13.10.2011
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Glos verdient gut

Bundestag: Nebenjobs komplett streichen?

Nebentätigkeiten von Bundestagsabgeordneten: komplett streichen? Oder zumindest begrenzen? Eckhard Pols ist einer der wenigen Handwerker im Bundestag. Wir haben den Glasermeister mit dieser Idee konfrontiert.

"In der SPD gibt es Überlegungen, den Abgeordneten im Bundestag und im Europaparlament Nebentätigkeiten zu verbieten." Das hat unlängst der Spiegel vermeldet. Eine gute Idee?

Wie viel Geld tatsächlich auf ihre Konten fließt, können Volksvertreter durch die derzeitige Regelung bekanntermaßen leicht verschleiern. Die Einnahmen sind in drei Stufen aufgeteilt. Und Stufe 3 beschreibt lediglich, dass ein Bundestagsabgeordneter durch einen Nebenjob mehr als 7000 Euro verdient.

Insofern ist der Vorschlag der fraktionsinternen "Arbeitsgruppe Demokratie" der SPD radikal: Liebe Bundestagsabgeordnete, vergesst die Nebentätigkeiten, seid kritisch gegenüber Lobbyisten, konzentriert Euch auf Euren Job.

Eckard Pols gehört zur Handvoll von Handwerksmeistern im Deutschen Bundestag. Unter bundestag.de werden "Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat" aufgelistet. Für den Niedersachsen steht dort nur eine Nebentätigkeit : "Pols Glaserei, Lüneburg, Glasermeister". Der CDU-Politiker kann sich auf sein Mandat konzentrieren, denn ein Kollege ist in die Firma einsteigen, seine Frau Anja verantwortet die kaufmännische Seite des Betriebs.

Wie beschäftigt andere Abgeordnete nebenbei sind, lesen Sie auf Seite 2.

 
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1 Kommentar zu "Bundestag: Nebenjobs komplett streichen?"

  1. BoMa - 17.10.2011, 15:43 Uhr (Kommentar melden)

    Ich bin kein Politiker-Versteher, will aber mal davon ausgehen, dass nicht alle Politiker so gut besattelt sind wie ein Guttenberg, ein Westerwelle, oder ein Steinmeier. (Berufs)-Politiker mit einem guten Listenplatz innerhalb der eigenen Partei lehnen sich zurück und lassen sich im Notfall von den Lobbyisten befriedigen oder nach dem politischen Abgang auffangen. Aber die Masse der Abgeordneten, gleich ob im Bundestag, im Landtag oder im Stadtrat, muss sich ander- weitig sichern. Da ist man schnell abgewählt, wenn man als Abgeordneter politisch und wirtschaftlich nur der Mittelschicht angehört.