09.02.2010
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Solarförderung

Verschobene Kürzung - Fauler Kompromiss?

Für die Koalition ist es eine Einigung, für das Handwerk wohl eher ein "fauler Kompromiss". Die Kürzung der Förderung für Solardächer soll nun erst im Juni erfolgen, dafür aber heftiger ausfallen.

 - Foto: Bilderbox
Foto: Bilderbox

Darauf haben sich die Koalitionspartner verständigt, bestätigt Jens Teschke, Pressesprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Demnach soll aufgrund des anhaltenden Winterwetters die Solarförderung für Dachanlagen erst zum 1. Juni gekürzt werden. Und zwar nicht, wie von Bundesumweltminister Norbert Röttgen vorgeschlagen, um 15, sondern um 16 Prozent.

"Das soll den Betrieben Planungssicherheit geben", sagt Teschke. Denn bei dem Wetter montiere momentan keiner die Anlagen auf den Dächern. Der Kompromiss habe bereits die Zustimmung des Umweltministers erhalten. Für Freiflächen setzt die Kürzung am 1. Juli ein und soll 15 anstatt 25 Prozent betragen.

Marcus Biermann aus Neustadt am Rübenberge hatte sich zwar eine Absenkung der Förderung zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht. Denn auch seine Aufträge kann er aufgrund der Wetterverhältnisse nicht abarbeiten. Den Kompromiss kommentiert er so: "Dass ist ein bisschen zu viel des Guten." Dass die Kürzung jetzt um einen Prozentpunkt erhöht werden soll, sieht er als "faulen Kompromiss". Das "Sommerloch" sei vorprogrammiert.

Aufgefangen werden könne die Kürzung laut Biermann nur durch eine Preisreduzierung der Modulhersteller. "Aber ob sie dem Druck nachgeben, wird sich erst noch zeigen." Die Handwerksbetriebe könnten die Kosten für die Montage jedenfalls nicht reduzieren, ist sich Biermann sicher.

In der ersten Märzwoche steht der Beschluss des Bundestages an.

(ja)

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