23.11.2006
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Ungesunde Machenschaften

Ungesunde Machenschaften

Dass die Verzahnung von Ärzten und Gesundheitshandwerkern nicht selten wie „geschmiert“ läuft, ist ein häufig gehörter Verdacht. Jetzt erhebt die Kaufmännische Krankenkasse öffentlich Korruptionsvorwürfe.

Dass die Verzahnung von Ärzten und Gesundheitshandwerkern nicht selten wie „geschmiert“ verläuft, ist ein häufig gehörter Verdacht. Jetzt erhebt die Kaufmännische Krankenkasse Hannover (KKH) öffentlich Korruptionsvorwürfe.

Laut KKH sollen beispielsweise Sanitätshäuser Orthopädie-Ärzte im großen Stil mit Schmiergeld oder „anderen Vergünstigungen“ ausstatten, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Im Gegenzug würden Mediziner dann explizit bestimmte Betriebe empfehlen.

Allein die Staatsanwaltschaft Gera ermittele gegen „zwei Ärzte, die bei Verordnungen im Wert von 150 000 bis 300 000 Euro betrogen haben sollen“. Die HAZ zitiert eine KKH-Sprecherin mit den Worten: „Diese Praxis hat sich in der Praxis als gang und gäbe etabliert.“ Eine KKH-Prüftruppe habe seit 2001 rund 7000 Fälle von Abrechnungsbetrug aufgedeckt.

Für Hinweise auf Abrechnungsmanipulation hat die KKH übrigens eine spezielle Hotline eingerichtet, die Fällen aus dem gesamten Bundesgebiet nachgeht: (0511) 2802 1177.

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