24.01.2012
Jeder Fehler wird bestraft
Unternehmer knallhart kriminalisiert
Vom Gewerbeaufsichtsamt bis zum Zoll: Den Zimmerermeister Horst Fittje nervt es, wie "überheblich und intolerant" Behörden mit ihm umspringen. Eine aktuelle Strafanzeige bringt das Fass zum Überlaufen.
Fittje (Name geändert) beschäftigt 14 Mitarbeiter und 2 Lehrlinge. Und das ist eine Hausnummer in seinem 500 Einwohner-Dorf in Niedersachsen. Respekt hat er sich deshalb offenbar nicht verdient – zumindest nicht, wenn man die Schreiben liest, die ihm Behörden und andere Institutionen schicken.
Wie der Zoll den Handwerksmeister schikaniert, lesen Sie auf Seite 2.

3 Kommentare zu "Unternehmer knallhart kriminalisiert"
Mal ganz abgesehen von dem beschriebenen Fall, ist es doch Fakt das die gefühlten 10.000 Gesetze, Normen, Verordnungen etc., die ein kleiner (Bau)unternehmer beachten muss, unmöglich korrekt umgesetzt werden können. Meistens fehlt es auch an liquiden Mitteln, um die dazu benötigen Fachkräfte im Büro zu beschäftigen oder einzukaufen. Dummheit schützt vor Strafe nicht, sagt das Sprichwort und das hat sich die Frau mit den neun Ehrendoktortiteln an der Spitze unseres Ländchens auf jeden ihrer neutralen Blazer eingraviert. Und so werden Verwaltungsabläufe und Gesetze weder vereinfacht noch abgeschafft, sondern im Gegenteil immer neue, zt. völlig sinnfreie dazu erdacht und erlassen um - so behaupte ich mal ganz subversiv - genau diese Fehler zu provozieren. Und wer schon mal einen Betriebsprüfungslauf der verschiedenen staatlichen Stellen mitgemacht hat, der weiß wovon ich spreche. Und besonders genial finde ich, dass bei jedem gefundenen Fehler mindestens eine andere staatliche Organisation gleich mitverdient. Tja - und die Mindestlöhne - gleiche Arbeit für gleiches Geld, sollte wohl das mindeste sein, aber - wissen sie eigentlich, wieviele Ein-Euro-Jobber bei ihrer Stadtverwaltung beschäftigt sind?
Herr Opermann ist sicher ein Beamter und ein wennig Weltfremd.Unsere Behörden sollten den Unternehmern auch mal Fehler zugestehen und Hilfestellungen anbieten, nicht immer nur draufhauen und sehen was zu hollen ist.
Zu Ihrer Frage ob das Jammer auf hohem Niveau ist. Meiner Ansicht `JA`. Zum ersten Beispiel. Wenn der Zoll kommt und auch wirklich was macht, dann hat das schon einen Grund. Und wenn Jemand meint, der anscheinend sowieso schon `keinen Tarif´zahlt, seinen Angestellten noch nicht einmal den `Baumindestlohn´ zu zahlen, auch noch ohne Strafe davonzukommen, das ist traurig. Zum zweiten Beispiel. Wenn er denkt das er ein Samariter ist, weil er jemanden einstellt der für Ihn arbeitet und wohl auch gute Arbeit macht und er nicht einmal einen ordentlichen Lohn bekommt, dann finde ich das traurig. Er als Chef hätte sich besser kümmern müssen und sollte nicht immer auf die Anderen schimpfen. Zum dritten Beispiel. Wer meint seine Angestellten nicht richtig auszurüsten oder über die UVV aufzuklären, der hat das Prinzip nicht verstanden. Wenn ein Dachdecker ohne Sicherung vom Dach fällt kriegt er doch keinen Cent von der BG. Abgesehen davon, dass es auch tödlich enden könnte. Im Großen und Ganzem finde ich, das er sich selber an die Nase fassen sollte und nicht nur jammern. Ein guter Betrieb braucht einen guten Kopf, sonnst funktioniert er nicht.