27.09.2012
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Ausbildung für die Tonne

Traumgehalt statt Traumberuf

Das Handwerk bildet aus, die Industrie greift ab. Dass Betriebe junge Leute fit fürs Leben machen, ist ehrenwert, zahlt sich aber oft nicht aus.

Gehaltsgefüge
Das Handwerk verliert gute Leute an die Industrie.
Gehaltsgefüge - 
Foto: BilderBox.com

Der Kampf um die Fachkräfte von morgen gerät zum Kampf der Wirtschaftsbranchen. Das Problem in der Kurzfassung: Handwerksunternehmer fangen die jungen Leute auf, die anderswo durchs Rost fallen. Die mit dem krausen Lebenslauf. Die mit den mangelhaften Rechtschreibkenntnissen. Die Bewerber, die von der Industrie nicht einmal zum Gespräch eingeladen werden.

Im Handwerk werden sie fit gemacht fürs Leben, für die Arbeitswelt – eine riesige Investition für kleine Betriebe.

Und plötzlich werden die eben noch Aussortierten interessant. Die Personalleiter der  Industrieunternehmen betrachten die Neu-Gesellen mit anderen Augen. Da stehen Leute vor ihnen, die etwas können. Die Arbeitsprozesse umsetzen, die selbstständig arbeiten können, die womöglich sogar pünktlich zum Schichtbeginn an der Stechuhr stehen würden.

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2 Kommentare zu "Traumgehalt statt Traumberuf "

  1. Peter Kleefisch - 29.09.2012, 22:36 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Handwerk oder Industrie. Vielleicht greife ich ja zu weit, wenn mich dieses Thema an unsere Zunfts-Traditionen erinnert. Liegt uns das etwa doch noch im Blut? Und dabei dachte ich, dass wir seit Napoleon und Voltaire etwas aufgeklärter wären. Da habe ich gleich gegoogelt und über uns etwas gefunden: "Der Zunftzwang ...... wurde nach der französischen Revolution in den von Napoleon dominierten Gebieten auch im deutschsprachigen Raum stark eingeschränkt oder ganz aufgehoben. Nach den Befreiungskriegen wohl stellenweise wiederhergestellt riss die Diskussion um die Gewerbefreiheit nun nicht mehr ab und spätestens 1871 ist diese im Deutschen Reich überall eingeführt." Liebe Kolleginnen und Kollegen. Lassen wir doch bitte im 21. Jahrhundert die Diskussion, ob unser Nachwuchs zwischen Handwerk und Industrie wechseln darf.

  2. Bruno Wolf - 29.09.2012, 13:10 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Na, na. Ist das ein Weckruf zu welcher Moral? Die "Einen" dürfen sich entwickeln bishin zum Konto im Steuer-Paradies. Und die "Anderen" dürfen sich entwickeln bishin zur goldenen Uhr als Altgeselle bei "Schitz & Sohn"?