24.01.2012
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So bekommen Sie Ihren Bluthochdruck in den Griff

Stiller Killer Bluthochdruck - und erfolgreiche Abwehrstrategien

Ihr Herz rackert sich ab und sie merken es nicht. So geht es einem Viertel aller Bluthochdruck-Betroffenen. Als "stiller Killer" ist Bluthochdruck allerdings Vorbote todbringender Krankheiten. Tipps vom Arzt, wie Sie das Risiko in den Griff bekommen.

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Foto: bilderbox

Stiller Killer - so wird Bluthochdruck in der Fachliteratur genannt. Denn selbst wer die Diagnose in Händen hält, kann sich leistungsfähig und gut fühlen. "Dabei ist Bluthochdruck der wichtigste Grund für Schlaganfälle. Auch bei Herzschwäche, Niereninsuffizienz und Herzinfarkt spielt er als Ursache weit oben mit", berichtet Dr. Jan Menne. Er ist Herz- und Bluthochdruck-Spezialist an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Still und leise verschleißt Bluthochdruck auf Dauer die Organe. "Viele wachen dann im Krankenhaus auf, wenn die Folgen sich schon radikal bemerkbar gemacht haben", berichtet der Oberarzt. Erst im Krankenbett wird vielen seiner Patienten klar, dass Bluthochdruck ihren Körper schon seit Jahren überlastet. Dabei ist die späte Erkenntnis völlig normal: etwas Kopfschmerzen, vielleicht Nasenbluten, gelegentlich Ohrensausen. Das sind diffuse Symptome, die irgendwoher kommen könnten.

Etwas spezifischer sind Atemnot und eine Tendenz dazu mit hochrotem Kopf durchs Leben zu gehen. "Bis zu einem oberen Bluthochdruckwert von weit über 180 merken die meisten Patienten normalerweise nichts von ihrem Bluthochdruck", sagt Menne. Dabei beginnt Bluthochdruck schon ab einem oberen Wert von 140.

Zur Risikogruppe gehört ab 60 Jahren jeder Zweite. Menschen, die körperlich arbeiten, haben in der Regel niedrigere Werte. Wer unter Stress leidet, Alkohol und Zigaretten konsumiert und Übergewicht hat, treibt seinen Blutdruck nach oben.

Die gute Nachricht ist: Bluthochdruck lässt sich sehr erfolgreich behandeln. Darauf weisen die Deutsche Hochdruckliga und die Stiftung Schlaganfall hin. Voraussetzungen, um den eigenen Blutdruck zu senken, sind Medikamente einnehmen und seinen Lebenswandel anpassen. Das bedeutet nicht schlechter zu leben, aber gesünder! "Wer alle Risikofaktoren einschränkt, kann auf Werte unter 140 und 90 kommen", sagt Menne.

Dr. Mennes 10 Tipps für beste Erfolge

1. Regelmäßige Mahlzeiten
Übergewicht fordert den Körper zu Hochleistungen heraus, ohne Bluthochdruck ist das schlecht zu schaffen und mit verschleißt es auf Dauer die Organe. Um hier gegenzusteuern, reichen radikale Diäten mit schneller Abnahme nicht aus. Es kommt darauf an, die gesamte Ernährung umzustellen. Regelmäßige Mahlzeiten helfen, das richtige Maß zu finden. Dazu gehört ein Mittagessen. Das bewahrt davor, abends zu sehr reinzuhauen und damit den Stoffwechsel zu überfordern. Leichter machen Sie es Ihrem Körper auch, wenn Sie nicht allzu spät zu Abend essen. Wer seine Gewohnheiten tatsächlich umkrempeln will, sollte auf jeden Fall seine Familie ins Boot holen. Zusammen ist die Kehrtwende leichter.

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