Ehrensold
Wulff und die Wut der Meister
Die maximale Kohle für die minimale Amtszeit: Beim Begriff "Ehrensold" kriegt auch so mancher Handwerker die Krise. Die Unternehmerfau Carol Höhnisch hat eine Idee, wie Sie Ihre Wut umlenken können – mit einem Klick.
Diese Leistung ist sehenswert: Der Mann hat sich in Lichtgeschwindigkeit demontiert. Und er hat die Politikverdrossenheit spitzenmäßig vorangetrieben. Christian Wulff hat versagt. Als Bundespräsident. Und als Mensch. Das muss belohnt werden! Genau, mit 199.000 Euro im Jahr.
Ist das gerecht? Zwei Drittel der Teilnehmer der aktuellen handwerk.com-Umfrage verneinen diese Frage kategorisch, entweder weil "der Ehrensold grundsätzlich zu hoch ist" oder weil Wulff „viel zu kurz im Amt war". 597 Tage waren’s exakt. Schneller hat diesen Job vor ihm keiner erledigt.
Dass die "Maßlosigkeit auf der einen Seite immer größer wird, während wir für Krümel dankbar sein sollen", nervt Carol Höhnisch. Und weil sie ein – wenn auch nur kleines – Zeichen setzen will, empfiehlt die sächsische Unternehmerfrau den Besuch von
openpetition.de
.
Das Internetportal beruft sich auf Artikel 17 des Grundgesetzes: "Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden." Warum nicht auch via Internet? Nur schade, dass die Forderung zu wenig Öffentlichkeit hat, meint Höhnisch: "Aber das können wir ja ändern."
(sfk)
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Hallo zusammen. Sollen wir einknicken vor den Machenschaften dieser korrupten Politiker und sie gewähren lassen. Eine Belohnung gibt es für sie oben drauf ?? Dann können wir unsere "Demokratie", wenn es überhaupt noch eine ist, gleich in den Boden stampfen. Es geht um moralisches Handeln, um Ethik schlechthin. In der Wirtschaft, in der Gesellschaft und gerade in der Politik, die die Voraussetzungen und Grundlagen für unser Handeln bestimmen soll.
"...versagt. Als Bundespräsident. Und als Mensch." Nun schliesst sich also auch Handwerk.com dem allgemeinen Wulff-Bashing an. Das pauschale Vorverurteilen und Bepöbeln scheint ja heute zum guten Ton zu gehören. Bisher dachte ich, dass gerade der Handwerker - konservativ, ruhig und besonnen die Dinge hinterfragend - einen angenehmen Gegenpol zum heutigen häufig hirnlosen hinterhergeplapper darstellt. Aber vielleicht bin ich ja auch schon von gestern. Schade eigentlich. Hat eigenlich irgendein Schreiberling mal gelernt, das Wort "Vorverurteilung" zu buchstabieren?
Liebe Redaktion, liebe Leser, ich kann diese Diskussion nicht mehr ertragen. Da gibt es viel wichtigere Themen über die wir öffentlich Diskutieren sollten. Z. B. dass die Banken ihren Aufgaben zur Finanzierung der Wirtschaft nicht nachkommen. Oder das Politiker nicht klar und gerecht entscheiden können weil ihre Posten und Anstellungen in der Wirtschaft Sie in eine Richtung ziehen Fakt ist dass Herr Wulf nach dem Amt des Bundespräsidenten politisch verbrannt ist. Ein Rückweg in die aktive Politik ist unmöglich. Fakt ist auch, dass er als ehemaliger Bundespräsident genauso wie seine Vorgänger repräsentierende Aufgaben haben wird. Aber wollen wir wirklich als Volk, dass Herr Wulf (mal übertrieben) der erste Hartz 4 beziehende ehemalige Bundespräsident ist? Oder Diskutieren wir so lange über den Ehrensold bis er freiwillig darauf verzichtet und wir Ihn in weitere Aufsitsratstellen treiben - wo wir ihn dann auch nicht haben wollen ???
Ich persönlich finde Wut als die schlechteste Denkweise um Entscheidungen zu fällen die nicht nur uns, sonder auch die nächsten Generationen betreffen.