Datensicherheit
Strategien gegen Spam
Die Flut an Spam-Mails ist kaum noch überschaubar. Besonders gefährlich ist es, wenn die Absender dafür Programme nutzen, die unbemerkt auf Computer zugreifen. Experten arbeiten an einer wirkungsvollen Strategie gegen Spammer.
Mittlerweile sind etwa 90 Prozent der weltweit verschickten E-Mails Spam. Laut Experten sind sogenannte Botnetze besonders gefährlich: Das sind Programme, die unbemerkt in Computer eindringen und großen Schaden anrichten, berichtet tagesschau.de .
Ein Bot ist demnach eine Abkürzung für Roboter. Da Programm, das sich dahinter verbirgt, werde auf dem Rechner installiert, ohne dass dessen Besitzer es merkt. Kriminelle könnten aus der Ferne auf Rechner zugreifen und dem infizierten System Befehle erteilen.
Wenn sich viele Bots zu einem Netz zusammenschließen, steige die Gefahr, schreibt das Nachrichtenportal. Das Ziel der Kriminellen, die solche Botnetze steuern: "Mit gestohlenen Daten schnell zu Geld kommen."
In drei Schritten spioniere die Schadsoftware Computer aus: "Erst werden alle Daten kopiert, die sich zu Geld machen lassen. Die Accounts werden entwendet und auf dem Schwarzmarkt angeboten. Die Programme sind sogar in der Lage, Tastaturanschläge zu kopieren, um beispielsweise Geheimzahlen abzugreifen", heißt es auf tagesschau.de. Danach würden Spam-Mails über Botnetze versendet. Die Programme missbrauchten zudem die gekaperten Rechner, um auf Servern unter falscher Identität zu erscheinen.
Was können Internet-User gegen diese ständige Gefahr tun? Mit dieser Frage beschäftigen sich Fachleute auf dem Anti-Spam-Kongress des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco in Wiesbaden. Sie fordern: "Die Provider müssen enger zusammenarbeiten."
Beispiel: Mit "honey pots" (Honigtöpfen) könnten die Verbrecher auf eine falsche Fährte gelenkt werden. Rechner, die der Staat absichtlich mit Schwachstellen programmiert, könnten Botnetze ablenken. Mithilfe der Provider lasse sich die IP-Adresse des Angreifers identifizieren. Dann wisse man, von wem der Spam an die Internetuser verschickt wurde und kann gegen sie vorgehen.
Wenn die Provider dann ihre Kunden schneller darüber informieren, dass ihre Rechner als Schnittstelle für Spam-Mails missbraucht werden, könnten auch die User schneller reagieren und weiteren Schaden vermeiden, sagte Lothar Eßer vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik dem Portal.
(ja)
