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Studie: Keine Kannibalisierung durch My-Hammer?
Eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts gibt Aufschluss über das Verhalten von My-Hammer-Kunden: Die Qualität von Handwerksleistungen spielt für sie durchaus eine Rolle. Und ihre Zahlungsbereitschaft steigt während des Ausschreibungsprozesses. Doch die Zahlen sagen auch vieles nicht.
Befragt hat das Fraunhofer-Institut die Kunden im Auftrag von My-Hammer. Die Fragen richteten sich nach Auskunft von My-Hammer-Sprecher Niels Genzmer an Auftraggeber, die Aufträge in die Kategorien „Zimmerer, Holz, Tischler“ und „Fliesenleger, Platten Mosaik“ eingestellt hatten.
Nach ihrer Zahlungsbereitschaft befragt wurden die Auftraggeber jeweils zweimal: nachdem sie den Auftrag auf My-Hammer veröffentlicht hatten und nach der Auftragsvergabe. Das Ergebnis: Die Zahlungsbereitschaft der Kunden stieg während der laufenden Ausschreibungen.
Auch die Qualität spielt der Studie zufolge eine Rolle für My-Hammer-Kunden. Jeweils 67 Prozent der Befragten gaben an, sich intensiv mit den Qualitätsmerkmalen von Tischler- bzw. Fliesenlegerarbeiten beschäftigt zu haben. Wichtig war den Befragten bei der Auswahl des Auftragnehmers zudem die Bewertung der Arbeitsergebnisse durch andere (Tischler: 67 Prozent, Fliesenleger: 73 Prozent). Dass die Auswahl des falschen Anbieters ein Risiko bedeutet, war 86 Prozent der Auftraggeber von Tischlerarbeiten bewusst und 89 Prozent der Auftraggeber von Fliesenlegerarbeiten.
Etwa die Hälfte der Befragten gab an, zuvor noch nie einen Auftrag in der jeweiligen Branchen vergeben zu haben (Tischler: 46 Prozent, Fliesenleger: 51 Prozent).
Für Niels Genzmer sind die Zahlen ein Beleg dafür, dass My-Hammer dem Handwerk neue Kunden zuführt und Online-Ausschreibungen nicht zu einer Abwärtsspirale bei den Preisen führen. Sein Fazit: „Es gibt keine Kannibalisierung des Stammgeschäfts durch My-Hammer.“
Warum die Studie eine solche These nicht beweist, lesen Sie in unserem Kommentar: „Was die My-Hammer-Studie nicht verrät“ .
(jw)
