12.08.2010
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Training

Stark auch in der Krise

Was bedeutet Resilienz?


Drei Fragen an Ilka Müller-Jastrzembowski, Resilienz-Beraterin

1. Was bedeutet das Schlagwort Resilienz?
Gemeint ist die psychische Widerstandskraft eines Menschen. Es geht um die Frage, ob und inwieweit er in der Lage ist, private und berufliche Krisen und Rückschläge unbeschadet zu überstehen und sogar gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Diese Fähigkeit zeigt sich zum Beispiel, wenn jemand mit seinem Unternehmen ins Schlingern gerät, einen Karriereknick hinnehmen muss.

2. Welchen Nutzen hat es, sich mit der eigenen Widerstandskraft auseinanderzusetzen?
Menschen sind heute ständigen Veränderungen ausgesetzt und im Berufsalltag ist der Zeit- und Leistungsdruck häufig extrem groß. Betroffen sind sowohl die Unternehmer selbst als auch deren Mitarbeiter. Eine Erkenntnis aus der Psychologie ist nun, dass auch erwachsene Menschen noch lernen können, diesem Druck besser standzuhalten. Mit dem richtigen Handwerkszeug kann ich erkennen, wo genau meine Stolpersteine liegen und wie ich mein Resilienzpotenzial weiter ausbauen kann.

3. Was zum Beispiel ist so ein typischer Stolperstein?
Ein großer Knackpunkt ist die mangelnde Fähigkeit, eine schwierige Situation erst einmal zu akzeptieren. Sich zu sagen: Ja, der Großauftrag ist geplatzt. Ja, die Situation ist so schlecht, dass ich Insolvenz anmelden muss. Viele verschwenden ihre Energie darauf, sich über Dinge aufzuregen, mit denen sie einfach umgehen müssten, die sie managen müssten, weil sie daran nichts ändern können. Und so etwas lässt sich lernen.

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