05.11.2009
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20 Jahre Mauerfall

Wende vor der Wende

Schnaps gegen Draht

Das Werk in Elbingerode produzierte Holzleitern und Gemüsekisten. Um Draht für die Kisten zu bekommen, musste er bis nach Leipzig. „Das war das reinste Tauschgeschäft. Wir haben Hausschlachtewurst mitgenommen und Schierker Feuerstein. Und dann konnten wir mit der Gegenware wieder eine Weile arbeiten“.

Der Staat habe alle größeren Betriebe vereinnahmen wollen. Ehrt nennt es „Willkürherrschaft“. Anfang der 70er-Jahre hatte sein Vater 13 Angestellte. Das war nahe an der Grenze. „Denn ab 15 wurde verstaatlicht, was ihnen unter die Augen kam.“ Die einzige Lösung: Ehrt Senior musste Personal entlassen, mit acht Angestellten war er auf der sicheren Seite. Nicht auffallen war angesagt. „Sonst hätte man uns die Holzkontingente womöglich gekürzt“, berichtet der Familienvater.

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