. Nur, in der Arbeitsmarktpolitik insbesondere bei den Discountern wie Lidl, Aldi und Co. wo es keine Fairness, Moral, anständige Löhne gibt, ein solcher Arbeitsplatz sogar ein rechtsfreier Raum ist, kaum ein anständiges, normales Leben geführt werden kann, ist diese Einstellung als „Wahrheit“ etwas fehl am Platze. „Love an Peace“ ja der Vater - äh die Wirkung der Gedanken und der Mayakalender nützt da sehr, sehr wenig. Wenn Du daran glaubst wirst Du 2012 untergehen. Ich dagegen wehre mich aktiv dagegen. Wenn Du täglich von solchen Arbeitgebern ganz subtil verarscht und ausgebeutet wirst, Deine Lebensbedingungen danach ausgerichtet sind, wäre die Aufklärung der Menschen/Verbraucher angesagt wie dieser Arbeitsmarkt funktioniert. Das solltest Du eigentlich am besten wissen. Ganz langsam merken es auch die dümmsten Verbraucher dass die Billigdiscounter Schlecker, Lidl, Aldi, Netto,KiK und Konsorten und deren Arbeitsbedingungen auch negative Auswirkungen auf ihre eigene Arbeit und die Löhne haben. Oder hast gemeinsam mit Lidl, Osho nun schon eine Friedenspfeife geraucht? Dann bist Du aber sehr abgedriftet und weltfremd geworden. Schreibe doch Deine Harmonie Einstellung mal aktuell den vielen Discountermitarbeiterinnen von Schlecker – einer der Ausbeuter der 1. Stunde. Ehemals selbst sogar Geldgeber von Lidl, jetzt als erster in Schwierigkeiten. Demnächst stehen diese Mitarbeiter alle auf der Strasse. Da ist nicht mehr Love and Peace, sondern leider Überleben angesagt.
    http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/angebliche-finanzprobleme-schlecker-schliesst-hunderte-filialen_aid_693095.html
    http://www.welt.de/wirtschaft/article13683841/Schlecker-ist-die-FDP-im-Einzelhandel-Nur-peinlich.html
    Endlich. Eine unmissverständliche Warnung an andere o.g. bekannten Ausbeuter.
    @ Iverson- @ ruddiruddel Lange nichts mehr von Euch gelesen. Seid Ihr beide sprachlos geworden? Oder habt Ihr vielleicht doch gemerkt, dass es trotz Eurer Kritik am Handwerk bei Lidl und Co. Nichts aber auch überhaupt Nichts gibt um dort als Lehrling anzufangen. Deren Arbeitsplätze sind fast identische Beispiele, siehe oben Schlecker.

  9. NURICH - 10.12.2011, 00:25 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo kennmichgutaus,
    …in der Wirtschaft ja …aber es gibt auch andere wichtige Dinge.
    http://www.youtube.com/watch?v=Cs9Fuv6Kgq4&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=6K5fb4hA_fk
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=9tWTP4XHYV8
    http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2011/der-globale-wandel-zur-verbundenheit.html

