06.09.2011
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Leserstimme

Wie dämlich kann ein Schwarzarbeiter sein?

Diese Frage werden auch Sie sich stellen, wenn Sie das Vorstellungsgespräch mit so einem "Experten" lesen, das handwerk.com-User "Malermeister" geführt hat. Wir jedenfalls sind beeindruckt, dass "Malermeister" dabei so ruhig geblieben ist.

Der "Malermeister" sucht dringend einen Gesellen. Zum Vorstellungsgespräch bringt ein Bewerber - besser spät als nie - seinen Lebenslauf mit.

Darin steht: "01.04.2010 : Beginn einer nebenberuflichen Selbstständigkeit 'Farbgestaltung rund ums Haus'".

Und dann folgt ein interessantes Frage-Antwort-Spiel, das wir uns nach Malermeisters Beschreibung so vorstellen:

Was ist das für eine Nebentätigkeit?
- Hausmeisterservice - wegen der Kontrollen. Aber eigentlich alle Malerarbeiten!

Wie wärs dann mit dem Meistertitel?
- Bloß nicht, viel zu viel Verantwortung und Gewährleistung.

Falls wir Sie einstellen - würden Sie dann schwarz für unsere Kunden arbeiten?
- Klar doch. Aber nur in meiner Freizeit!

Vielen Dank - und Tschüss!

Für "Malermeister" ein typischer Fall, der vor allem eines belegt: Diejenigen, die am lautesten gegen den "Meistertitel" und den "Meisterzwang" protestieren, sind diejenigen, die schwarz Meisterarbeiten ausführen oder als Gesellen zu unfähig sind, einen festen Job zu behalten.

Den ganzen Leserbrief von "Malermeister" und weitere User-Stimmen zum "Meisterzwang"
lesen Sie hier.

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3 Kommentare zu "Wie dämlich kann ein Schwarzarbeiter sein?"

  1. malerbetrieb - 12.09.2011, 15:26 Uhr (Kommentar melden)

