Skurriles im Handwerk
Transporter fährt in Friseurgeschäft
Nicht alltäglich im Handwerk: Eine Handwerkerin bekommt einen Anruf von der Polizei, weil ein Transporter in ihr Ladengeschäft geschoben wurde und die Scheibe zertrümmert hat. Eine skurriles Ereignis in Wort und Bild.
Mit diesem Anruf hatte Sandra Kuhlert nicht gerechnet. "Samstagnachmittag, ich war gerade eine halbe Stunde zuhause", berichtet die Handwerksmeisterin aus dem niedersächsischem Reppenstedt.
Was war passiert? Auf dem Parkplatz vor dem Geschäft hatte eine betrunkene Frau versucht, auszuparken. Dabei stieß sie an einen Transporter und der rollte in den Laden. Die Frau muss gut unterwegs gewesen sein, denn der VW-Bus musste zunächst einen Bordstein überwinden, um bis zum Ladenfenster zu gelangen.
Die Frau wollte nach Angaben der Unternehmerin Fahrerflucht begehen. "Doch die Nachbarn waren wachsam und haben sie aufgehalten", berichtet Kuhlert. Sie sei nach dem Anruf direkt zum Geschäft geeilt.
"Zum Glück waren keine Kunden mehr da und es wurde niemand verletzt", ist sie erleichtert. Die Schaufensterscheibe und die Tür waren demoliert, Scherben lagen überall verteilt.
Ein besonderer Wermutstropfen: "Mein Plakat von der Imagekampagne ist auch kaputt gegangen. Den Slogan 'Im Zentrum der Deutschen Wirtschaft’ fand ich klasse", sagt die Frau.
Bis zum Abend dauerten die Ermittlungen und Aufräumarbeiten. 2, 47 Promille soll die Unfallverursacherin gehabt haben. Ein ortsansässiger Glaser hat eine provisorische Scheibe eingesetzt, so dass die Unternehmerin Anfang der Woche das Geschäft wieder aufnehmen konnte. "Dafür bin ich sehr dankbar. Denn eine Holzverkleidung im Fenster hätte die Kunden vergrault", ist sich die Friseurmeisterin sicher.
(ja)