  10. Kennmichaus - 17.11.2011, 21:06 Uhr (Kommentar melden)

    @ Iverson – Das was Du beschreibst ist durchaus realistisch. Aber genauso einseitig. Was Du dem Handwerk vorwirftst werfen andere, auch ich, noch viel mehr den Dienstleistungsbranchen insbesondere dem EH –in vorderster Front den Discountern Lidl und Co. vor. Gerade Lidl und Aldi sind ganz besonders in Kritik. Und nicht nur was die Löhne der Azubis angehen. Du solltest Dich mal erkundigen, inkl. von den Infos hier was lernen oder auch nicht, bzw. einfach sein lassen.
    Ich habe selbst einen „fast Schwiegersohn in Spe“ der hat selbst (mit Realschulabschluss) Mechatroniker gelernt. Anschließend Fachabitur, inzwischen möchte er an einer FH Ingenieur werden. Der setzte sich auf den Hosenboden, büffelt Mathe, techn. Konstruktionen, ect. pp. Von seinem Azubi Gehalt konnte er zwar sicherlich auch nicht üppig leben. Sogar bestimmt auch manchmal über den Beruf ,seine Ausbildung, geflucht. Trotzdem, nichts mit Autos zu tun zu haben, konnte er sich nicht vorstellen,deshalb wählte er diesen Beruf. Und... er geht von dem aus, (und ich auch), dass sich sein Engagement und Interesse gerade für diesen totz heutiger, auch schwieriger gewordenen Arbeitsbedingungen auszahlt. Einen Vollzeitjob inklusive. Bist Du auch so drauf wenn Du schon so gute Zeugnisse hattest? So ehrgeizig muss nicht jeder sein, und wenn doch, man kann trotzdem untern bestimmten Umständen durch das Arbeitslos- bzw. gut bezahlt -Raster fallen, keine Frage. Trotzdem, hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht - viele jungen Menschen fehlt auch der Antrieb, hängen einfach ab, ihnen ist alles egal, interessieren sich für nichts, weder sozial, politisch, nicht einmal für ihre eigene Zukunft, Hauptsache, Handy, Computer, Party (auf Kosten der Eltern) Schmalspurlifestil reicht. Schule, ordentliche gute Noten interessieren nicht. Kein Wunder musst Du dann beruflich annehmen was Dir angeboten –wenn überhaupt - oder vorgegaukelt wird. Wenn Du gerade mit 18, 20, 25 Jahren selbst kaum eine richtige Ausbildung hast, umso mehr kannst Du kaum wählerisch sein. Umso mehr musst Dich dann leider noch viel mehr als andere auf die bereits bekannten Ausbeuterischen Methoden von einigen Unternehmen einlassen. Leider trägt auch die Politik auf diesem Auge oft blind dazu bei. Oder Du merkst es nicht, weil Du anfangs meinst, dass du gut behandelt wirst. Dir nur eine Ausbildung oder Job vorgegaukelt wird der angeblich "fair" ist, ordentlich bezahlt wird. Erst nach Deiner Lehre plötzlich feststellst, das dies doch nicht so ist. Was meinst Du was eine Verkäuferlehre bei Lidl später wert ist? Ich wünsche Dir nicht dies einmal in der Praxis auszuprobieren. (Einzelhandelskaufmann,dessen Ausbildung, Fachkompetenz, KundenService, ect. sind vorbei. Heute ist meist das Gegenteil der Fall. Sterotypes, angeordnetes Handling der Mitarbeiter. Oder Dein "Filialleiter" – der vor lauter Vorschriften, Effizenz und Umsatz und Angst vor dem nächst höheren Vorgesetzten bald am Rad dreht. 50 % der Ausgebildeten –sogar von der Uni mit Bwl Studium trotz relativ hohem Einstiegsgehalt wegen den extremen, systembedingten Arbeitsbedingungen bereits nach einem halben Jahr aus den Unternehmen wieder ausscheiden. Viele ehrgeizige Mitarbeiter nur verheizt werden.