    @Hamburger Nörgelmeister Natürlich haben Sie vollkommen Recht! Was nutzen uns die Handwerkskammern, die sich nicht hinter ihre Handwerksmeister stellen? Das ist aber nicht das einzige Problem: solange sich die Mehrheit der Bundesbürger nicht darüber bewußt ist, was ein weiter sinkendes Qualitätsniveau im Handwerk im Gesamtzusammenhang für die deutsche Wirtschaft bedeutet, haben wir sozusagen keine Lobby. Und des weiteren: die Forderungen nach sinkenden Qualifikationen dehnen sich ja mittlerweile auf alle Berufsfelder aus. Unsere Meinung hierzu ist (haben wir in Teilen schon auf einer anderen Plattform kundgetan, wollen es aber auch der Seite „handwerk.com“ nicht vorenthalten) : In der Tat - es gibt EU-Länder, in denen gibt es den Meistertitel nicht. Mit fatalen Folgen für die dortige Bauwirtschaft! Und mit einem Vorteil für deutsche qualifizierte Handwerker: diese werden im Ausland (nicht nur im europäischen Ausland) mit Kußhand genommen, bekommen z.B. in den USA relativ problemlos eine „Green-Card“, etc.. Warum ist das wohl so? Warum soll Deutschland sich von dem einzigen Rohstoff verabschieden, den Deutschland überhaupt hat??? Deutschland ist dafür bekannt, daß hier in allen Berufssparten hervorragend ausgebildet wird (im Handwerk übrigens von den so gerne verunglimpften Meisterbetrieben!) - es ist das Wissen und Können, das Deutschland auszeichnet. Es ist das Wissen und Können, das Deutschland auch exportiert! Und Deutschland wäre schlicht blöd, wenn es sich von seinen hohen Ansprüchen verabschieden würde. Alleine schon Stillstand ist Rückschritt. Was aber soll man dann dazu sagen, wenn man auch noch freiwillig den Rückwärtsgang einlegt. Am besten gleich zurück in die Steinzeit? Man kann nur beten und hoffen, daß ein Großteil der Bevölkerung noch klar, logisch und folgerichtig denken kann. Es wäre fatal, wenn man die positiven Errungenschaften der Vergangenheit wie „Perlen vor die Säue“ werfen würde, alles zu Gunsten der „Gleichmacherei“ und „Einheitssoße“: keiner hebt sich mehr ab - alle machen alles - alle verdienen das gleiche (egal, ob sie nichts oder viel tun!)! Das klingt doch sehr nach einer Regierungsform, die (aus gutem Grund) in nicht nur einem Land dieser Welt nicht bestehen konnte!!! Unser Kapital ist - egal in welchem Beruf - die Qualifikation! Die wirtschaftlichen Erfolge der BRD basieren einzig und allein auf den Technologien, dem Wissen und Können! Nicht umsonst ist (jedenfalls derzeit noch) „Made in Germany“ ein Qualitätskriterium. Wenn wir uns hiervon verabschieden : und nichts anderes fordern die Gegner der Zulassungspflicht in diversen Handwerken - dann werden wir uns über kurz oder lang auch von unserem wirtschaftlichen Erfolg verabschieden. Wer sollte noch Interesse daran haben, deutsche Produkte zu kaufen, wenn er weiß, daß die Produktion derselben nicht mehr auf höchstem qualitativen Standard erfolgt? Wer sollte noch deutsche Handwerker ins Ausland holen, wenn alle wissen, daß die bisherigen hohen Standards nicht mehr eingehalten werden können? Alle regen sich über die „Rettungsschirme“ für Griechenland usw. auf! Wenn wir den Weg der „Gegner der Zulassungspflicht“ oder den Weg der Befürworter der sogenannten „Berufsfreiheit“ (= Gegner der Qualität) gehen werden, dann wird es bald die BRD sein, die einen „Rettungsschirm“ benötigt. Denn die Gelder für unseren Sozialstaat lassen sich mit Halbwissen, Halbkönnen und „Rumwurschteln“ sicherlich nicht erwirtschaften! Die Frage ist dann nur - welches EU-Land spannt dann den Rettungsschirm für die BRD auf ???? Es wird keines geben, daß dazu finanziell in der Lage ist (unter anderem aus o.g. Gründen! - siehe hierzu auch die „Quoten“ der jetzigen „Rettungsschirme“ - wer ist wieder einmal der Hauptgläubiger ??? Natürlich die ach so leistungsstarke BRD !!! Jeder sollte sich bewußt machen : die BRD ist ein Land ohne Rohstoffe !!! Bereits jetzt herrscht Fachkräftemangel (nicht zuletzt, auf Grund der Tatsache, daß viel zu viele Bundesbürger glauben, alles bereits zu können und alles bereits zu wissen und nicht bereit sind, sich weiterzuqualifizieren). Wer den Wohlstand in unserem Lande noch vollständig zerstören will - der braucht nur so weiterzumachen. Aber Vorsicht: gerade dieser Personenkreis schneidet sich über kurz oder lang ins eigene Fleisch. Auf Grund fehlender Qualifikationen wird es irgendwann einmal keine beruflichen Perspektiven mehr geben. Bereits jetzt arbeiten viele ungelernte Kräfte als Hilfsarbeiter zu entsprechend niedrigen