12.02.2002
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Checkliste

Warnung vor schwarzen Schafen

Keine Frage – Franchise ist "in”. Vom Boom der Branche versuchen auch unseriose Lizenzgeber zu profitieren. Handwerker, die mit einem Franchise-Anbieter verhandeln, sollten daher warnende Vorzeichen beachten ...

Seriöse Franchise-Anbieter haben sich in der Regel dem Ethik-Kodex des Deutschen Franchise-Verbandes in München angeschlossen und bieten alle erforderlichen Informationen sowie Serviceleistungen.

Mit dem Boom von Franchise-Systemen sind leider auch schwarze Schafe dazugekommen, die nur eines im Sinn haben: Schnelles Geld auf Kosten ihrer Franchise-Nehmer zu verdienen.

So erkennen Sie unseriöse Franchise-Geber

Kontaktaufnahme: Unseriöse Anbieter verstecken sich häufig hinter anonymen Chiffreanzeigen, oder sie suchen den Kontakt auf Massenveranstaltungen, für die sie möglicherweise noch Eintritt verlangen.

Marktauftritt: Fehlerhafte Unterlagen mit mühsam zusammengestellten Informationen sind ein erster Hinweis. Überprüfen Sie, ob die Berechnungen stimmen oder Lücken aufweisen. Verdächtig sind auch reißerische Angebote, die mit wenig Aufwand Millionenumsätze versprechen oder gar von einer völlig risikolosen Geschäftsidee sprechen – so etwas gibt es einfach nicht.

Franchise-Zentrale: Bei seriösen Anbietern steht die Zentrale jederzeit für Besuche offen. Wollen Anbieter partout keinen Besuch zulassen, kann etwas mit der Zentrale nicht stimmen.

Erfolgsnachweis: Lassen Sie sich in jedem Fall konkrete Erfolge des Systems nennen und nehmen Sie Kontakt mit anderen, bereits aktiven Franchise-Nehmern auf. Seriöse Anbieter können den Erfolg des Systems mit Zahlen oder Presseartikeln belegen. Außerdem vermitteln sie angeschlossene Partner für Erfahrungsberichte.

Junge Franchise-Systeme: Franchise-Anbieter, die gerade auf den Markt gekommen sind, verfügen logischerweise nicht über die vielfältige Erfolgsnachweise – allerdings sollten dann auch die Gebühren entsprechend niedriger sein. Hier gilt die Faustregel: Seriöse Systeme verfügen schon in der Planungsphase über 75 Prozent des erforderlichen fachlichen und unternehmerischen Know-how. Dieses vervollständigen sie in der Anlaufphase nachvollziehbar.

Finanzierung: Jedes System erfordert neben der einmaligen Einstiegsgebühr sowie laufenden Franchisekosten Geld für Anfangsinvestionen. Vorsicht bei Franchise-Anbietern, die sich ausschließlich für die finanzielle Lage des potenziellen Lizenznehmers interessieren!

Termine: Unseriöse Anbieter argumentieren oft mit Zeitdruck oder einer begrenzten Zahl von Lizenzen. Gerade dann ist Vorsicht geboten: Setzen Sie nie überhastet eine Unterschrift unter einen Vertrag! Studieren Sie das Kleingedruckte sorgfältig und ziehen Sie im Zweifelsfall Ihren Rechtsanwalt, Unternehmensberater oder die Sachverständigen der Berufs- oder Franchise-Verbände zu Rate.

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