25.06.2002
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Sparkassen und Volksbanken wollen es wissen

Das planen die Genossenschaftsbanken

Die Genossenschaftsbanken werden noch vor Jahresende mit der Einführung ihres neuen Ratingsystems „BVR II“ beginnen. Ab August oder September sollen die Firmenkunden informiert werden, sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) gegenüber handwerk.com. In der Broschüre „Mittelstand aktuell“ skizziert BVR-Abteilungsleiter Bernhard Krob schon einmal vorab, was die Kunden der Genossenschaftsbanken erwartet:

Quantitative Kriterien

Wirtschaftliche Verhältnisse: aktuelle BWA

Das besondere Interesse wird laut Krob dem Bestand und der Entwicklung des Eigenkapitals, den Finanzierungsstrukturen und der Ertragslage gelten. Als Grundlage der Bewertung sollen die Jahresabschlüsse der vergangenen zwei Jahre und ergänzend aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) dienen.

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Kontoführung: Nur nicht überziehen

Qualitative Kriterien

Unternehmensentwicklung: Planungsdaten vorlegen

Management und Unternehmen: Controlling ist gefragt

Vor allem kaufmännische Fähigkeiten soll das Management gegenüber den Genossenschaftsbanken künftig beweisen. Ausschlaggebend seien die „Qualität des Rechnungswesens“ und die Möglichkeit der Geschäftsführung, jederzeit aktuelle Daten abzurufen. Daneben werde untersucht, ob ein Unternehmen über ausreichende und gesicherte Kalkulationsgrundlagen etwa auf der Basis eines Controllings verfügt.

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Markt und Branche: Vorsicht bei Großkunden

Die Banken werden auf der Grundlage von Brancheninformationen die Branchenentwicklung mit der bisherigen und künftigen Entwicklung des Betriebs am Markt vergleichen. Dabei gehe es um eine Analyse des direkten Unternehmensumfeldes: „Abhängigkeiten von einzelnen Abnehmern oder Lieferanten können zur existenzbedrohenden Situation für das Unternehmen werden. Je geringer die Anzahl der Abnehmer bzw. je höher der Umsatzanteil einzelner Abnehmer ist, desto belastender wirkt sich das auf die Ratingeinstufung aus.“

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