12.04.2011
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Unproduktive Arbeitszeiten vermeiden

So senken Sie die Montage-Kosten

Runter mit Kosten und unproduktiven Arbeitszeiten: Bei der Montage haben viele Handwerksbetriebe noch reichlich Luft. Es geht um viel Geld - und wie Sie es durch bessere Planung sparen können.

Die Montage beim Kunden ist für viele Handwerksbetriebe ein wichtiger Teil der Leistungserbringung. Hier wird Geld verdient. Und hier geht oft auch viel kostbare Zeit verloren.

"Wenn zum Beispiel in Tischlereien bis zu einem Drittel der Arbeitszeiten auf Montage entfällt, dann ist die Optimierung in diesem Bereich sehr wichtig", betont Ralf Bickert vom Technologiezentrum Holzwirtschaft (TZH) in Dortmund.

Ein Optimierungsversuch dürfte sich lohnen. Auf durchschnittlich 11 Prozent schätzt Bickert den Anteil der Störzeiten bei einem Montageeinsatz. Das alleine sind schon 52,8 unproduktive Minuten pro Monteur und Tag.

Aufs Jahr hochgerechnet geht es um einen fünfstelligen Betrag - pro Mitarbeiter!

Und dabei sind die echten Störzeiten nicht einmal das Hauptproblem. Viel Zeit geht nach Bickerts Erfahrung in der Vor- und Nachbereitung der eigentlichen Montage verloren.

Mehr als 100 Montageeinsätze von 7 Tischlereien haben Mitarbeiter des TZH in den letzten Monaten begleitet und analysiert. Dabei haben sie Erstaunliches beobachtet - und Tipps entwickelt, die auch für andere Gewerke hilfreich sein dürften:

1. Orientieren Sie sich an den Besten!
"Wer wirklich wissen will, was an Zeitersparnis drin ist, der sollte sich die besten Betriebe anschauen", rät Bickert. Hier ein Vergleich aus der Studie zwischen einem Top-Betrieb und einem Unternehmen mit besonders aufwendigen Prozessen: Während einer der besten Teilnehmer der Studie auf durchschnittlich 66 Prozent echte Montagezeit kommt (Störzeiten. 1 Prozent), landet ein Vergelchsbetrieb bei gerade einmal 14 Prozent Montagezeit (Störzeiten: 27 Prozent ).

Wo der Vorzeigebetrieb sonst noch die Nase vorne hat, zeigen die beiden Diagramme.

2. Reibungslose Montage funktioniert durch Organisation und Kommunikation"
Viele Tischler meinen, dass es vor allem um ein technisches Problem geht, dass sich mit ein paar Hilfsmitteln lösen lässt", hat Bickert festgestellt. Seine Erfahrung sieht anders aus. "Oft sind es organisatorische Fragen, Strukturen und Kommunikation sind die zentralen Themen." Wenn zum Beispiel Mitarbeiter während der Rush-Hour durch die Stadt fahren, erst den Hausmeister suchen müssen und nicht das erforderliche Werkzeug dabei haben, dann hat das viel mit Organisation und Kommunikation zu tun.

3. Mitarbeiter müssen sensibilisiert und beteiligt werden
Nur die Monteure wissen, was auf den Baustellen schief läuft und woran das liegt. Oft halten Gesellen Probleme während der Montage jedoch für ganz normal. "Dass der Schlüssel für den Bauzaun gefehlt hat oder erst noch ein Vorsprung weggestemmt werden musste, ist vielen Mitarbeitern keine Erwähnung wert." Doch ohne solche Rückmeldungen kann es keine Verbesserungen geben.

Vom Aufmaß bis zur Anfahrt: Wie Sie ganz konkret Zeit in der Montage einsparen können, zeigen 4 Beispiele auf der nächsten Seite .

 
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