Von Vergabe-Frust geplagt
Eine Standardforderung in Sonntagsreden: "Öffentliche Aufträge müssen in die Region vergeben werden." Doch warum können Betriebe vor Ort nicht mit den Betrieben mithalten, die überregional agieren?
Eine Standardforderung in Sonntagsreden: "Öffentliche Aufträge müssen in die Region vergeben werden." Doch warum können Betriebe vor Ort nicht mit den Betrieben mithalten, die überregional agieren?
Dass ihnen Konkurrenten aus aller Herren Bundesländer die Aufträge wegschnappen, ist eine Beschwerde vieler Betriebe. Zu recht? Schließlich steht in der VOB geschrieben, dass das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhält.
Aktuelles Beispiel: Heidelberg. Dort sind die Handwerker aufgebracht, weil immer wieder Kollegen bevorzugt werden, die günstigere Angebote abgeben können, berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung (rnz). Kollegen, die nicht gerade um die Ecke wohnen. In einem konkreten Fall sind Bauarbeiten an ein niedersächsisches Untenehmen vergeben worden. Die Anfahrt: mehr als 500 Kilometer.
"Wir achten auf den Umweltschutz und schaffen Arbeitsplätze vor Ort. Es wäre schön, wenn das bei der Gewichtung der Auftragsvergabe berücksichtigt würde", zitiert das Blatt den Chef einer Gebäudereinigungsfirma. Ein anderer Betriebsinhaber kritisiert, dass die Stadt Ausschreibungen im Internet veröffentlicht und Anbieter von außerhalb quasi mit der Nase auf mögliche Aufträge stößt.
Ihre Meinung zu diesem Thema interessiert uns. Ketzerisch gefragt: Warum ist es nicht in Ordnung, dass der günstigste Anbieter den Zuschlag erhält? Schreiben Sie uns!
(ja)
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