    Übrigens...hast Du und andere mal nachgedacht,was Du als Mitarbeiter mit maximal Halbtagsjob –ob bei Lidl gelernt (mit einem anderen Beruf dort angefangen) oder gar nichts gelernt – nach vermeintlich gutem Lehrlingslohn, bzw. Angestelltenlohn in den nachfolgenden Jahren verdienst? Da wirst Du Dein blaues Wunder erleben. Von fehlenden ordentlichen soz. Versich. /Renten-Einzahlungen für später ganz zu schweigen. (siehe oben!) Nicht umsonst fallen genau solche mikrigen Mini/Halbtags-Jobs ob bei Aldi, Lidl oder anderswo später in die Altersarmut. Insbesondere wenn Du nichts dagegen tun kannst - keine Reserven, kein Lottogewinn, keine Erbschaft. Drum solltest Du Dich zumindest in jungen jungen Jahren umso mehr darum kümmern. Lidl,Aldi und Co. ist dazu sicherlich nicht geignet. Später hast Du kaum eine Chance mehr aus dieser Knochen- Mühle herauszukommen. Höre Dich einfach mal neutral um. Da landest Du schneller in der Hartz IV Maschine wie Du denken, bzw. als „unterbezahlter“ Mechatroniker arbeiten kannst. Und das kommt u.U. dabei heraus: http://www.derwesten.de/waz/alleinerziehend-und-hartz-iv-da-komm-ich-nie-mehr-raus-id314255.html
    Leider wird in nicht wenigen Fällen nicht der Arbeitlose vom Staat gefördert wieder einen Job zu finden, sondern eher boomende Wirtschaftszweige die mit der Arbeitslosigkeit in Deutschland gutes Geld machen. Auch die Discounter sind dabei mit ihren Teilzeitkräften wo das Geld hinten und vorne nicht reicht.
    http://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/sendung/150121329_die+hartz-maschine
    Du solltest Dich deshalb bei Deiner Kritik am Handwerk auch fragen woher der Trend den Du feststellst kommt, wer dies in unserer Zeit mit verursacht hat! Ob die Globalisierung, die Unternehmen, die betroffenen Menschen selbst, ihr (fehlendes) Engagament ihre Bildung, ihre Herkunft ihr (falscher) Beruf, ihre Gedankenlosigkeit, ihre geringen Chancen, die Politik, das gesellschaftliche/ politische System, der Wachtums- Größenwahn von der Wirtschaft ,den Konzernen wo sich deren Profitgier und Rücksichtslosigkeit des Superkapitalismus (siehe Casino-/Bankenkrise/ Rettungsschirm) sozial, finanziell auswirken kann bis zu dir in die kleinste Handwerks- Mechatronikerbude, den Mitarbeitern im Einzelhandel, anderen Dienstleistungsberufen und Co., vielen arbeitslosen Menschen, mit oder ohne H4 )alleinerziehenden Müttern, ect. Oder aber auch Du als verbraucher nach dem Motto: Geiz ist geil. Wo ist die Ursache der schlechten Arbeitsplätze, wer nützt die Menschen aus, wer profitiert davon? Das Problem ist immer komplexer geworden, keiner blickt mehr richtig durch. Kennst Du die Geschichte mit der Henne und dem Ei ... was war zuerst da?!
    Es gibt viele Unternehmen, da gibt es zwar eine Erhöhung/ Verdichtung der Leistunganforderungen, der Arbeitszeit, einer ausgedehnteren Flexibilität und Erreichbarkeit der Mitarbeiter, aber trotzdem werden nach div. Regeln ordentliche Löhne bezahlt, es gibt dort soziale Standards und freiwillige Leistungen, faire Arbeitsbedingungen, Betriebsräte/Vertrauenspersonen, und Urlaub/ Freizeit was man unter Freizeit versteht. Wenn einige wichtige Dinge nicht vorhanden sind, wird es kritisch, dann solltest Du Dir darüber Gedanken machen. (statt verdrängen, oder akzeptieren ohne nach alternativen zu suchen. Wissen darüber vorausgesetzt.
