Zweifelhafte Angebote
Weniger Aufträge, mehr Gewinn
Bei einem Auftrag wird nichts hängen bleiben? Da sollte die Antwort lauten: "Nicht mit mir."
"Aufträge: Sagen Sie auch mal Nein?" Jeder zweite Teilnehmer der aktuellen handwerk.com-Umfrage hat kein Problem mit klaren Absagen. Schließlich zahle sich "nicht jeder Auftrag" aus.
Wie angebracht eine Absage sein kann, betont Wolfgang Miethke: "Wenn Aufträge sich betriebswirtschaftlich nicht lohnen, können sie der sicherste Weg in die Pleite sein." Davon nimmt der Betriebsberater der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen Aufträge zu Werbe- oder Akquisezwecken aus. "Aber dann wissen die Unternehmer, warum sie das tun."
In allen anderen Fällen sollten sich die Unternehmer fragen: "Kann ich die Sache kostendeckend abwickeln?" Stimmt der Preis nämlich
einmal nicht, könne der Unternehmer dem Kunden beim zweiten Mal den angemessenen Preis nur schwerlich vermitteln.
Ob ein Auftrag die Kosten deckt, stellen Unternehmer laut Miethke am besten mit Nachkalkulationen fest: "Dabei schreiben Sie schlicht auf, was an Stunden und Material in den Auftrag geflossen ist." Habe ein Betriebsinhaber ohne Gewinn gearbeitet, werde er die nächste ähnliche Anfrage "mit spitzen Fingern anfassen".
(bw)
