17.01.2003
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Innovation

Service-Ideen aus der Wertschöpfungskette

Die besten Ideen für neue Serviceangebote finden Handwerker im eigenen Unternehmen: Ein Blick auf die Wertschöpfungskette zeigt Ansatzpunkte für zusätzliche Dienstleistungen - maßgeschneidert für Kunden und Betrieb.

Die besten Ideen für neue Serviceangebote finden Handwerker im eigenen Unternehmen: Ein Blick auf die Wertschöpfungskette zeigt Ansatzpunkte für zusätzliche Dienstleistungen – maßgeschneidert für Kunden und Betrieb.

Was ist eine Wertschöpfungskette (Wertkette)?
„Die Wertschöpfungskette wird gebildet aus allen Tätigkeiten in einem Unternehmen, die dazu beitragen, dass Gewinn erzielt wird“, sagt Marco van Elkan, Geschäftsführer des Instituts für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier (InMit).

Dazu zähle beispielsweise die Beschaffung der Rohstoffe und Materialien, die Herstellung, Forschung und Entwicklung, Anbahnung von Geschäften, Beratung, Verkauf, bis hin zur Reparatur und Recycling von Produkten.

Nach Angaben van Elkans greifen diese Schritte ineinander und bilden das Leistungsangebot einer Firma, mit dem schließlich das Geld verdient wird.

Ein frischer Blick auf die Arbeitsschritte
Unterteilen Sie einen typischen Auftrag schriftlich in alle erforderlichen Arbeitsschritte“, sagt van Elkan. „Untersuchen Sie jeden Schritt dann daraufhin, wo aus Sicht des Kunden zusätzlicher Nutzen gestiftet werden kann.“

Arbeitsschritte als Service-Angebot
Ein Beispiel: Ein Tischler baut Küchen ein. Dafür ist es notwendig, den Raum exakt zu vermessen. Vielleicht haben Kunden Interesse an einen maßstabsgetreuen und präzisen Grundriss der gesamten Wohnung. Solch ein Grundriss könnte den Bewohnern bei Planung der Inneneinrichtung helfen. Es wäre möglich, die Pläne in Papierform zu verkaufen oder Computer-Daten zu liefern, vielleicht inklusive einer Software, mit der sich Einrichtungsvarianten am PC erstellen und betrachten lassen.

Leistungen bündeln„Zusätzliche Dienstleistungen können aber nicht nur auf einzelnen Phasen der Leistungserstellung aufsetzen, sondern auch durch Bündelung zusätzlicher Leistungen entstehen“, sagt van Elkan.

Dabei werde die Leistungsfähigkeit typischer Handwerksunternehmen schnell überschritten. Die Lösung liege in Kooperationen.

Beispiel: Vielleicht haben die Kunden ihren Grundriss und die zugehörige Software gekauft. Vielleicht haben sie bemerkt, wie einfach sich per Mausklick Möbel verrücken, Wände versetzen und Gardinen aufhängen lassen. Die Wohnung ist schöner, moderner und heller geworden – allerdings nur auf dem PC. Die Küche ist neu, der Rest der Wohnung fällt dagegen ab. Der Tischler könnte Handwerker für Badsanierung oder Innenausbau empfehlen, mit denen er kooperiert. Der empfohlene Innenausstatter verwendet dieselbe Software und vervollkommnet die Entwürfe der Kunden oder erstellt dank der Schilderung des Tischlers vorab Entwürfe, die zu den Kunden und der neuen Küche passen. Ein ebenfalls kooperierender Maurer versetzt Wände oder schafft Durchbrüche, ein Elektriker modernisiert Verkabelung und Licht, ohne dass die Kunden selbst sich die geeigneten Handwerker suchen müssen. Abgerechnet wird über nur einen Betrieb der Kooperation.
„Die Vorteile für den Kunden sind offensichtlich: Er hat nur einen Ansprechpartner, muss nicht die unterschiedlichen Gewerke koordinieren oder Verhandlungen führen“, meint van Elkan.

(cla)

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1 Kommentar zu "Service-Ideen aus der Wertschöpfungskette"

  1. Steffen Adler - 25.10.2010, 12:45 Uhr (Kommentar melden)

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