    Eines weiss ich jedoch, ich halte mich an diese, kritisiere diese, die besonders diese Abwärtsspirale in Gang gebracht haben, mit viel Geld weiter fördern, durch ihr perfide installiertes Unternehmens- System. Mit dem riesigsten Profit auf Kosten anderer machen sie immer weiter owohl sie beim unbedarften Mitarbeiter und Konsument gerade das Gegenteil, quasi zu Deinem „Billig“ Vorteil (–weil leider in og. Lage)widerspiegeln, vorgaukeln wollen. Um Marktanteile zu halten verschärfen sie die Situation immer weiter. Die Discounterisierung (von den Superökonimisierten, ausschließlich um jeden Preis profitorientierten Discountern, daher kommt auch der Begrriff ) wird immer weiter transportiert. Jedes Unternehmen weiss inzwischen, dass man (ohne Rücksicht auf andere Menschen),damit am schnellsten reich werden kann und alle (insbesondere die Politik) schauen zu. Wenn die Arbeitsbedingungen und die Löhne ganz unten angekommen sind , dann kannst Du noch so schnell laufen, oder schrauben, oder kassieren, es wird nie mehr genug sein um ein normales Leben zu führen.
    http://www.discounter.eu/discounter/videos/
    Zu Deiner Info: Discounterisierung - Ökonomisch, betriebswirtschaftlich definiert, Zitat:
    Der Discountisierungstrend, d.h. die Tendenz zum Billigen, ist Realität. Mit spektakulären Preis-aktionen, zahllosen Sonderangeboten, Dauer-Niedrigpreisen und preisaggressiver Werbung versuchen nicht nur die großen Handelsunternehmen der jahrelangen Kaufzurückhaltung der Konsumenten, dem zunehmenden Konkurrenzdruck und den permanent steigenden Marktanteils-gewinnen der Discounter fast hoffnungslos zu begegnen. Rabattschlachten und Sonderaktionen sind zu einem geradezu marktbeherrschenden Phänomen geworden. Mit dem Schlagwort „Discountisierung der Gesellschaft“ ist zum einen die zunehmende Suche auch besser verdienender Konsumenten nach günstigen Angeboten gemeint. Darüber hinaus werden der Discountisierung auch verschiedene gesellschaftliche Auswirkungen problematischer Art zugeschrieben, etwa die Verödung von Innenstädten sowie die Beeinträchtigung der Beschäftigungs- und der Konsumkultur.
    Primär muss also unter dem ökonomischem Aspekt zunächst der Aufstieg der Discountgeschäfte (Aldi, Lidl & Co.) vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung der Betriebsformen des Einzelhandels betrachtet werden. Auch die Ursachen und die Folgen des Discounter-Booms, zum Teil heftig umstrittenen – die gesellschaftlichen Konsequenzen und Auswirkungen. In seiner extremen Form wächst (trotzBiIllig –bzw. gerade deshalb ) anschließend zwar kein Gras mehr, andere Branchen werden davon auch betroffen, aber die Inhaber dieser Konzerne sind Multimilliardäre. Sie zählen zu den reichsten Menschen unseres Planeten. Versteckt hinter Stiftungen die keine Stiftungen sind, hinter weiteren Expansionen, Phantome von Unternehmer hinter Überwachungskameras die kaum ein Mitarbeiter je persönlich kennt, Soziale Verantwortung gleich Null. Diese maßlosigkeit gibt’s zwar nicht nur bei den Discountern, aber dort umso mehr! Hoffentlich hast Du Deine kleine Chance in anderen Berufen vor lauter Lidl und Co. Geschwafel dann nicht schon verpennt. Übrigens was die Löhne von Lidl betrifft- siehe dazu: http://www.taz.de/!63209/ Abschließend - Keine Frage.... Im Handwerk gibts auch nicht wenige schwarze Schafe. Im Lebensmittel- Discount allerdings durch Aldi, Lidl,&Co. gibt’s nur kreidefressende Wölfe im Schäfchenpelz. Die beiden genannten ganz vorne an 1. Stelle. Vielleicht geht Dir ein Licht auf wie das Hamsterrad funktioniert. Ich hoffe Du triffst die richtige Entscheidung. Machs gut.

