Diebstahlsicherung
So schützen Sie Ihren Betrieb vor Einbrechern
Wachdienst mit anderen Betrieben teilen
Sinnvoller sei deshalb der Einsatz von Wachdiensten. Gerade in Gewerbegebieten nutzen Firmen häufig die Gelegenheit und nutzen den Service gemeinsam. Das spare Kosten. Und der Wachmann kann seinen Rundgang auf dem Gelände – besser variieren. Die Überwachung erfolgt dann in unregelmäßigen Abständen. "Diebe haben schlechte Chancen."
Bestimmte Schwachstellen wie Tore oder Fenster werden während des Rundgangs mittels digitaler Lesegeräte kontrolliert. Die Daten gehen direkt an die Wachzentrale. "Bei Bedarf werden die Folgemaßnahmen eingeleitet", erklärt der Sicherheitsexperte. Polizei, Wachmann, Betriebsinhaber und eventuell weitere Personen werden je nach Vereinbarung benachrichtigt.
"Die Bereitschaft der Täter, störende Personen anzugreifen, ist enorm gestiegen." Unternehmer, die auf ihrem Firmengelände leben, sollten deshalb einen Notknopf am Bett, in der Küche o. ä. installieren. Der löst bei Bedarf einen stillen Alarm aus, der an eine externe Meldestelle gesendet wird. "Mit Sirene und Warnlicht könnten Sie den Täter noch mehr provozieren oder in Panik versetzen", warnt der Experte.
Ein finanzieller Tipp: Ihre Versicherung gewährt unter Umständen einen Prämienrabatt für den Einbau von Sicherungssystemen. Die Allianz Deutschland beispielsweise gibt Betrieben, für deren Versicherungsschutz grundsätzlich keine Einbruchmeldeanlage vorgeschrieben ist, einen Nachlass. Bei Malern oder Dachdeckern sei das die Regel, weiß der Experte.
Laut VGH Versicherungen ist meist eine vom Verband der Schadenversicherer e.V. (VdS) anerkannte Einbruchmeldeanlage Voraussetzung. Die Rabatthöhen würden je nach Sicherungsgrad variieren. "So können bei einer örtlichen beziehungsweise akustischen Alarmierung mit zusätzlicher Aufschaltung zu einem Wachunternehmen spürbare Prämienermäßigungen gewährt werden", erklärt die VGH.
"Allein aus dem Prämiennachlass lässt sich zwar keine Alarmanlage finanzieren", räumt Sicherheitsexperte Kühn ein. Aber ein ausführliches Gespräch mit der Versicherung sei unabdingbar.