Löhnen. Manche besitzen zumindest die Größe, zuzugestehen, daß sie auf Grund ihrer mangelnden Qualifikationen so wenig verdienen und zumindest in Teilen irgendwie auch vielleicht (nicht immer - aber doch häufig) selber Schuld an ihrer Situation haben. Diese Personen machen dann 2 - 3 Jobs, um sich und ihre Familie zu ernähren (daß sind dann die Personen, die - aus welchen Gründen auch immer - zwar keinen Beruf erlernt haben, dennoch aber begriffen haben, daß jeder doch noch für sich selber die Verantwortung tragen sollte. Hut ab vor diesem Personenkreis: dieser versucht, durch Fleiß Versäumnisse in der Vergangenheit wieder auszubügeln. Ein solches Verhalten verdient den höchsten Respekt der Gesellschaft). Viele werden jedoch dann vom Staat subventioniert (das sind - mit wenigen Ausnahmen - die Personen, die immer andere für ihre eigene Situation verantwortlich machen und diese anderen dann eben die Zeche bezahlen lassen). Wer soll das denn subventionieren, wenn irgendwann (wird zwar noch Jahre dauern - wird aber irgendwann so sein) einmal niemand mehr qualifiziert genug ist, um irgend etwas mit der Qualität „Made in Germany“ herzustellen oder zu produzieren, entsprechend die Einnahmen in der gesamten Bevölkerung sinken, somit auch die Steuereinnahmen und Abgaben in die Sozialversicherungen?? Protest auf Teufel komm raus? Wir protestieren einfach mal und sprechen von „Ungleichbehandlung“? Wir wollen zwar nichts leisten, aber alles haben? (wobei hier der Begriff „Leistung“ natürlich dann auch endlich einmal einheitlich definiert werden sollte - für manche Leute ist es schon eine „Leistung“, morgens aufzustehen!) So funktioniert es leider nicht. Und ich glaube, daß gerade der jetzt so vehement protestierende Personenkreis geradezu erbost wäre, wenn er z.B. im Falle einer Erkrankung im Krankenhaus von einer Person behandelt werden würde, die sich „für Medizin interessiert“ und sich ihr „Wissen angelesen“ oder anderweit „angeeignet“ hat. Oder wenn die pflegende Krankenschwester oder der pflegende Krankenpfleger eigentlich nichts gelernt hat, „Menschen aber sehr gerne mag“ (= ausreichende Grundvoraussetzung, um den Beruf auszuüben?). Und jeder, der sich für Autos interessiert, darf dann ohne Führerschein Auto fahren!!! Es ist doch schließlich eine Zumutung, eine Fahrschule zu besuchen und eine Führerscheinprüfung abzulegen! Wie kommt so ein dahergelaufener Prüfer denn dazu, über die Qualität meiner Fahrkunst zu urteilen?? Wirklich eine Frechheit! Es reicht doch aus, wenn jemand 18 Jahre alt ist und sich für Autos interessiert! Reicht doch als „Qualifikation“ vollständig aus. Und überhaupt: wer erdreistet es sich denn zu bestimmen, was Qualität ist. Liegt doch schließlich immer im Ermessen des Betrachters!? Standards brauchen wir nicht ? Alles eine Sache des persönlichen Empfindens? Und wenn wir schon dabei sind: wieso Volljährigkeit mit 18 Jahren??? Jeder Jugendliche, der sich persönlich für reif genug erachtet, muß natürlich auch voll geschäftsfähig sein. Natürlich nur dann, wenn ihm dies Vorteile verschafft. Im Falle eines Strafverfahrens muß dann natürlich dennoch nach Jugendstrafrecht abgeurteilt werden!!! Selbstverständlich doch. Man setzt sich immer auf den Stuhl mit dem weichsten Kissen! Rechte haben wollen alle : daß Rechte aber zwingend auch mit Pflichten einhergehen (sollte grundlegender Bestandteil der Erziehung jedes Kindes sein), das scheint ein gewisser Personenkreis nicht mehr zu wissen. Das Recht zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit setzt die entsprechende Berufsausbildung nun einmal voraus! Ausnahmslos in allen Berufen mit einer einzigen Ausnahme (die die Regel ja wieder bestätigt) : der Hilfsarbeiter! So alte Sprichwörter, wie z.B. „von nichts kommt nichts“, „eine Hand wäscht die andere“, „ohne Fleiß keinen Preis“, „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, usw. - die haben natürlich ausgedient. Auch Dinge, die sich bewährt haben, werfen wir jetzt über Bord. Hauptsache alle sind gleich. Hinterher sind dann alle so gleich, daß dann der nächste Aufschrei durch die Bevölkerung gehen wird : wir möchten als Individuum behandelt, geachtet und respektiert werden. Geht nun einmal aber leider nicht ! Alles kann man nicht haben! Entweder - oder ! Und nicht umsonst heißt es „Mitleid bekommt man geschenkt - Neid muß man sich erarbeiten“. Denkt eigentlich überhaupt noch jemand an die sich zwingend ergebenden Zusammenhänge und Konsequenzen, die sich aus diesen (absurden) Forderungen