01.03.2012
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Solarförderung

"Energiewende in Gefahr"

Grenze erreicht

"Mit den geplanten Kürzungen erreicht die Fotovoltaik die Grenzen der Attraktivität. Die Energiewende und damit der Atomausstieg geraten in Gefahr", sagt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. Die zeitlichen Rahmenbedingungen für die Absenkung würden E-Handwerker hart treffen. Jakobi mahnt an, dass auch Anlagen betroffen sein könnten, die sich aktuell in der Planung oder im Bau befinden: "Die Kürzungsmaßnahmen wirken sich massiv auf deren Wirtschaftlichkeitsberechnungen aus." Ein Hoffnungsschimmer: Aus Berlin ist zu hören, dass die Regierungskoalition über die Übergangsfristen diskutiert.  

 - Finanzierung wackelt: Bei bereits fest beauftragten Anlagen können durch die veränderten Fördersätze die gesamte Wirtschaftichkeitsberechnung hinfällig sein. Hier wird noch über eine Verlängerung der Übergangsfristen diskutiert. Foto: BilderBox.com
Finanzierung wackelt: Bei bereits fest beauftragten Anlagen können durch die veränderten Fördersätze die gesamte Wirtschaftichkeitsberechnung hinfällig sein. Hier wird noch über eine Verlängerung der Übergangsfristen diskutiert. Foto: BilderBox.com

Dass sich die Kürzung schon jetzt auswirkt, zeigt der Blick in Hermann Krügers Auftragsbücher: "Erste Kunden haben bereits storniert." Und das dürften keine Einzelfälle bleiben. "Der Zubau wird deutlich zurückgehen", prognostiziert die Sprecherin des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks, Ulrike Heuberger. Wie stark der Einbruch sein wird, vermag sie aber nicht einzuschätzen: "Das wäre Kaffeesatzleserei." Weniger kritisch sieht Elmar Esser die Situation. Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) glaubt, dass es für den Erfolg der Energiewende "sogar unabdingbar ist, neben der Stromerzeugung endlich auch über das Effizienzpotenzial im Wärmemarkt zu sprechen". Denn: "Unsere Betriebe stehen als die wahren Hersteller von Energieeffizienz in Gebäuden im Heizungskeller."

Ebenso wie Hermann Krüger appelliert aber auch Esser an die Politik, "endlich von einer kontraproduktiven, haushaltsabhängigen Stop-and-go-Förderung abzurücken". Der Markt benötige klare Entscheidungen. Esser: "Verbraucher reagieren viel sensibler als viele politische Entscheidungsträger glauben."

(ha)

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