Steuern
Wie viel darf ein Steuerberater kosten?
Absichern und kontrollieren
Geht das alles nicht auch einfacher? Anscheinend nicht, wie Nora Schmidt-Keßeler von der Bundessteuerberaterkammer berichtet. Steuerberater seien an die gesetzliche Gebührenverordnung gebunden. "Ein Steuerberater ist verpflichtet, die Steuerberatergebührenverordnung azuwenden", betont Schmidt-Keßeler. Sie schaffe Rechtssicherheit und diene dem Schutz von Verbrauchern und Steuerberatern. Die Gebührenverordnung solle es Mandanten ermöglichen, die Rechnung ihres Steuerberaters nachzuvollziehen.
Wer die Rechnung seines Steuerberaters nicht versteht, sollte ihn zunächst selbst um eine Erklärung bitten. Steuerberater sind gesetzlich zur Honorartransparenz verpflichtet, berichtet Schmidt-Keßeler. Rechnungen über komplexe Arbeiten und Sonderaufgaben würden Steuerberater zudem meist detailiert mit ihren Mandanten besprechen.
Wer sich hingegen alleine zurecht finden will, kommt ohne die StBGebV, wie dieses Regelwerk auch abgekürzt wird, nicht aus. Im Internet ist sie zum Beispiel unter http://bundesrecht.juris.de in den alphabetisch sortierten Gesetze/Verordnungen zu finden.
Kommt es zu Unstimmigkeiten mit dem Steuerberater, so empfiehlt Schmidt-Keßeler die zuständige Steuerberaterkammer als neutrale Vermittlungsstelle.
Wer es erst gar nicht so weit kommen lassen will, sollte allerdings vorher mit seinem Steuerberater reden. Steuerberater sollten mit ihren Honoraren offensiv umgehen und vorher eine klare Absprache treffen, wie sie abrechnen, betont Steuerrechtler Jens Hanspach. Damit das am Ende funktioniert, seien allerdings auch die Mandanten gefordert: Wer seine Belege für die Buchhaltung am Jahresende in einem Schuhkarton abliefert, muss damit rechnen, dass es nicht bei der Mittelgebühr bleibt.
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1 Kommentar zu "Wie viel darf ein Steuerberater kosten?"
Bin Österreicher. Was ist der Mindestinhalt des Jahresabschluss-Berichtes von Steuerberatern - bei Einnahmen-Ausgaben-Rechner? Für wen sind diese Inhalte gedacht? Danke!