ergeben werden? Wie schon in einem anderen Beitrag auf einer anderen Plattform geschrieben: den derzeit arbeitenden Meisterbetrieben kann es schlicht egal sein (so lange sie dann „gleich“ behandelt werden und eben auch nur noch die Abgaben bezahlen, die „Hausmeisterservices & Co“ begleichen). Wir überzeugen weiter durch Qualität - ziehen uns aber natürlich im Ausbildungssektor zurück (warum sollten wir diese soziale Verantwortung denn weiterhin tragen, wenn ohnehin keiner etwas können muß, um alles tun zu dürfen). Beim Kunden überzeugen wir bis zu unserem Arbeits- (oder Lebens-?) Ende durch Qualität und haben daher für unser endliches Leben ausgesorgt. Nach uns dann eben die Sintflut! Kann uns ja auch wirklich egal sein. Dennoch sollten wir niemals vergessen: die „Verbrechen“, die wir jetzt an der Gesellschaft begehen, müssen unsere Kinder und Enkel dann später teuer bezahlen! Wer hier keine Skrupel hat, der möge so handeln. Wer sich aber der Tatsache bewußt ist, daß es unsere Aufgabe ist, unseren Kindern und Enkeln Werte zu vermitteln und diese Werte auch zu erhalten, der würde sich schämen, so haltlos Halbwissen und unausgegorenes Gedankengut zu verbreiten, das nur dazu geeignet ist, der gesamten Gesellschaft zu schaden. Es geht hier eigentlich nur am Rand um irgendwelche zulassungspflichtigen Handwerke. Das verstehen nur leider die wenigsten. Es geht hier schlicht um die Frage: wie wollen wir als Gesellschaft in der Zukunft weiter existieren? Auf welchem Niveau wollen wir uns bewegen (bzw. auf welches Niveau sind wir im Namen der Gleichheit zu sinken bereit?)Ist wenigstens ein Teil der Bevölkerung der BRD bereit, weiterhin die schwächeren Mitglieder dieser Gesellschaft zu unterstützen (Sozialstaat)? Mit der Abschaffung der Qualifikationen schaffen wir mit der Zeit aber dann auch alle sozialen Errungenschaften ab. Es ist ein Naturgesetz, daß diejenigen die „besser“ (im Falle der in diesem Lande lebenden Menschen meinen wir damit „besser ausgebildet“) sind, die meiste (und häufig beste) Leistung erbringen, somit - im Falle unserer BRD - die größeren Geldbeträge in die Staatskassen spülen (ob Steuern, Sozialabgaben oder ähnliches). Somit stützen diese Personen (die auch bereit sind, ihre Leistung auf den Prüfstand zu stellen und sich einem Prüfer oder einem Sachverständigen unterzuordnen) nicht unerheblich die Gesellschaft. Wenn wir diese Stärke (um die uns viele Länder beneiden - Neid, den wir uns erarbeitet haben!) jedoch zu Gunsten der „Gleichheit“ zerstören - es wird über kurz oder lang kein soziales Netz mehr geben. Unsere - und vielleicht noch die nächste - Generation wird es irgendwie regeln können. Und dann?? Ja - wir, die wir diesen gravierenden Fehler gemacht haben, leben dann nicht mehr. Wie schön für uns! Bisher war es immer so, daß die Generation unserer Großeltern und Eltern für uns Kinder und Enkel etwas aufgebaut und geschaffen hat. Und in der Zukunft sollen unsere Kinder und Enkel den „Dreck aufräumen“, den wir ihnen hinterlassen haben? Ist das nicht ein bißchen viel verlangt? Wir können einfach nicht verstehen und nachvollziehen, wieso der Ruf nach geringeren Qualifikationen immer lauter werden kann, wenn doch andererseits jeder einzelne für sich nur das Beste haben will. Das paßt auch nicht zusammen! Warum ist denn das qualifizierte Handwerk so „teuer“ ???? Weil der böse Handwerksmeister sich eine goldene Nase (natürlich auf Kosten der bei ihm beschäftigten „Sklaven“) verdient???? Die Gewinnmargen im Handwerk sind verschwindend gering. Gerade aber Meisterbetriebe im Handwerk werden mit Kosten überzogen, die dem nicht hinreichend qualifizierten Personen noch nicht einmal dem Namen nach bekannt sind - alles aber Gelder, die bezahlt werden müssen - nicht zuletzt, um unseren Sozialstaat am Leben zu erhalten. Übrigens: häufig sind es Handwerksmeisterbetriebe, die die Kinder derer ausbilden, die nach „Freiheit“ so laut rufen! Unsere Gesellschaft sollte stolz sein auf die Errungenschaften der Vergangenheit. Unsere Gesellschaft sollte die Werte für die Zukunft bewahren - auch um eine leistungsfähige (und soziale) Gesellschaft zu bleiben. Na ja - nach unten geht’s eben immer und einfacher und schneller! Dafür braucht man in der Tat keine Qualifikationen! Das schafft man alleine durch destruktives Denken und Handeln! Kurzfristig mag der eine oder andere tatsächlich profitieren, wenn jeder alles machen darf - auch wenn er es gar nicht machen kann. Langfristig jedoch bedeutet dies: wir ruinieren uns selber!