  11. NURICH - 16.11.2011, 18:19 Uhr (Kommentar melden)

    Ich denke es macht wenig Sinn über einzelne Handwerksbetriebe nachzudenken- schwarze Schafe gibt es überall. Wenn die Discounter im Visier der Kritiker stehen, dann doch weniger wegen der Bezahlung, sondern vielmehr wegen der Methoden, der Arbeitsbedingungen mit denen sie Milliarden Umsätze und 3stellige Millionengewinne (Lidl) erwirtschaften, die in die in keinerlei Verhältnis zu den niedrigen Preisen stehen. Da kann man nur noch nachforschen. Das haben verschiedene Organisationen getan, u. a. Attac, Ver.di etc. Was sie zutage gefördert haben, spricht Bände. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/aldi-brutal1383241
    http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/eh/lidlkobel2.html
    Das sind Konzerne mit tausenden von Filialen. Ein Vergleich mit dem Handwerk ist nicht machbar - denn die Strukturen sind ganz anders.
    Im Handwerk selbst sind ebenfalls große Unterschiede zu verzeichnen. Was fällt nicht alles darunter Friseure, Metzger, Tischler, Schreiner, Bäcker, Maurer, Goldschmiede, Maler / Tapezierer u.u.u. Soweit ich weiß haben fast alle Bereiche Tarife und angreifbar sind doch eigentlich nur Betriebe die Tarife unterlaufen und zudem schlechte Arbeitsbedingungen stellen. Die gibt es mit Sicherheit, aber ebenso bestimmt auch unzählige die sich als guter Arbeitgeber erweisen. Die meisten Betriebe sind klein und in privater Hand. Sorry, wenn ich dass jetzt mal so deutlich schreibe: Ist der Chef ein Ar… --hast du ganz einfach verloren…. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch die vorhandenen Probleme – eine schlechte Auftragslage, explodierende Energiepreise, Rohstoffe, teure, zugekaufte Fertigteile usw. Dann wird man noch von der Kammer zwangsrekrutiert und muss Beiträge zahlen. Dazu ganz besonders noch die Schwarzarbeit, - sogar der eigenen Angestellten nach Feierabend. Auch dass muss mal angesprochen werden. Ich denke hier können 1000 verschiedene Handwerker ihre Erfahrungen berichten und alle sind vermutlich, trotz der subjektiv eingefärbten Wahrnehmungen, im Kern der Aussage richtig – daraus lässt sich aber keine Systematik ableiten, denn die „Verursacher“ sind immer andere Personen und nicht nur eine, wie z. B. Dieter Schwarz, dem Lidl, Kaufland u. a. gehören. Allenfalls kann man einen gewissen „Trend“ ablesen, ob das HW dazu neigt, schlecht zu zahlen. Und dass---- nach der Ausbildung. Die Ausbildungszeit ist keine brauchbare Größe. Im HW ist ein Auszubildender in den ersten Monaten nicht so „brauchbar“ wie bei Lidl, wo er vom ersten Tag an, tüchtig mitarbeiten muss und auch kann. Daher sehe ich es nicht als Angriffspunkt, wenn bei Lidl Azubis von Anfang an mehr Geld verdienen – und wer keinen Spaß am Verkauf hat, fängt da ohnehin nicht an. Die Gründe, warum dem HW nur wenig geeignete Kandidaten/ Interessenten zur Verfügung stehen, müssen meiner Meinung nach woanders gesucht werden. Und ich verabscheue Lidl und Co!!

  12. S.W. - 16.11.2011, 08:16 Uhr (Kommentar melden)

    Schwarzmalerei da haben wir mal wieder die BILD Kandidaten - natürlich wird nur über die rabenschwarzen Betriebe berichtet. Wer zwingt die Azubis bei Ausbeutern zu bleiben? Wir haben schon "Wechsler" aufgenommen. In unserem Betrieb (GasWasserInst) haben wir die 38,5 Stunden Woche, 30 Tage Urlaub (ja auch für azubis) 50% Urlaubsgeld, usw usw. Aus Interesse habe ich 2009 einmal rückwärts gerechnet: tatsächlich gearbeitete Jahresstunden des Azubis (also nicht Schule) und gezahlten Lohn ins Verhältnis gesetzt - und bin auf brutto über 6,- gekommen. Und das für den "Frischling" der die meiste Zeit nur zuschaut und beim Kunden auch nicht verrechnet werden kann. Zur 60 Stunden Woche des KFZ-lers:...wahrscheinlich sind es eher gefühlte 60, schon rein rechnerisch wären das 10-12 Stunden am Tag zzgl Pausen - selbst ein KFZ Betrieb hat nicht so lange geöffnet. Wir haben bisher noch jeden unserer Lehrlinge, die ein vernünftiges Zeugnis hatten übernommen. Nicht allein die Betriebe entscheiden über Durchkommen/Durchfallen durch die Prüfung: mit der "Scheißegal"-Einstellung, die manche Azubis in der Berufsschule an den Tag legen, ist halt auch keine gute Theorie-Note machbar. Vielleicht sind wir ja eines der "weißen"Schafe, dafür sprechen unsere Mitarbeiterjubiläen der letzten Jahre...und als Fazit: Es gibt auch ANSTÄNDIGE Betriebe, die sich um ihre MA sorgen und kümmern!

  13. Uwe Lechte - 15.11.2011, 19:53 Uhr (Kommentar melden)

    Bin seit 30 Jahren Heizungsbauer und das gern.Geld möchte ich Natürlich auch Verdienen. Aber mein Beruf Bringt mir Freude und Anerkennung ich mach das es Warm Wird. Autoschrauber sind für mich keine Handwerker. Was bauen die denn ? Ausser Teile ein. Habe Lehlinge betreut bzw. Ausgebildet. Nach 1 Monat habe ich immer die gleiche Frage gestellt. Und wie is. Hast es dir so vorgestellt alle die ja gesagt sind auch heut noch im Beruf oder Meister im Gewerk. Ich wollte nie Schlipsträger werden.