  2. Hamburger Nörgelmeister - 10.09.2011, 21:18 Uhr (Kommentar melden)

    Na super Artikel.aber solange die Handwerkskammer sich von Hausmeisterbetrieben die ganz offensichtlich reine Handwerksarbeiten durchführen ......in diesem Beispiel Installation von Haustechnischen Anlagen in Neubauten und auch in öffentlichen Gebäuden mit dem Hinweis der Gewerbefreiheit innerhalb der EU unter Druck setzen lässt .......nutzt der Meisterbrief den ehrlichen Handwerkern gar nichts .......die haben einfach den Rechtsstreit nicht gewagt und einem Gesellen einen Freibrief ausgestellt damit dieser neben seinen Hausmeisterdiensten auch noch schön montieren kann .........ein Schlag ins Gesicht von jedem Handwerrksmeister .da nutzen Innung und Handwerkskammerbeiträge nicht wirklich ( wo für zahl ich den Scheiß eigendlich noch ? ) Es lebe der Mausmeisterservice .und der Begriff Bauwerkssanierung .EU wir kommen

  3. promeister - 06.09.2011, 19:43 Uhr (Kommentar melden)

    Das entspricht auch unserer Meinung. Denn wenn die Meisterpflicht fällt, fällt leider auch das qualifizierte Handwerk. Dann darf jeder Hanswurst die meisterpflichtigen Arbeiten mehr schlecht als recht ganz legal ausführen und die Anwälte hätten so viel zu tun wie nie zuvor. Die Gegner der Meisterpflicht zahlen keine Handwerkskammerbeiträge, Berufsgenossenschaftsbeiträge und tragen weder Ausbildungskosten des Nachwuchses noch Verantwortung für ihre Arbeiten. Sie profitieren vielmehr von Gewerken, die vorher von Meisterbetrieben ausgeführt wurden oder die Meisterbetriebe dürfen den Pfusch der "Heimwerker" hinterher beseitigen. Beides ist wenig erfreulich. Schwarzarbeit erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, ungeachtet der Strafbarkeit. Hier zählt nur schnelle Kasse und möglichst billig. Dass der Auftraggeber lediglich an sich selbst spart, ist diesem spätestens beim Ergebnis bewusst, wenn überhaupt. Erschreckend ist die hohe Zahl von Auftragnehmern, die ganz offen und dreist Schwarzarbeit öffentlich anbieten. Ebenso fördern Auftraggeber ungeniert mit ihren unverschämten Preisvorstellungen die Schwarzarbeit, teilweise sogar mit dem Zusatz "benötige keine Rechnung". Und gerade dieser Personenkreis regt sich dann lautstark über die Meisterpflicht auf.